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Ruf beschädigt: Cyberpunk-2077-Macher laut Analysten jetzt Übernahmekandidat

Cyberpunk 2077. (Foto: Miguel Lagoa/Shutterstock)

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Der verpatzte Cyberpunk-2077-Launch hat dem dahinterstehenden Gamestudio CD Projekt Red schon viel Ärger eingehandelt. Analysten sehen die Firma jetzt als Übernahmekandidat an.

Cyberpunk 2077 hat seinen Machern bisher wenig Glück gebracht. Vor allem die Konsolenversion des im Vorfeld extrem gehypten Games enttäuschte Nutzer und Marktbeobachter mit teils massiven Bugs. Die Folge: Der in den vergangenen Monaten stark angestiegene Aktienkurs der Macher von CD Projekt Red brach ein, erste Investoren haben schon Klagen eingereicht. Analysten schlagen jetzt Alarm: Das polnische Gamestudio sei mittlerweile zu einem Übernahmekandidaten geworden.

Analysten: Aktieneinbruch nicht akzeptabel

Die Analysefirma DFC Intelligence erklärte dazu, dass der Aktieneinbruch um 50 Prozent im Dezember für ein Unternehmen, das ein Flaggschiff-Produkt wie Cyberpunk 2077 auf den Markt bringt, schlicht nicht akzeptabel sei. Dabei sei es nicht schwer gewesen, das Debakel der vergangenen Wochen zu verhindern. Dazu wären nur eine ordentliche Marketingabteilung und einige PR-Manager nötig gewesen, so die Analysten. CD Projekt Red hätte etwa zunächst nur die PC-Version auf den Markt bringen können.

Ebenfalls besser als der desaströse Launch wäre eine nochmalige Verschiebung gewesen. Andererseits hätte CD Projekt Red sogar mit einem unfertigen Produkt durchkommen können – wenn die Macher das besser kommuniziert hätten. Jetzt sei der Ruf des Unternehmens vorerst beschädigt und dem Gamestudio könne eine Übernahme drohen, so die Analysten. Die Marketingabteilung eines großen Konzerns hätte demzufolge in puncto Schaden für den Ruf des Unternehmens Wunder wirken können.

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Wer könnte CD Projekt Red übernehmen?

DFC Intelligence betont allerdings auch, dass eine Übernahme trotz des zuletzt stark gesunkenen Aktienkurses immer noch sehr teuer wäre. CD Projekt Red, das rund 500 Mitarbeiter hat, spiele von der Börsenbewertung her in einer Liga mit Branchengrößen wie Ubisoft und Zenimax. Microsoft, das vor dem Cyberpunk-2077-Launch als potenzieller Käufer gegolten haben soll, hatte im September schon Zenimax gekauft und dafür 7,5 Milliarden US-Dollar gezahlt. In ähnlichen Dimensionen wäre wohl auch ein Deal mit CD Projekt Red angesiedelt.

CD Projekt Red kommt wegen der Cyberpunk-2077-Entwicklung weiter nicht aus den Schlagzeilen. Einem Bericht der seriösen Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg zufolge sollen die Entwickler viel später als bisher angenommen mit der Arbeit an Cyberpunk 2077 begonnen haben. Das Projekt sei trotz massiver Überstunden nicht stemmbar gewesen. Zudem soll es sich bei der Demo auf der E3 2018 um ein eigens entwickeltes Fake gehandelt haben. Firmenchef Adam Badowski hat die Vorwürfe derweil zurückgewiesen. Zuvor hatte sich Mitgründer Marcin Iwinski schon per Youtube-Video bei der Gaming-Community entschuldigt.

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