Kommentar

Artikel merken

Warum der Bitcoin 2021 stark steigen wird

Der Bitcoin erreicht momentan einen Höchststand nach dem anderen. Das dürfte auch 2021 so weitergehen, sagt der Finanzexperte Marc Friedrich.

4 Min. Lesezeit

(Bild: Shutterstock

„Ich erwarte vor Weihnachten ein neues Allzeithoch und im Jahr 2021 neue Höchststände – bis Ende 2022 Kurse im sechstelligen Bereich!“ So hatte ich diesen Artikel Anfang Dezember beendet und dann aus verschiedenen Gründen liegen lassen. Jetzt ist meine Prognose sogar übertroffen worden. Warum der Bitcoin so stark gestiegen ist und warum wir bald neue Höchststände sehen werden.

Die Inflation kommt – Notenbanken müssen weiter drucken

Seit der Nahtoderfahrung des Geld- und Finanzsystems 2008 befinden wir uns in einem finanziellen Ausnahmezustand. Ausgelöst durch Gier, Spekulation und Hybris haben Notenbanken weltweit einmalige, historische Maßnahmen durchgesetzt. Zinsen wurden auf Rekordstände gesenkt und befinden sich zum Teil sogar schon im Minusbereich. Parallel wurden die Geldschleusen geöffnet und die Märkte permanent mit billiger Liquidität versorgt. Ein regelrechter Tsunami an Geld, der zu immer größeren Vermögensblasen beispielsweise bei Immobilien oder Aktien führt. Fast 18 Billionen aller Staatsanleihen sind aktuell negativ verzinst, wie eine Grafik von Bloomberg zeigt.

Bloomberg-Grafik zum Gesamtvolumen aller Staatsanleihen weltweit. (Screenshot: Bloomberg/t3n)

Die Notenbanken sind weltweit in einer prekären Lage: Beispielsweise die US-Notenbank FED. Mittlerweile stehen gigantische 7,2 Billionen US-Dollar in ihren Büchern. Das entspricht 36 Prozent des BIP der weltgrößten Volkswirtschaft. Auch die europäischen Kollegen in der Zentralbank in Frankfurt stehen der USA in Nichts nach. Auch hier steigt der Chart parabolisch an. 6,83 Billionen Euro oder 68 Prozent des BIP der Eurozone hat die EZB schon in den Büchern stehen.

Parallel steigt die Staatsverschuldung weltweit in neue Sphären auf. 277 Billionen Dollar betragen alle Schulden weltweit. Das sind 350 Prozent des weltweiten BIP. Alleine die roten Zahlen der USA betragen 27,3 Billionen Dollar, 128 Prozent des eigenen BIP.

Aus diesen Gründen können die Notenbanken im bestehenden Geldsystem nicht mehr die Zinsen erhöhen, ansonsten würden Pleiteländer bankrott gehen, Unternehmen umkippen, die Wirtschaft abgewürgt werden, die Anlageblasen platzen sowie Arbeitslosenzahlen und Schulden explodieren. Aus diesem Grund wird man weiterhin die destruktive Abwärtsspirale aus Zinssenkungen und Gelddrucken betreiben müssen. Bis zum bitteren und sehr teuren Ende. Denn die Kollateralschaden werden immer verheerender und teurer. Nicht nur monetär sondern auch politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich.

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Gegen diese ausufernde Schuldenmacherei und Gelddruckerei ohne Zins und Verstand braucht man als Anleger und Sparer, um seine Kaufkraft zu schützen, durch die Natur oder durch die Mathematik limitierte Werte. Eine davon ist Bitcoin.

Das große Geld kommt und entdeckt Bitcoin

Das an der US-Börse Nasdaq gelistete Technologieunternehmen Microstrategy verkündete, dass man von seinen 500 Millionen Dollar Barreserve stolze 250 Millionen Dollar in Bitcoin investiert hatte. Die Begründung war: Als Inflationsschutz und Wertspeicher gegen das stetige Gelddrucken der Notenbanken. Schon einen Monat später legte man noch eine Schippe drauf indem man weitere 175 Millionen Dollar in Bitcoin steckte. Durchschnittskurs 11.111 Dollar. Zuletzt investierte man sogar weitere 50 Millionen Dollar in Bitcoin zu einem Preis von 19.400 Dollar. Als letzten Coup wurden 0,75 Prozent Unternehmensanleihen für 400 Millionen Dollar eingesammelt. Diese will das Finanzunternehmen komplett in Bitcoin reinvestieren. Die Aktie von Microstrategy ist somit das beste und günstigste ETF auf Bitcoin.

