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Beschäftigte im Homeoffice sind weniger krank

Ein bisschen arbeiten, zwischendrin ein Nickerchen auf der Wohnzimmercouch machen oder das Kind füttern – so stellen sich manche noch immer das Homeoffice vor. Dass dieses Bild völlig verzerrt ist, zeigt nun eine Auswertung der Bundesregierung.

Von Stefica Budimir Bekan
2 Min. Lesezeit
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Im Homeoffice zu arbeiten, empfinden viele Menschen als entspannt (Foto: Shutterstock/Olha Yefimova)

Früher nutzte es kaum jemand, während der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 bis 2022 stieg die Zahl der Beschäftigten, die im Homeoffice arbeiten, auf teilweise mehr als 25 Prozent. Dass auch andere über diese Option nachdenken sollten, geht nun aus einer Befragung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) aus dem Jahr 2021 hervor.

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Homeoffice-Beschäftigte seltener krank mit mehr Überstunden

Wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag mitteilte, fallen Beschäftigte, die gelegentlich das Homeoffice nutzen können, nämlich seltener aufgrund von Krankheiten aus als ihre Kolleg:innen mit Büropflicht. Laut Bundesministerium hatten Homeoffice-Arbeitende im Durchschnitt 7,9 krankheitsbedingte Fehltage in den vergangenen zwölf Monaten, bei Beschäftigten ohne Homeoffice waren es fünf Tage mehr: im Schnitt nämlich 12,9 Tage.

Dabei gaben Telearbeiter:innen häufiger an, mehr als zwei Überstunden pro Woche zu leisten. „Dieser Zusammenhang ist über alle Gruppen sichtbar. Eine Ausnahme stellen Beschäftigte mit hohen Einkommensgruppen beziehungsweise Beamtinnen und Beamte dar, bei denen sich kaum Unterschiede hinsichtlich der Vereinbarung zu Telearbeit und Homeoffice zeigen“, schreibt die Bundesregierung.

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Homeoffice-Mitarbeiter:innen haben weniger Rückenschmerzen

Und auch sonst scheint sich das Homeoffice positiv auf die Gesundheit der Mitarbeiter:innen auszuwirken. Denn während 51,4 Prozent aller Beschäftigten über Rücken- oder Kreuzschmerzen klagt, sind es bei den Beschäftigten mit Homeoffice-Option nur 39,5 Prozent.

Laut Bundesregierung muss aber berücksichtigt werden, dass Beschäftigte mit einer solchen Vereinbarung häufiger „ein hohes berufliches Anforderungsniveau, eine höhere Ausbildung und eine höhere berufliche Stellung“ hätten. Auch übten sie „deutlich häufiger geistige Tätigkeiten mit Informations- und Kommunikationstechnologien“ aus und seien „deutlich seltener hohen physischen Belastungen ausgesetzt“.

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Höchste Gehaltsklasse am meisten im Homeoffice tätig

Nicht jeder hat das Privileg, im Homeoffice arbeiten zu können. Dass vor allem diejenigen im Homeoffice tätig sind, die mehr verdienen, geht aus den Befragungsergebnissen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor, auf die die Bundesregierung verwies. Daraus wird klar, dass stolze 86,8 Prozent aller Beschäftigten in der höchsten Einkommensgruppe im Jahr 2021 das Homeoffice nutzten, während es in der niedrigsten Einkommensklasse nur 25,7 Prozent waren.

Die Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung „Hochfrequentes Online Personen Panel“ (IAB-HOPP) zeigen, dass die Homeoffice-Nutzung auch vom Alter abhängt. Während fast die Hälfte der Beschäftigten unter 39 Jahren (42,7 Prozent) im Mai 2021 im Homeoffice arbeitete, waren es bei den Mitarbeiter:innen im Alter von über 55 Jahren nur 21,8 Prozent.

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Mehr Männer als Frauen nutzen Homeoffice

Zwischen den Geschlechtern gibt es dafür nur wenige Unterschiede, auch wenn vielleicht viele denken mögen, dass gerade die Mütter im Homeoffice bleiben, während die Väter ins Büro fahren. Im Gegenteil – es ist relativ ausgeglichen, das Homeoffice überwiegt sogar etwas bei den männlichen Beschäftigten: 36,1 Prozent aller Männer nutzten das Homeoffice im Mai 2021, während sich 32,9 Prozent aller Frauen dafür entschieden. Nur im Februar 2021 war der Anteil der Frauen höher als der der Männer. 37,1 Prozent der weiblichen Beschäftigten waren in diesem Monat im Homeoffice tätig, bei den Männern waren es 35,8 Prozent.

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