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Neue Art der Bestattung: China bietet digitale Grabstätte und virtuelle Beerdigungen

In Peking werden jetzt vertikale Friedhöfe mit digitalen Grabsteinen eingeführt, während Shanghai virtuelle Beerdigungen in digitalen Mausoleen anbietet. Innovative Ansätze, die nicht nur Platz sparen, sondern auch eine ganz neue Art der Trauerbewältigung ermöglichen.

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Wird so bald ein digitaler Grabstein aussehen? In China gibt es bereits vertikale Friedhöfe mit Digitaldisplays. (Bild: Midjourney)

Der rasante technologische Fortschritt und die anhaltenden Platzprobleme in städtischen Gebieten treiben China dazu, innovative Lösungen im Bereich der Bestattungskultur zu finden.

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Laut Bloomberg gibt es in Peking jetzt vertikale Friedhöfe, die von Jiuli Digital Technology in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung angeboten werden. Hier werden Verstorbene nach ihrer Einäscherung in einer Art Schließfach gelagert. Anstelle eines traditionellen Grabsteins zeigen Displays Bilder und Videos des Verstorbenen.

Ein weiterer Anreiz für diese Neuerung ist der Plan der Stadt, den Platz, der in Peking von Friedhöfen eingenommen wird, bis 2035 um 70 Prozent zu reduzieren.

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Digitale Grabstätte bringt weitere Vorteile

Neben der Lösung des Platzmangels bieten diese digitalen Grabstätten auch erhebliche wirtschaftliche Vorteile. Eine Beerdigung in solch einem modernen Friedhof kostet im Durchschnitt 56.000 Yuan (umgerechnet rund 7.000 Euro), was nur etwa einem Drittel der Kosten einer herkömmlichen Beerdigung in China entspricht.

Die Attraktivität dieses Angebots ist unbestreitbar. Seit Beginn des Jahres hat Jiuli Digital bereits 500 dieser digitalen Grabstätten verkauft, wobei insgesamt 7.000 Plätze zur Verfügung stehen.

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Digitale Beerdigungen: Ein Schritt in die Zukunft

Doch die Innovation hört hier nicht auf. In Shanghai geht das Unternehmen Fu Shou Yuan noch einen Schritt weiter. Es bietet ein digitales Mausoleum, in dem virtuelle Beerdigungen durchgeführt werden können.

Dank der Digital-Twin-Technologie von Unity können physische Umgebungen in der digitalen Welt nachgebildet werden. Das ermöglicht es, eine maßgeschneiderte Umgebung mit Bildern, Sound-Dateien und mehr für den Verstorbenen zu schaffen.

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Erstaunlicherweise kann sogar ein digitaler Zwilling des Verstorbenen kreiert werden, der in Aussehen und Sprache dem echten Menschen ähnelt. Für diejenigen, die ihre geliebten Haustiere im Jenseits nicht vermissen möchten, besteht auch die Möglichkeit, virtuelle Haustiere in dieser digitalen Welt zu haben.

Ein wachsender Trend?

Die Zukunft der Beerdigungskultur in China nimmt also eine spannende digitale Wendung. Die innovativen Ansätze, die in Städten wie Peking und Shanghai zu sehen sind, könnten nicht nur die Art und Weise, wie wir uns an unsere Lieben erinnern, verändern, sondern auch den Umgang mit städtischem Platzmangel und den hohen Kosten traditioneller Beerdigungen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Trends entwickeln und ob sie auch in anderen Teilen der Welt Anklang finden werden.

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