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China will Softwarevorreiter werden – und setzt auf Open Source

China will auch im Softwarebereich international mitspielen. Deshalb hat das zuständige Ministerium jetzt einen Fünfjahresplan vorgestellt – darin spielt Open Source eine zentrale Rolle.

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China will mehr in Open-Source-Software investieren. (Foto: ESB Professional/Shutterstock)

Im Bereich elektronischer Endgeräte und der Infrastruktur stehen chinesische Unternehmen im internationalen Vergleich ganz gut da – der Smartphone-Hersteller Xiaomi ist beispielsweise der weltweit drittgrößte nach Samsung und Apple. Wenn es jedoch um Software geht, sieht es deutlicher schlechter aus für China. Das soll sich ändern.

Open Source soll wichtiger Baustein im chinesischen Softwaregeschäft werden

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Wie das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) am 30. November 2021 bekannt gegeben hat, soll Chinas Softwareindustrie einen ordentlichen Boost bekommen. Im Rahmen eines Fünfjahresplans soll dabei besonderer Fokus auf Foss – Free/Libre Open Source Software – gelegt werden.

Man könne sagen, „dass Software die Zukunft der Welt definiert und Open Source die Zukunft der Software bestimmt“, heißt es in dem Dokument, das wir zu Auswertungszwecken mit Google übersetzt haben. Auch wenn es bereits „bemerkenswerte“ Open-Source-Projekte wie Openharmony – die quelloffene Version von Huaweis Harmony-Smartphone-OS – gebe, stecke das chinesische Open-Source-Ökosystem doch noch „in den Kinderschuhen“. Es mangele nicht zuletzt an einer Entwicklungsgrundlage, ausreichender Kontrolle der zugrundeliegenden Technologien, einer starken Open-Source-Kultur und der Unterstützung vonseiten der Politik.

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Wie China sein Softwaregeschäft ankurbeln will

Es gelte nun, ein Verständnis für den Wert von Softwareprodukten zu schaffen, kompetente Softwareentwickler:innen auszubilden und den „Schutz der Rechte des geistigen Eigentums“ weiter zu stärken.

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Konkret will das chinesische Ministerium dazu mehrere Maßnahmen ergreifen. Die gliedern sich in „5 Hauptaufgaben, 8 Sonderaktionen und 5 Sicherungsmaßnahmen“. Dazu gehören die Etablierung einer stabilen Software-Lieferkette, Innovationsfähigkeit und industrielle Grundlagen. Dazu sollen „20 chinesische Softwareparks auf hohem Niveau“ und „2-3 Open-Source-Communities mit internationalem Einfluss“ aufgebaut werden.

Bis 2025 sollen dann mehr als eine Million „industrieller Apps“ entwickelt werden und der Umsatz im Softwaregeschäft eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von zwölf Prozent erreichen.

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Wie ist es aktuell um China und Open Source bestellt?

Seit September 2020 gibt es in China die Openatom Foundation, die sich als einzige Organisation mit Foss-Hardware und -Content beschäftigt. Sie unterstützt Open-Source-Projekte auch beim Management der IP-Adressen, in Copyright-Streitigkeiten und hilft bei der Beschaffung von Fördergeldern.

Neben Openharmony verwaltet die Organisation beispielsweise auch Openeuler, eine Linux-Version, die ebenfalls aus dem Hause Huawei stammt. Dass das Unternehmen „in die Riege der 100 besten Marken der Welt eingestiegen“ ist, wird in der MIIT-Erklärung lobend erwähnt – dass vonseiten der USA noch immer Sanktionen gegen Huawei bestehen, wird nicht thematisiert.

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