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Chef-Studie: Mehr Zeit für Mitarbeiter senkt Kündigungsrate, aber der Umsatz steigt nicht

Wenn Supermarktchefs mehr Zeit für ihre Mitarbeiter aufbringen, sinkt zwar die Kündigungsrate deutlich, beim Umsatz geht es aber nicht bergauf. Möglicher Grund: weniger Zeit für die Kunden.

2 Min.
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Mitarbeiter im Supermarkt: Mehr Kommunikation senkt die Kündigungsrate. (Foto: EvaL Miko / Shutterstock.com)

Im Einzelhandel gibt es oft eine hohe Fluktuation und einen Mangel an Auszubildenden. Wenig förderlich für Image und Motivation ist zudem die schlechte Bezahlung. Diese Annahmen hat zumindest ein Forschungsprojekt der Universitäten Köln und Bonn, Frankfurt und Konstanz an den Ausgangspunkt seiner Untersuchungen gestellt. Letztlich ging es darum, herauszufinden, wie die Kommunikation von Managern sich auf die Kündigungsrate auswirkt.

Wissenschaftler untersuchen Chef-Kommunikation

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Über einen Zeitraum von 16 Monaten untersuchten die Wissenschaftler die Entwicklung der Kündigungsraten in den Filialen einer nicht namentlich genannten baltischen Supermarktkette. Zu Beginn hatte der CEO des Konzerns die Hälfte seiner Filialleiter schriftlich dazu aufgerufen, „alles in ihrer Macht Stehende zu tun“, um die Fluktuation an ihrem Standort zu senken. Dabei sollten sie sich auch besser um die Mitarbeiter kümmern.

Anschließend verbrachten die Filialleiter von 119 der insgesamt 238 Geschäfte mehr Zeit mit ihren Angestellten. Dabei soll es um etwa 20 Minuten pro Tag gegangen sein. In der anderen Hälfte der Niederlassungen der Supermarktkette veränderte sich derweil nichts. Das Ergebnis: Die regelmäßig von Filialleitern kontaktierten Mitarbeiter kündigten seltener. Die Fluktuationsrate sank um bis zu 25 Prozent.

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Kleiner Eingriff, große Wirkung

Nach neun Monaten erinnerte der CEO die Filialleiter erneut an das Ziel. Erneut sanken die Kündigungsraten in einem ähnlichen Umfang, wie die Uni Köln mitteilte. Diese Senkung war laut der Studie allein durch einfache Kommunikation von Management und Filialleitungen zu den Mitarbeitern möglich. „Wir waren überrascht, wie groß der Effekt dieses relativ simplen Eingriffes ist“, sagte Matthias Heinz, Professor bei Econtribute und der Universität zu Köln.

Allerdings gab es trotz geänderter Kommunikationsstrategie und der gesunkenen Kündigungsraten keine positiven Auswirkungen auf den Umsatz. Den Wissenschaftlern zufolge könnte das daran liegen, dass die intensivere Interaktion der Filialleiter zulasten der Kommunikation mit den Kunden geht. Wichtig, so das Ergebnis des Forschungsprojekts, sei unter dem Strich jedenfalls die Wahl des passenden Managements. Auch ein möglicherweise unkommunikativer, schlechter Führungsstil einiger Manager könne durch eine Aufforderung aus der Chefetage positiv beeinflusst werden.

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