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Studie zeigt: Jeder 4. lehnt ab, weil der Chef nicht passt

Ist der Chef unsympathisch, kehren Bewerber der Firma den Rücken. (Foto: baranq/Shutterstock)

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Vorgesetzte halten sich in der Regel aus dem Recruting raus. So kriegen Bewerber den Chef – wenn überhaupt – erst in der zweiten oder dritten Gesprächsrunde zu Gesicht. Eine Studie zeigt, warum das schon zu spät sein kann.

Der Klassiker: Der Bewerber sitzt mit dem Personaler am Tisch. Plötzlich geht die Tür auf, und der Chef rauscht herein. Kurzes „Hallo, schön, dass Sie da sind.“ Kleine Vorstellung. Und mit einem „ich muss weiter“ verschwindet er wieder. Doch immer weniger Bewerber geben sich mit diesem kurzen Stelldichein zufrieden. Das ergab eine aktuelle Studie von meinestadt.de. Für die Studie hat das Marktforschungsinstitut Respondi 2.085 Fachkräfte mit Berufsausbildung befragt.

Der Chef spielt die Hauptrolle

Bei der Frage, wen Fachkräfte im Vorstellungsgespräch unbedingt kennenlernen wollen, liegen die künftigen Vorgesetzten mit 64,7 Prozent deutlich vor den Kollegen in spe (22 Prozent) und den Vertretern der Personalabteilung (17,7 Prozent). Dabei geht die Erwartung über ein bloßes Kennenlernen hinaus. Das Auftreten des Vorgesetzten hat großen Einfluss auf die Entscheidung des Bewerbers. So haben immerhin 28,4 Prozent der befragten Fachkräfte schon einmal einen Job abgelehnt, weil ihnen der Vorgesetzte im Vorstellungsgespräch unsympathisch erschien.

Klare Aussage zu Führungsstil und Erwartungen

78,1 Prozent der befragten Fachkräfte ist es wichtig, dass Chefs im Bewerbungsgespräch über ihren Führungsstil sprechen. 63,5 Prozent wünschen sich Informationen darüber, was von ihnen als Mitarbeiter erwartet wird. Vorgesetzte sollten sich daher über ihre Art der Führung und die Anforderungen an ihre Mitarbeiter im Klaren sein und aktiv im Bewerbungsgespräch darüber sprechen. Wie Entscheidungen im Unternehmen getroffen werden, ist den Bewerben sogar so wichtig, dass sie bereits im Vorfeld darüber Informationen wünschen. Das trifft immerhin auf mehr als zwei Drittel der Befragten zu. Für Arbeitgeber heißt das, Informationen zur Führungskultur, zu Entscheidungswegen oder Hierarchieebenen im Unternehmen frühzeitig zu kommunizieren – zum Beispiel auf der Karriereseite oder in ihren Stellenanzeigen.

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Wie läuft die Einarbeitung?

Das Thema Onboarding ist längst kein Nebenkriegsschauplatz mehr. So wollen 85,5 Prozent der Fachkräfte im Bewerbungsgespräch erfahren, wie sie von ihrem Vorgesetzten eingearbeitet werden. Besonderen Wert legen sie auf ausführliche Informationen für ihre tägliche Arbeit, einen Gesamtüberblick über die Abläufe im Unternehmen, ausreichend Zeit sowie einen direkten Ansprechpartner bei Rückfragen. Arbeitgeber sollten sich daher mit dem Einarbeitungsprozess intensiv auseinandersetzen und im Bewerbungsgespräch genauere Angaben dazu machen. „Führungskultur ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren im Recruiting“, so Wolfgang Weber, Geschäftsführer von meinestadt.de. Sie sei nicht selten das Zünglein an der Waage, wenn es darum ginge, sich für oder gegen ein Unternehmen zu entscheiden.

Mehr zum Thema: 5 Argumente, die beim Fachkräfte-Recruiting zählen

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