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Bosch trainiert KI mit KI – und könnte 300 Millionen Euro sparen

Bosch will in zwei deutschen Werken mithilfe einer generativen KI die KI vor Ort trainieren. Um 15.000 Bilder wurde der Datensatz des Konzerns für das etwas andere Boot-Camp mithilfe der KI ergänzt. Die Qualitätskontrolle soll so verfeinert und spezifiziert werden.

Von Tatjana Standky
2 Min. Lesezeit
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Bosch will seine KI mithilfe einer generativen KI trainieren - ein Pilotprojekt, das in zwei Niederlassungen stattfinden soll. (Foto: Baloncici / Shutterstock)

Der Technologiekonzern Bosch erklärte in einer Pressemitteilung, dass der Konzern generative KI in der Fertigung pilotiert. Das Unternehmen erhofft sich so nicht nur finanzielle Einsparungen, sondern auch zeitliche.

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Bosch-Entwickler:innen haben im Zuge von Pilotprojekten mithilfe einer generativen KI zahlreiche synthetische, aber fehlerhafte Produktbilder erstellt, damit die bisher eingesetzte KI zur Qualitätskontrolle anhand möglichst vieler Beispielbilder trainiert werden kann.

Datensatz von 15.000 künstlichen Bildern von Produktionsfehlern

KI-Systeme können nur so gut sein, wie die Daten, mit denen sie gefüttert werden. Bedeutet im Klartext: Eine KI benötigt also im Fall von Bosch viele Bilder von Produktmängeln, um eben diese Fehler in Zukunft zuverlässig identifizieren zu können.

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Diese Fehlerbilder gibt es aber nicht oft – die Zusammenstellung der „Trainingsdaten“ ist ein aufwendiger Prozess. Deshalb greift Bosch nun auf generative KI zurück, die synthetische Daten erstellt.

Wie das Handelsblatt berichtet wurde der Datensatz von Bosch mithilfe der generativen KI um 15.000 Bilder ergänzt. Dabei enthielten die neuen Bilder Fehler in einer größeren Varianz, als auf dem Ausgangsmaterial zu sehen war.

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Diese Bilder bilden die Grundlage für die KI vor Ort und dienen dieser als Lehrmaterial. In einem Bosch-Werk im niedersächsischen Hildesheim soll die Software Fehler an Schweißungen von Kupferdrähten in der Elektromotorenfertigung prüfen.

Kosteneinsparung um mehr als 300 Millionen Euro möglich

Innerhalb einer Minute muss die KI in Hildesheim bis zu 300 Schweißungen pro Seite untersuchen. Menschen werden hier bei der Qualitätskontrolle nur in Zweifelsfällen zu Rate gezogen.

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Je nach Werkgröße und Produktionsvolumen verspricht sich Bosch von der KI-Trainingseinheit Kosteneinsparungen in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro bis hin zu niedrigen einstelligen Millionenbeträgen.

Auf 230 Fertigungswerke gerechnet könnte der Konzern seine Kosten um mehr als 300 Millionen Euro senken. Aber nicht nur das: Bosch selbst erwartet auch einen deutlichen Zeitgewinn durch KI-Anwendungen.

Bosch: Alle Produkte und Lösungen sollen KI enthalten

Bosch nutzt laut eigenen Angaben in jedem zweiten Werk künstliche Intelligenz und scheint seine gesetzten Ziele bezüglich der Integration von KI in Produktionsabläufen umzusetzen.

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Bereits im Juni diesen Jahres gab das Unternehmen ambitionierte Pläne bekannt: So sollten noch im Jahr 2023 „alle Produkte und Lösungen KI enthalten oder mit ihrer Hilfe entwickelt beziehungsweise hergestellt worden sein“.

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