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Casper: Das einstige Hype-Startup zieht sich aus Europa zurück

Casper zieht sich aus Europa zurück. (Foto: Casper)

Casper zieht sich aus dem Europageschäft zurück und entlässt 21 Prozent seiner Angestellten. Damit will der strauchelnde Online-Matratzenhändler jährlich mehr als zehn Millionen US-Dollar einsparen.

Keine drei Monate nach dem Börsengang wird Casper das Europageschäft aufgeben und sich auf den US-amerikanischen Heimatmarkt konzentrieren. Der Rückzug aus Europa soll nach Firmenangaben bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Insgesamt sollen 78 Angestellte in Europa und in Nordamerika entlassen werden. Das entspricht 21 Prozent der Belegschaft des Online-Matratzenhändlers. Von den Entlassungen verspricht sich Casper jährliche Einsparungen in Höhe von zehn Millionen Dollar. Die Einsparungen sollen dabei helfen, bis Mitte 2021 profitabel zu werden.

Am 30. März 2020 hatte Casper als Reaktion auf die Corona-Pandemie alle Läden des Unternehmens vorübergehend geschlossen und den entsprechenden Teil der Belegschaft beurlaubt. Mit dem E-Commerce-Geschäft erklärt sich Firmenchef Philip Krim in einem Statement jedoch zufrieden. Das erste Quartal 2020 entspreche den Erwartungen und das zweite Quartal könnte nach jetzigem Stand die Erwartungen sogar übertreffen.

Casper trennt sich vom CFO und COO des Unternehmens

Auch Greg Macfarlane, Caspers Chief Financial Officer (CFO) und Chief Operating Officer (COO), wird das Unternehmen zum 15. Mai 2020 verlassen. Laut Unternehmensangaben wird Macfarlane eine Führungsposition in einer anderen Firma übernehmen. „Macfarlanes Weggang steht nicht im Zusammenhang mit finanziellen Leistungs-, Grundsatz- oder Kontrollfragen oder Meinungsverschiedenheiten in Fragen der Rechnungslegung oder Finanzberichterstattung“, heißt es in einem Statement.

Anfang Februar 2020 hatte Casper einen recht enttäuschenden Börsengang hingelegt. Schon vorab musste das Unternehmen die zu erwartete Preisspanne von 17 bis 19 Dollar auf 12 bis 13 Dollar senken. Derzeit liegt die Aktie bei 5,91 Dollar und damit deutlich unter dem Ausgabewert.

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