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Chef der US-Börsenaufsicht will den Kryptomarkt regulieren

Laut Gary Gensler, Chef der US-Börsenaufsicht SEC, müssen Kryptowährungen stärker reguliert werden. Sie würden in großem Stil für Betrügereien missbraucht. Davor müssten Anleger besser geschützt werden.

2 Min. Lesezeit
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Wallet für Kryptwährungen. (Bild: Shutterstock)

Gary Gensler hat eine klare Meinung. Kryptowährungen seien im Prinzip zu begrüßen, müssten aber streng reguliert werden. In seiner Rede auf dem Aspen Security Forum, einer jährlichen dreitägigen Konferenz in der Stadt Aspen im US-Bundesstaat Colorado, betonte Gensler die positiven Aspekte von Kryptowährungen. Sie seien „ein Katalysator für Veränderungen im Finanzsektor“ und könnten das auch weiterhin sein. Auf der anderen Seite seien sie jedoch „hochspekulativ“ und würden verbreitet als Tauschmittel vor allem in Situationen verwendet, in denen Geld gewaschen, Sanktionen oder Steuern umgangen oder Erpressung finanziert werden soll. Ebenso besorge es ihn, dass Kryptowährungen wie Investitionen behandelt werden, der zugehörige Anlegerschutz indes fehle.

SEC-Chef sieht Anlegerschutz nicht gewährleistet

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„Im Moment haben wir einfach nicht genug Anlegerschutz bei Kryptowährungen. Ehrlich gesagt ist es im Moment eher wie im Wilden Westen“, sagte Gensler und fügte hinzu: „Eines muss doch klar sein. Es spielt keine Rolle, ob es sich um einen Aktien-Token, einen wertbeständigen Token, der mit Wertpapieren unterlegt ist, oder ein anderes virtuelles Produkt auf der Basis von Wertpapieren handelt. Diese Produkte unterliegen den Wertpapiergesetzen und müssen im Rahmen unseres Wertpapiersystems funktionieren.“

Entsprechend fordert Gensler den Gesetzgeber auf, zu verhindern, dass Transaktionen, Produkte und Plattformen „durch die Maschen fallen“. Neben einer stärkeren Regulierung müssten für den Anlegerschutz insgesamt auch mehr Ressourcen bereitgestellt werden. Gesetzgeber und Regulierungsbehörden sollten dem Krypto-Handel und seiner Leihe sowie der Peer-to-Peer-Finanzplattform Defi, die traditionelle Banken in ihrem Handelsmechanismus umgehe, Priorität einräumen. Dabei stellte Gensler klar, dass das Gesagte lediglich seine persönliche Meinung sei und keine offizielle Linie der SEC beschreibe.

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US-Regierung kritisch gegenüber Krypto

Für die Teilnehmer am Krypto-Markt ist damit klar, welche Richtung der erst seit April amtierende SEC-Chef einschlagen will, wenn man ihn lässt. Nach seinem Vortrag auf dem Security-Forum legte Gensler bei Twitter noch einmal öffentlich nach:

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„Um es klar zu sagen, ich denke, die SEC sollte technologieneutral sein, aber eine Sache, bei der wir nicht neutral sind, ist der Anlegerschutz.“

Auch das US-Finanzministerium unter Janet Yellen hatte sich im laufenden Jahr immer wieder für eine stärkere Regulierung von Kryptowährungen ausgesprochen. Dabei verwendete Yellen weitgehend die Formulierungen, die nun auch Gensler verwendete. So sprach sie in einer Anhörung vor dem Kongress davon, dass Kryptowährungen „zur Finanzierung von Terrorismus, für Geldwäsche sowie zur Unterstützung schädlicher Aktivitäten, die die nationale Sicherheit der USA und die Integrität des Finanzsystems bedrohen, genutzt werden können“. Dem müsse begegnet werden.

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