Ein weiteres Beispiel liefert Square. Das Fintech-Unternehmen von Twitter-Gründer Jack Dorsey investierte 50 Millionen Dollar in Bitcoin. Das vor Kurzem bekanntgegebene 100-Millionen-Dollar-Investment von US-Versicherer Massmutual in Bitcoin trägt genauso zur Massenadaption der Kryptowährung bei, wie Paypals Ankündigung, Bitcoin über die Zahlungsplattform handeln und bezahlen zu können.

Noch gewichtiger sind die Meinungen von verschiedenen Hedgefonds-Legenden wie Paul Tudor Jones, Bill Miller oder Stanley Druckenmiller, die sich zuletzt positiv zu Bitcoin äußerten und das, nachdem sie jahrelang dagegen gewettert hatten. Auch der CIO von Blackrock reihte sich ein.

Viele ehemalige Erzfeinde der digitalen Währung sind auf den Bitcoin-Zug aufgesprungen und zeigen sich seitdem positiv. Dies dürfte auch an dem Druck der Kunden liegen, nachdem Bitcoin dieses Jahr mit einer Performance von über 200 Prozent wieder ganz vorne liegt. Etliche renommierte Banken haben Analysen veröffentlicht, bei denen man sich mit Preiszielen übertrifft von 318.000 Dollar (Citibank), 140.000 Dollar (JP Morgan) bis zu 90.000 Dollar (Bayern LB). Der CIO von Guggenheim sieht den fairen Wert von Bitcoin bei 400.000 Dollar.

Vermögenspyramide von Friedrich und Partner. (Screenshot: BTC Echo/t3n)

Mein seit Jahren bestehendes Ziel bei Bitcoin im sechsstelligen Bereich klingt nun nicht mehr so verrückt. Bitcoin ist in der Vermögenspyramide mit einer Marktkapitalisierung von ungefähr 400 Milliarden Dollar immer noch ein Leichtgewicht.

Bitcoin ist genial, dezentral, limitiert und grenzenlos

Die Fundamentaldaten für Bitcoin sind der dritte Punkt, der für stark steigende Kurse spricht. Bitcoin ist dezentral und unabhängig von Lobbyinteressen, menschlichen Schwächen, Gier und Korruption. Unterliegt keiner Zentralbank und keinem Berufspolitiker. Bitcoin kann nicht manipuliert werden und ist leicht portabel. Es ist im Gegensatz zu unserem jetzigen Geldsystem deflationär und auf maximal 21 Millionen limitiert. Es ist ungewiss, wie viel Gold, Silber, Kupfer oder Öl noch unter der Erdkruste schlummert.

All diese charmanten und einzigartigen Attribute werden bald von der Masse erkannt werden und dann wird es wild. Dadurch, dass Die Notenbanken weiterhin Geld drucken müssen und damit die Inflation vorantreiben, werden Menschen sichere Anlage-Häfen suchen. Bitcoin steigt im Preis nur weil das Geldsystem inflationiert wird. Wenn das große Geld kommt wird es kein Halten mehr geben. Wir empfehlen unseren Kunden schon lange in der Honorarberatung in durch die Natur und durch die Mathematik limitierte Sachwerte zu investieren als eine Art Lebensversicherung gegen das endlose Gelddrucken und den Dauerkrisenmodus der Notenbanken und Staaten.

Ich prognostiziere bis Ende 2022 Kurse zwischen 50.000 und 100.000 Dollar. Bis Ende der Dekade sogar Summen im höheren sechsstelligen Bereich. Noch stehen wir ganz am Anfang dieser Entwicklung, aber ich bin davon fest überzeugt, dass Bitcoin die größte Investment-Chance unserer Lebenszeit ist. Wer jetzt die richtigen Weichen stellt, kann Vermögen auf Generation schaffen. Zwei weitere gute Omen möchte ich nicht vorenthalten: 2021 ist laut chinesischem Kalender das Jahr des Bullen und Bitcoin ist auf 21 Millionen festgelegt. Zufall sieht anders aus.

Autor dieses Artikels ist Marc Friedrich.

Das könnte dich auch interessieren

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

3 Kommentare
Titus von Unhold
Titus von Unhold

Die Zwischenüberschrift „Die Inflation kommt – Notenbanken müssen weiter drucken“ zeigt dass der Autor die Maßnahmen nicht verstanden hat. Die Zinsen der Zentralbanken sind so niedrig, damit überhaupt Inflation entsteht und man nicht in eine Deflation abrutscht. Zudem wird nicht einfach so Geld über der Wirtschaft abgeworfen, sondern die nationalen Zentealbanken kaufen mit Krediten entsprechende Assets. Die Geldmenge ist also mit Realvermögen hintersichert. Jeder Euro der bei den Zentralbanken oder den Staaten in der Bilanz auftaucht, ist Guthaben eines Gläubigers und damit reales Vermögen.

