Ratgeber

Briefe online verwalten: So bekommen digitale Nomaden ihre Post in den Griff

Wer länger an unterschiedlichen Orten unterwegs ist, kann mit Scan-Services seine Briefe im Griff behalten. (Bild: matmart / iStock.com)

Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Diensten, die versprechen, Post zu sammeln, einzuscannen und per E-Mail oder physisch weiterzuleiten. Wie es geht und was dahinter steckt.

Egal, ob du nur deine private Post bekommst oder als Freiberufler oder Unternehmer auch geschäftliche Briefe entgegennehmen musst – wenn du für längere Zeit nicht an deinem üblichen Wohnort bist, bleibt vieles liegen. Ein reiner Nachsendeantrag bei der Deutschen Post, den es ab 19,90 Euro für sechs Monate gibt, ist nur dann eine ausreichende und vernünftige Lösung, wenn du in deiner Abwesenheit durchgehend am selben Aufenthaltsort bist. Das ist naturgemäß bei digitalen Nomaden gerade nicht der Fall.

Doch auch für sie gibt es inzwischen eine wachsende Zahl an Dienstleistern, die für überschaubare Kosten ihre Briefe in Empfang nehmen, für sie einscannen und auf Wunsch auch physisch an eine bestimmte Adresse weiterleiten, falls das zusätzlich erforderlich sein sollte. Um den Nachsendeantrag kommen sie dabei übrigens auch nicht herum – schließlich müssen die an sie gerichteten Sendungen ja irgendwie zum Scan-Service gelangen.

Das Gute am Einscannen der Post: Sie ist quasi überall verfügbar und der digitale Nomade muss im Ernstfall nicht erst Familie oder Freunde bemühen, wenn er ein bestimmtes Dokument braucht. Hinzu kommt: Bestimmte Verträge, Rechtsgeschäfte oder juristische Schriftwechsel müssen oftmals schnell bearbeitet werden. Ein professioneller Scan-Service ist da die sicherste Lösung, wenn man nicht Gefahr laufen will, Fristen zu überschreiten oder Einspruchsmöglichkeiten zu versäumen.

Post: Digitale Nomaden brauchen Ansprechpartner in Deutschland

Dennoch solltest du, wenn möglich, zusätzlich über einen Ansprechpartner in Deutschland verfügen, der für dich gegebenenfalls ein paar kleinere Besorgungen oder Telefonate erledigen kann. Denn gerade bei entsprechender Zeitverschiebung und Geschäften, für die man möglicherweise irgendwo vor Ort erscheinen muss, ist das ein klarer Vorteil. Wenn du ein Gewerbe führst oder Schriftwechsel mit dem Finanzamt hast, bietet sich dein Steuerberater als Korrespondenzadresse an. Diese kann beim Finanzamt gleich hinterlegt werden, damit du keine Fristen versäumst.

Einige Einschränkungen gibt es allerdings – ähnlich wie beim herkömmlichen Nachsendeantrag: Nicht weitergeleitet werden  Sendungen mit Vorausverfügung (solche Hinweise wie „bei Umzug mit neuer Anschrift zurück“) oder Pressevertriebsstücke und Infopost ohne Umhüllung. Letzteres dürfte allerdings eine zu vernachlässigende Einschränkung darstellen. Einige andere Sendungsarten kosten dagegen empfindliche Aufpreise, etwa Päckchen und Pakete. Diese kannst du aber beim Nachsendeantrag auch explizit ausschließen.

Auf Seite zwei erfährst du, welche Services deine Post scannen – und warum der Dienst der Deutschen Post gar nicht für alle der am besten geeignete ist.

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Ein Kommentar
Tom Vogt

Das ist wirklich mal eine tolle Idee mit dem Digitalisieren der eigenen Post. Es ist wirklich unglaublich wie viel Papier sich dort immer ansammelt. Das wäre alles wirklich viel besser wenn man diese ganzen Dinge Digital lösen könnte.

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