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Deloitte: Diese vier Schicksale könnten der Autoindustrie drohen

Totalschaden oder Gelegenheit zum Aufbruch? Die Autoindustrie muss ihre neue Rolle erst noch finden. (Foto: Shutterstock)

Ausgebremste Branche? Das Beratungsunternehmen Deloitte nennt „vier mögliche Funktionen der Automotive-Industrie im Jahr 2025“. Klar ist: Nicht alle sind für Hersteller und Zulieferer schmeichelhaft.

Dass die Autoindustrie sich in einem nie dagewesenen Umbruch befindet, ist hinlänglich bekannt. E-Mobilität und autonomes Fahren bedeuten für Fahrzeughersteller und Zulieferer zwar neue Chancen, aber eben auch eine erhebliche Umstellung. So dürften Bereiche wie Batterien, Sensoren und elektrische Antriebsmodule um zum Teil mehr als 1.000 Prozent wachsen, Getriebe und Auspuffsysteme hingegen um bis zu 36 Prozent nachlassen.

Das ist zumindest eines der Ergebnisse der Studie „The Future of the Automotive Value Chain: Supplier Industry Outlook 2025“ des Beratungsunternehmens Deloitte. Insbesondere interessant ist allerdings, dass sich die Studienautoren Gedanken darüber gemacht haben, wie genau sich die anstehenden Veränderungen auf die Branche der Autohersteller auswirken könnten.

„Potenzielle Rolle des Autos“ aufzeigen

Aufzeigen wollten sie vier unterschiedlichen Szenarien „zur potenziellen Rolle des Automobils im Jahr 2025 und einer detaillierten Modellierung von Marktvolumina in den Regionen Deutschland, China und Nafta“, wie es heißt. Grundsätzlich geht Deloitte davon aus, dass Komponenten für konventionelle Antriebssysteme, aber auch generell Produkte der stahl- oder gummiverarbeitenden Industrie bis zum Jahr 2025 im Gesamtvolumen „stark nachlassen“ werden.

In Euro und Cent bedeute dies: Während beispielsweise der Markt für Batterien und Brennstoffzellen von heute 5,5 Milliarden Euro – im besten Fall – auf über 81 Milliarden im Jahr 2025 wachsen dürfte, schrumpfe derjenige für Getriebe von jetzt 61 Milliarden auf – im schlechtesten Fall – nur noch 39 Milliarden in sieben Jahren. Das prognostiziert zumindest Nikolaus Helbig, Partner Strategy & Operations bei Deloitte.

Autoindustrie: vier Szenarien möglich

 Szenario 1: „Umfassender Daten- und Mobilitätsmanager“

Die vier möglichen Funktionen der Automotive-Industrie im Jahr 2025 seien die eines „umfassenden Daten- und Mobilitätsmanagers mit einer dominanten Stellung und einem starken E-Mobilitätssegment“, oder aber diejenige eines „Anbieters in einem technologisch eher stagnierenden Markt“, in dem die OEMs „aus einer defensiven Haltung heraus neue technologieaffine Wettbewerber abwehren konnten“, heißt es in der Studie.

In der dritten Variante würden Automobile zum „reinen Gebrauchsgegenstand ohne besonderen technischen Anspruch“ – Privatwagen seien hier „eher die Ausnahme“, Hightech spiele „eine untergeordnete Rolle“. Bei Möglichkeit vier schließlich hätten IT-Hersteller große Teile des Markts übernommen. Die OEMs würden lediglich noch „die Basis zur Verfügung stellen“, könnten sich dabei aber über besonders hochwertige „Plattformen“ differenzieren, wie es heißt.

Den Zulieferern komme je nach Szenario eine unterschiedliche Position zu: Sie, so schreiben die Studienautoren, könnten von einer Aufwertung als Partner der OEMs profitieren oder ihre bisherige Rolle beibehalten. Im Kontext des dritten Szenarios würden sie die „anonyme“ Massenmobilität durch ein entsprechendes Serviceportfolio unterstützen, zum Beispiel in Gestalt von Pricing-Modellen, die sich am konkreten Gebrauch orientieren.

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