Auch Sätze wie „Die Notenbanken weiterhin Geld drucken müssen und damit die Inflation vorantreiben“ sind Unsinn, weil die Geldmenge eben keinen signifikanten Einfluss auf die Inflation hat. Die aktuellen Inflationsraten sind geschichtlich gesehen nämlich ein Witz und viel zu niedrig. Bitcoin ist auch nicht deswegen so hoch bewertet weil ein paar Erleuchtete das als sinnvolle Anlage erkannt haben, sondern weil Kriminelle nach wie vor damit Geschäfte abwickeln und gleichzeitig Chinesen die heimische Kapitalverkehrskontrolle umgehen.

Sobald der digitale Euro steht, wird der Rest sowieso verboten und Banken in der EU wird es verboten solche Gelder zu tauschen oder zu verwalten. Sinnvolle Analysen von Wissenschaftlern und anderen Menschen mit Sachverstand gibt es stattdessen bei Makroskop, Makronom, der Ökonomenstimme.

Antworten
Taradino Cassatt
Taradino Cassatt

„Die Geldmenge ist also mit Realvermögen hintersichert. Jeder Euro der bei den Zentralbanken oder den Staaten in der Bilanz auftaucht, ist Guthaben eines Gläubigers und damit reales Vermögen.“

Und welches Realvermögen ist das genau, wenn die Fed oder EZB einfach beliebig Geld drucken und verleihen können, ohne dass man auf eine Rückzahlung angewiesen ist? – Da steht überhaupt kein Wert hinter und wo die Inflation ist, merkt man spätestens bei Invenstitionsgütern, Immobilien oder wenn man sich einzelne Aktien in S&P/Nasdaq anschaut.
Das Geld der Notenbanken findet seinen Weg in die Realwirtschaft, nur dass es eben eine Zeit dauert, bis es im Kühlregal bei Aldi ankommt. Zum Glück.

„Bitcoin ist auch nicht deswegen so hoch bewertet weil ein paar Erleuchtete das als sinnvolle Anlage erkannt haben, sondern weil Kriminelle nach wie vor damit Geschäfte abwickeln und gleichzeitig Chinesen die heimische Kapitalverkehrskontrolle umgehen.“
Hast Du mal verfolgt wer in den letzten Monaten in Bitcoin investiert hat? – Deine Aussage klingt sehr nach 2015. Wenn schon US-Lebensversicherer und Pensionsfonts an Bord sind, wird das Argument langsam albern.

„Sobald der digitale Euro steht, wird der Rest sowieso verboten und Banken in der EU wird es verboten solche Gelder zu tauschen oder zu verwalten. Sinnvolle Analysen von Wissenschaftlern und anderen Menschen mit Sachverstand gibt es stattdessen bei Makroskop, Makronom, der Ökonomenstimme.“

Regulation wird kommen. Das markt man schon an verschärften KYC-Richtlinien für Crypto-Börsen. Ich halte das für richtig und unumgänglich. Mit einem Digitalen Euro wird der Handel mit Crypto-Währungen nur einfacher und Bitcoin bietet aus Prinzip sehr gute Möglichkeiten Kapitalströme nachzuverfolgen.
Bitcoin an sich kann man nicht verbieten. Der digitale Euro hat damit nicht das geringste zu tun, ausser das die EZB in Zukunft ihr Geld damit einfach direkt an die Bürger verteilen kann, womit die Inflation noch schneller im Supermarkt ankommt.

Antworten
Daniel P
Daniel P

Ich warte schon seit Jahren darauf, dass mal jemand den digitalen Euro endlich umsetzt. Bitcoin wurde von einem (maximal zwei) begabten Informatikern als kleiner p2p Algorithmus mehr oder weniger zu Demozwecken entwickelt und zeigt seitdem den alten Hasen, wie Geld geht – trotz gravierender Nachteile, wie maßlose Energieverschwendung und ungelöster Probleme wie verlorene Zugriffe etc. – was den Entwicklern damals einfach nicht wichtig war…
Unsere professionellen Geldinstitute haben es gerade mal so eben geschafft, länderübergreifend überweisen zu können. Natürlich bloß nicht innerhalb von Stunden, da muss ja der Chef erst mal unterschreiben. Spaß beiseite: bitte endlich den digitalen Euro einführen und gerne bei Bitcoin nachsehen. Aber auch mal an die Bedürfnisse der Bürger, des Staates und der Wirtschaft denken. Und bloß nicht auf die Idee kommen, Banken zu fragen! Auf gehts, ich verzichte gerne auf den Klingelbeutel, gerade in Zeiten von Grippe und co.
Liebe Grüße, ein ungeduldiger Bürger

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Digitales High Five
Holger Schellkopf (Chefredakteur t3n)

Anleitung zur Deaktivierung

Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder