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Delivery Hero will sich 1,5 Milliarden Euro besorgen – mit Wandelanleihen

Delivery Hero. (Foto: Delivery Hero)

Lesezeit: 2 Min.
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Der Essenslieferdienst Delivery Hero will sich über Wandelanleihen am Kapitalmarkt 1,5 Milliarden Euro an frischen Mitteln besorgen. Das Geld könnte auch in neue Übernahmen fließen.

Zum 1. April 2019 hatte Delivery Hero sein Deutschlandgeschäft (Foodora, Lieferheld, Pizza.de) an den niederländischen Rivalen Takeaway.com (Lieferando) verkauft und dabei fast eine Milliarde Euro eingestrichen. Jetzt könnte allerdings ein neuer Zukauf oder zumindest Investitionen im größeren Stil erfolgen. Denn Delivery Hero will sich über Wandelanleihen am Kapitalmarkt 1,5 Milliarden Euro an frischen Mitteln besorgen, wie das Unternehmen am Dienstag wissen ließ.

Delivery Hero: Zukauf angedacht

Der Analystin Sarah Simon von der Privatbank Berenberg zufolge deutet das auf mögliche verstärkte Investitionen oder das Wittern von neuen Zukauf-Chancen hin. Schließlich sei die Kriegskasse des Essenslieferdienstes mit Barmitteln von 2,8 Milliarden Euro zum Ende des ersten Quartals schon sehr gut gefüllt, so die Analystin laut Finanzen.net. Delivery Hero zufolge soll das frische Geld für „allgemeine Unternehmenszwecke“ verwendet werden. Allerdings hielt sich das Unternehmen offen, sich „möglicherweise bietende attraktive Investitionsmöglichkeiten“ nutzen zu wollen.

Konkret sollen die Wandelanleihen am oder um den 15. Juli herum begeben werden. Die Wandelschuldverschreibungen will Delivery Hero in zwei Tranchen zu je 750 Millionen Euro mit Laufzeiten bis 2025 beziehungsweise 2028 begeben. Der jährliche Zins soll zwischen 0,625 bis 1,125 Prozent beziehungsweise 1,25 bis 1,75 Prozent betragen. Ein Bezugsrecht für Aktionäre schloss das Unternehmen aus.

Dax-Aufstieg für Essenslieferdienst?

An der Börse gab es für die Pläne kaum Applaus. Zum Auftakt am Mittwochmorgen verloren die Delivery-Hero-Papiere rund zwei Prozent. Derzeit pendelt der Aktienkurs um die Marke von 100 Euro herum. Allerdings konnte Delivery Hero als Profiteur der Corona-Pandemie den Wert seiner Aktie in den vergangenen Monaten deutlich steigern. Mitte März war der Aktienkurs unter die 60-Euro-Marke gefallen. Dank des starken Anstiegs und dem Börsenwert von rund 20 Milliarden Euro könnte Delivery Hero schon im September in den Dax aufsteigen und dort den ins Strudeln geratenen Zahlungsdienstleister Wirecard ersetzen.

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Für das zweite Quartal meldete das Unternehmen vorab eine Verdopplung der Bestellungen – nach einem anfänglichen Einbruch im April. Der Gesamtwert der Verkäufe über die Plattform (GMV) kletterte gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 64 Prozent auf knapp 2,8 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr rechnet Delivery Hero bisher mit einem Umsatz von 2,4 bis 2,6 Milliarden Euro. Eine Anpassung dieser Prognose könnte Firmenchef Niklas Östberg Ende Juli bei der Veröffentlichung des Berichts zum zweiten Quartal vornehmen.

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