Ratgeber

Warum du auch als kleiner Blogger deine Inhalte republishen solltest

Symbolbild: Tintenfass und Schreibfeder (Foto: Shutterstock)

Republishing ist bei den Großen fester Bestandteil der Content-Strategie. Im folgenden Artikel erfährst du, warum es auch kleine Blogger in ihre Strategie einbinden sollten.

Bloggern, Betreibern von Websites und auch Influencern wird geraten, auf Unique Content zu setzen. Diese Empfehlung ist richtig und bedeutet, dass die Ersteller originelle, individuelle und einzigartige Inhalte produzieren sollen. Vielfach wird der Begriff Unique Content beziehungsweise seine Definition aber falsch verstanden – einige gehen dann davon aus, dass der Inhalt nur an einer Stelle publiziert werden sollte. Daher ist es bei vielen verpönt, wenn diejenigen, die den Inhalt erschaffen, ihn auf unterschiedlichen Plattformen veröffentlichen.

Warum ihr diese Einstellung oder besser gesagt falsch verstandene Begriffsdefinition überdenken solltet, erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Hinweis: Unter „kleinen Bloggern“ verstehen wir in diesem Artikel alle, die im Web Inhalte erstellen und ihre Seitenaufrufe nicht in Hunderttausenden oder Millionen messen.

Neulich im TV

Auch wenn du nur sporadisch Talkshows guckst, wirst du schnell erkennen, dass viele Gäste – vor allem Comedians, Autoren und Politiker – große Teile ihrer Texte und Reden aus anderen Veranstaltungen eins zu eins übernehmen. Auch wenn es nicht immer komplette Texte sind, so handelt es sich doch oft dieselben Sätze, Floskeln oder Phrasen.

Das steht in starkem Gegensatz zu dem, was man im allgemeinen von Bloggern oder anderen Betreibern kleinerer Websites erwarten würde, und zu den Ansprüchen, die Blogger an sich oder ihr Umfeld stellen. Es gibt also bestimmte informelle moralische Anforderungen an die „kleinen Leute“, an die sich die Big Player, die das Vielfache verdienen, nicht halten und denen sie sich auch nicht verpflichtet fühlen.

Also warum sollten Blogger und andere Autoren ihre eigenen Inhalte nicht republishen, wenn es andere doch auch tun?

Die Vorteile von Republishing

Da wir jetzt geklärt haben, dass das Republishen beziehungsweise das Wiederverwerten von eigenen Inhalten nichts Verwerfliches ist, werfen wir einen Blick auf die Vorteile der Technik.

1. Die Sichtbarkeit steigern

Bei Facebook, Twitter und Co. verschwinden die eigenen Inhalte nach wenigen Tagen oder sogar Stunden nach und nach. Zuerst aus den Trendings und später auch aus den Feeds der Leserschaft. Bei normalen Weblogs ist es leider nicht viel anders. Alles, was nicht auf der Startseite oder maximal mit zwei bis drei Klicks erreichbar ist, ist, so wie man es schön sagt aus den Augen, aus dem Sinn.

2. Inhalte aktualisieren

Nicht nur die fehlende Sichtbarkeit ist ein Grund, bestehende Artikel wiederzuverwerten. Es kommt vor, dass sich an einer Anleitung oder einem Ratgeber einiges geändert hat – eine gute Gelegenheit, den Inhalt zu aktualisieren, damit die Leser beispielsweise nicht einer veralteten Empfehlung folgen.

3. Plattformen mit unterschiedlichen Lesergruppen bedienen

Auch jenseits der Sichtbarkeit und der Aktualität des Inhaltes gibt es noch einen weiteren Grund, warum man denselben Inhalt republishen könnte und sollte. Das gilt vor allem dann, wenn sich die möglichen Leser oder Konsumenten deines Inhaltes üblicherweise auf unterschiedlichen Plattformen aufhalten.

Solltest du bemerken, dass sich deine Leserschaft vielfach auf den Plattformen aufhält, auf denen du auch unterwegs bist und veröffentlichst, solltest du dieselben Inhalte nicht wiederverwerten. Höchstens ausnahmsweise. Die Gefahr ist zu groß, dass du Leser verärgerst, wenn sie identische Artikel parallel auf mehreren Plattformen lesen.

Symbolbild: Getrennte Gruppen

Republishing: Befindet sich deine Leserschaft auf unterschiedlichen Plattformen, stellt sich die Frage, warum du nicht schon angefangen hast, deine Inhalte zu republishen. (Grafik: Shutterstock)

Sollte deine Leser- oder Kundschaft aber über mehrere Plattformen verteilt sein und nur wenige Berührungspunkte existieren, kannst du Inhalte problemlos und ohne schlechtes Gewissen republishen. Diese Ausgangssituation dürfte häufig vorkommen, wenn du sowohl ein eigenes Blog hast und du zusätzlich auf Steemit, Facebook oder Medium unterwegs bist.

Der Großteil der Nutzer bleibt innerhalb des eigenen Netzwerks. Salopp gesagt: Alles, was außerhalb der eigenen Social-Media-Plattform oder Filterblase passiert, ist für die meisten nicht existent oder bestenfalls nicht relevant.

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