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Stimmungsdaten zu Waffenbesitz und Abtreibung von 198 Millionen US-Wählern geleakt

Datenskandal: Persönliche Informationen von 61 Prozent der US-Wähler geleakt. (Foto: dpa)

Eine Sicherheitsunternehmen zufolge standen enorm private Informationen von US-Wählern zeitweise online. Die Verantwortlichen haben den Fehler bereits eingestanden.

Satte 1,1 Terabyte private Informationen von mehr als 198 Millionen US-Wählern lagen zeitweise ungesichert im Netz. Das sind Daten von etwa 61 Prozent der US-Bevölkerung. Darin enthalten: Namen, Adressen, Geburtsdaten, Telefonnummern, Religion, Ethnie sowie Stimmungsdaten der Wähler zu Themen wie Waffenbesitz, Stammzellenforschung und Abtreibung. Schon jetzt sprechen Sicherheitsexperten von einem der größten Privacy-Skandale des Jahres.

Daten lagen ohne Passwortschutz auf Amazon-Server

Deep Root Analytics stellte Datensammlung für den Trump-Wahlkampf zusammen. (Foto: Shutterstock / Joseph Sohm)

Entdeckt wurde die öffentlich zugängliche Datenbank von einem Sicherheitsforscher des Unternehmens Up Guard. Die Datensammlung zu verantworten hat Deep Root Analytics, ein Datenanalyse-Unternehmen, das vorrangig für die republikanische Partei tätig ist. Die Unternehmensleitung hat sich den Fehler bereits eingestanden. Der Datensatz lag ohne Passwortschutz auf einem öffentlich zugänglichen Amazon-Server. Ob auch andere Personen die Daten eingesehen haben, ist noch unklar.

Der Datensatz wirft mehrere Fragen auf: Etwa, ob und wenn ja, wo die Informationen genutzt wurden. Einige US-Bundesstaaten verbieten beispielsweise das Aufbereiten von Wählerdaten zu kommerziellen Zwecken. Experten merken zudem an, dass es bislang keine dermaßen umfangreiche Liste von US-Wählern gab. Deep Root Analytics hat für seine Dienste im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 rund 983.000 US-Dollar von der Republican National Convention (RNC) erhalten.

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via futurezone.at

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