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Betrug mit Kuchen-Spendeaktion: Behörde ermittelt gegen Influencerin Ferragni

Mit Kuchen wollte die italienische Influencerin Chiara Ferragni eigentlich Spenden für ein Kinderkrankenhaus sammeln. Die kamen allerdings nie an – laut Ferragni ist alles ein Missverständnis.

2 Min. Lesezeit
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Chiara Ferragni ist seit 2023 mit ihrer Familie in einer eigenen Reality-Show zu sehen. (Foto: Andrea Raffin / Shutterstock)


Zu Weihnachten hatte sich die Influencerin Chiara Ferragni eine Aktion überlegt: Mit Kuchen sollten Spenden für eine Kinderkrebsstation gesammelt werden. Zwar wurde der Kuchen verkauft, allerdings soll sich Ferragni dabei selbst bereichert haben – bei der Kinderkrebsstation kam von dein Einnahmen außerdem nichts an. Daher ermittelt seit dem 8. Januar die italienische Staatsanwaltschaft gegen die Influencerin.

Kartellbehörde verhängt mehr als 1 Million Euro Bußgeld

Sie wurde bereits kurz vor Weihnachten von der italienischen Kartellbehörde zu mehr als einer Millionen Euro Bußgeld verurteilt. Außerdem wurde auch der beteiligte Kuchenhersteller Balocco zu einer Strafzahlung in Höhe von mehreren hunderttausend Euro verurteilt. Er habe bereits Monate vor der Aktion Geld an das Krankenhaus Regina Margherita überwiesen, auf der sich die Kinderstation befindet. Das berichtet der Spiegel.

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Neben den behördlichen Problemen sind der Influencerin in Folge des Weihnachts-Kuchenfalls auch Werbepartner abhandengekommen. Coca Cola hat sich bereits von ihr distanziert.

Entschuldigungsvideo bei Instagram

Ferragni selbst schwieg erst mehrere Tage, bevor sie nach Weihnachten ein Entschuldigungsvideo auf ihrem Instagram-Kanal geteilt hat. In dem Video wirkt sie teilweise den Tränen nahe. Sie entschuldigt sich zwar, allerdings sieht sie das Ganze eher als missverständliche Kommunikation: Kommerzielle und karitative Tätigkeit habe sie wohl nicht eindeutig genug getrennt.

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Eine Million Euro habe sie an das Krankenhaus Regina Margherita gespendet – dort befindet sich auch die Kinderstation, an die das Geld der Kuchen-Aktion ursprünglich gehen sollte. Gleichzeitig wolle sie die Entscheidung der AGCM, der Kartellbehörde, anfechten. Sie sei „unverhältnismäßig und ungerecht“.

Kritische Kommentare als Reaktion

Die Reaktionen in den Kommentaren zeigen, wie wenig die Zuschauer:innen dieser Auftritt beeindruckt. Kritik wird etwa daran geübt, mit Familienbildern ihr Image aufpolieren zu wollen. Die Influencerin postet auch in dieser Zeit weiter aus ihrem Alltag, ihre Kinder zeigt sie schon lange regelmäßig.

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Außerdem scheint Ferragni den Kuchen-Skandal nicht mit ihrer internationalen Followerschaft teilen zu wollen. Während sie unter anderen Posts auch in Englisch kommuniziert, hat das Entschuldigungsvideo lediglich einen italienischen Text.

Was bedeutet das für das Influencer:innen-Marketing?

Für das Influencer:innen-Marketing ist der Fall spannend, da Ferragni eine derjenigen ist, die damals diese Werbemöglichkeit mitaufgebaut haben. Fast 30 Millionen internationalen Follower:innen schauen sich ihre Beiträge an. Ferragni hat selbst eine Modemarke aufgebaut, jüngst ging eine Werbekampagne mit BMW an den Start.

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Ihr Kuchen-Skandal zeigt, wie wichtig das Vertrauen bei dieser Art des Marketings ist. Gleichzeitig wird auch deutlich: Marken müssen nicht mehr auf die reichweitenstarken Personen angewiesen sein. Immer mehr geht der Trend zu kleineren Influencer:innen. Direkt zu Beginn des neuen Jahres wird somit deutlich: Wer auf Social-Media-Plattformen kommuniziert und auf Influencer:innen-Marketing setzt, muss umso genauer auf die Genauigkeit seiner Aussagen achten.

Dieser Artikel wurde mit dpa-Material erstellt.

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