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Nach Aus von Coup: E-Roller-Anbieter Emmy will Geschäft stark ausbauen

Elektroroller von Emmy. (Bild: Emmy)

Nachdem Coup seinen Rückzug vom E-Scooter-Sharing-Markt angekündigt hat, will Konkurrent Emmy seinen Elektroroller-Bestand stark ausbauen. Mitte 2021 will das Unternehmen Gewinne einfahren.

Vor wenigen Tagen hatte die Bosch-Tochter Coup angekündigt, ihren E-Scooter-Sharing-Dienst in Berlin und Tübingen einzustellen. Mitte Dezember soll dann Schluss sein. 1.500 Mietroller bietet Coup derzeit allein in der deutschen Hauptstadt zum Verleih an. Als Grund für das Aus gab das Unternehmen fehlende Wirtschaftlichkeit an. Dabei ist der entsprechende Markt 2019 um rund 42 Prozent gewachsen, wie Spiegel Online berichtet. Die Zahl der Fahrzeuge stieg laut dem Anbieter Unu in Deutschland um 50 Prozent auf 4.200 Fahrzeuge. Von dem Coup-Aus könnte jetzt Konkurrent Emmy profitieren, wie die Berliner Zeitung berichtet.

Emmy bietet moderne E-Version der Schwalbe an

Der Berliner E-Roller-Vermieter bietet Kunden unter anderem eine elektrifizierte und modernisierte Version des DDR-Kultmotorrollers Schwalbe an. Aktuell sind Emmy-Gründer Valerian Seither zufolge allein in Berlin 800 der E-Schwalben im Einsatz. Insgesamt hat Emmy laut Angaben auf der Website über 2.000 Elektroroller auf der Straße. Neben der E-Schwalbe ist das das E-Roller-Modell Tuvi Torrot. Bis zur Sommersaison wolle sein Unternehmen den Bestand mindestens verdoppeln, sagte Seither dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Der Markt sei zwar herausfordernd, aber attraktiv und valide, so der Emmy-Chef, der von dem Coup-Rückzug doch einigermaßen überrascht worden sein dürfte. Er habe zwar registriert, dass die angekündigte Expansion der Bosch-Tochter ausgeblieben sei. „Aber dass es so schlecht um das Unternehmen steht, hätte ich nicht gedacht“, so Seither.

Beim eigenen Unternehmen achte er auf Wirtschaftlichkeit, erklärte Seither. Emmy wachse daher immer nur Stück für Stück. Dank der aktuell hohen Nachfrage rechnet der Startup-Gründer mit einem baldigen Erreichen der Wirtschaftlichkeit. Er hoffe, so Seither, dass Emmy in den nächsten 18 Monaten Gewinn machen könne.

Emmy nach Coup-Abgang fast allein auf dem Markt

Emmy ist mit seinen Elektrorollern nach dem Coup-Abgang laut Spiegel Online der letzte große verbliebene Sharing-Anbieter in Deutschland. Das Unternehmen ist in Berlin, Hamburg, München und Düsseldorf sowie der österreichischen Hauptstadt Wien unterwegs. In Hamburg musste Emmy allerdings zuletzt seine Roller von der Straße nehmen. Verantwortlich dafür war dem Unternehmen zufolge ein Brand in einer Lagerhalle, in der das Unternehmen die Akkus für seine Elektroroller lagert. Ab Anfang März 2020 soll es zurück auf die Straße gehen.

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