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Browser-Tipp: Webp-Bilder als Jpg oder Png herunterladen

(Grafik: Shutterstock/Lucky clover)

Immer mehr Seiten im weltweiten Netz setzen auf Googles Bildformat Webp und immer mehr Browser unterstützen es. Das ist gut. Wenn ihr ein solches Bild jedoch in einem anderen Format braucht, kann es umständlich oder einfach werden. Entscheiden wir uns für einfach.

Unser Szenario geht davon aus, dass ihr eines oder mehrere im Netz vorhandene Bilder als Jpg oder Png, je nach Ausgangsformat, herunterladen wollt, weil ihr zum Beispiel eine Bildergalerie für einen Blogbeitrag anlegen müsst. Vorher würdet ihr die Bilder gern noch ein wenig anpassen.

Webp ist da, ihr wollt aber Jpg

Bei der Recherche stellt ihr jedoch fest, dass der Seitenbetreiber Webp einsetzt. Das ist aus Sicht des Seitenbetreibers eine gute Idee, denn Webp ist ein Bildformat, das bis zu 30 Prozent der Dateigröße im Vergleich zu Jpg einspart. Detaillierte Infos zu den verschiedenen Bildformaten hat t3n-Kollege Andreas Domin in diesem Beitrag für euch zusammengestellt.

Bislang war die Vorgehensweise einfach. Da verantwortungsbewusste Webmaster Webp stets nur als zusätzliches Format anbieten, das lediglich an unterstützte Browser ausgeliefert wird, bestand die Methode, das Jpg-Format angezeigt zu bekommen, schlicht darin, einen Browser zu verwenden, der das Webp-Format nicht unterstützte. Und da gab es mit Microsofts Edge, dem IE, Firefox und Safari durchaus einige.

Webp ist längst kein Exot mehr. (Screenshot: t3n)

Mittlerweile hat sich die Situation geändert. Unter Windows unterstützt nurmehr der IE das Format nicht, unter macOS nurmehr der Safari.

Chrome-Extension hilft

Dennoch gibt es eine sehr einfache Methode, anstelle von Webp die gängigeren Formate Jpg und Png angezeigt zu bekommen. Die Methode funktioniert unter Chrome und dem brandneuen Microsoft Edge, sowie allen anderen Browsern auf Chromium-Basis.

Es handelt sich um die Extension User-Agent Switcher for Chrome, die vom Suchmaschinenriesen höchstselbst bereitgestellt wird. Installiert ihr die Erweiterung wie gewohnt über den Chrome Web Store, findet ihr rechts neben der Adresszeile ein Icon vor, das ein Blatt Papier mit einer Maske davor zeigt.

Hier könnt ihr schnell den User-Agent umschalten. (Screenshot: t3n)

Hier könnt ihr schnell den User-Agent umschalten. (Screenshot: t3n)

Klickt ihr auf dieses Icon, klappt eine Auswahlliste herunter, aus der ihr einen alternativen User-Agent auswählen könnt. Dieser repräsentiert für die Website, die ihr dann besucht, den Browser, den ihr benutzt.

Der brandneue Microsoft Edge auf Chromium-Basis unter Windows 10 identifiziert sich fortan als Safari 7 unter macOS. (Screenshot: t3n)

Der brandneue Microsoft Edge auf Chromium-Basis unter Windows 10 identifiziert sich fortan als Safari 7 unter macOS. (Screenshot: t3n)

Wählt ihr also „Safari > Mac Safari 7“, so werden besuchte Websites annehmen, ihr kämt mit einem Safari-Browser unter macOS. Der unterstützt Webp aber nicht. Voilá, euch werden Jpg und Png anstelle des Webp angezeigt. Die könnt ihr nun mit Rechtsklick > „Bild speichern unter“ auf eurem Computer abspeichern.

Alternative: Convertio

Kommt der Tipp für dich zu spät und du hast schon einen Sack voll Webp auf deinem Desktop liegen, könnte dich der Online-Dienst Convertio von einer Last befreien. Hier kannst du Webp zu Jpg und eine ganze Palette weiterer Formate untereinander hin- und herkonvertieren. Convertio gibt es auch als Chrome-Extension. Eine kostenpflichtige Variante erlaubt größere Dateien, mehr gleichzeitige Konvertierungen und mehr als zehn Dateien in 24 Stunden.

Für Windows 10 könnt ihr euch alternativ die kostenlose App Webpconv runterladen. Die beherrscht ebenso die Konvertierung in beide Richtungen. Für den Mac eignet sich Webponize. Ein (älteres) Plugin für Photoshop gibt es hier.

Noch ein Hinweis zum Schluss: Achtet bei der Verwendung von Bild-Dateien aus dem Internet stets auf die Urheberrechte. Es ist nicht in Ordnung, einfach ungefragt Bilder von Websites zu laden und weiter zu verwenden. Dabei soll euch dieser Tipp hier nicht helfen.

Passend dazu:

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6 Kommentare
oX_Triangle
oX_Triangle

Um unter Win10 WebP in JPG oder andere Formate umzuwandeln,
benötigt man weder ein Online-Tool noch ein Zusatzprogramm.
Das in Win10 vorinstallierte Paint kann dank inzwischen ebenfalls
vorinstallierter WebP-Imagekomponente (Web Store) WebP importieren.

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Dieter Petereit

Na, das ist ja sehr viel einfacher als die vorgestellte Chrome-Extension – nicht. Aber es stimmt, Paint kann auch WebP lesen. Nutzer, die die WebP-Erweiterung in ihrem Windows 10 noch nicht installiert haben, können die über den Windows-Store nachladen.

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oX_Triangle
oX_Triangle

Nun wenn es einfach gehen soll macht es für „wenige“ Bilder keinen Sinn sich dafür extra etwas zu installieren. Anders sieht es bei sehr vielen Bildern aus. Für Batchkonvertierung oder im Falle von Datenschutz würde ich als Win-Nutzer zB. XNConvert, IrfanView und FastStone noch ins Auge fassen.

Zero
Zero

Ändert die Extension nur den User-Agent ab? Dann wird das nicht immer funktionieren.
Moderne Webseiten prüfen nicht den User-Agent.
Entweder wird geprüft, welche Bildformate der Browser bei Anfrage eines Bildes erlaubt und das von der Webseite bevorzugte ausgeliefert, oder es werden per picture-Tag mehrere Formate angeboten, von denen sich der Browser das erstbeste herauspickt, mit dem er kompatibel ist.
Wenn die Webseite nach modernen Standards entwickelt wurde und der Browser aktuell ist, wird ein reines Ändern des User-Agents nichts an der Auslieferung des Bildformats ändern.

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Sven Budak

Kann mir jemand sagen warum mit tinypng.com komprimierte Bilder keine bessere Kompression durch webp erfahren? Habe es bei über 10 Bildern ausprobiert. Es kommt exakt das selbe raus was ich rein gebe. Nur daß es halt eine andere Datei Endung hat… Nutzt tinypng evtl. Den webp algo aber speichert das trotzdem irgendwie als jpg ab?

Antworten
oX_Triangle
oX_Triangle

mit welchem programm konvertierst du es denn in webp um?
und nein tinypng lässt nicht sichtbare verluste zu um noch weitere kompression zu ermöglichen
und hat mit dem webp-kompressionsverfahren nichts zu tun
ich benutze zb selbstgeschriebene dos-scripty um das commandline-tool (cwebp) zu benutzen
so habe ich immer die neuste version und kann mit beliebigen parametern arbeiten
so auch zb die kompressionsqualität oder die rauschfilter abändern um noch weitere kompression zu ermöglichen – bei sehr kleinen bildern zb Icons kann es aber tatsächlich sein das mit webp keine weitere sinnvolle kompression gegenüber png möglich ist, ohne ungewollte artefakte zu erzeugen.

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