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„Stellar“: Stripe baut eine Mainstream-taugliche Bitcoin-Alternative

So sieht Stellar in der Theorie aus: Zwei Parteien tauschen über einen Gateway einen Geldbetrag in zwei unterschiedlichen Währungen aus. (Bild: Stellar Foundation)

Das dezentralisierte Protokoll des Payment-Startups lässt Geld in unterschiedlichen Währungen senden und empfangen. Hinter der „Stellar Foundation“ steckt der Gründer der Bitcoin-Plattform Mt. Gox.

Geldtransfer in unterschiedlichen Währungen

Stellar“ heißt eine neue Entwicklung für den virtuellen Geldtransfer. Dahinter steckt Stripe, ein Anbieter von Payment-Lösungen für Online-Shops. Mit dem dezentralisierten Protokoll lässt Stellar Geld in unterschiedlichen Währungen senden und empfangen. Der Sender kann in seiner Währung den Wert des Betrags über Stellar ausschicken, der Empfänger wählt dann aus, in welcher Währung er den Betrag auf sein Konto auszahlen lässt.

Der Austausch kann einerseits direkt über zwei Personen passieren oder über sogenannte Gateways, ein Konto, das im Prozess zwischengeschaltet ist und dem Empfänger den Wert garantiert. Als offenes Netzwerk lässt Stellar jeden Nutzer Gateways eröffnen.

So sieht Stellar in der Theorie aus: Zwei Parteien tauschen über einen Gateway einen Geldbetrag in zwei unterschiedlichen Währungen aus. (Bild: Stellar Foundation)

So sieht Stellar in der Theorie aus: Zwei Parteien tauschen über einen Gateway einen Geldbetrag in zwei unterschiedlichen Währungen aus. (Bild: Stellar Foundation)

Die neue Bezahltechnologie verfügt auch über eine eigene Währung, den „Stellar“. Diesen gibt das Unternehmen vorerst kostenlos aus, um das Projekt voranzutreiben. Die eigene Krypto-Währung steht für Stripe jedoch nicht im Fokus, vielmehr konzentrieren sich die Entwickler auf den währungsunabhängigen Geldtausch.

Mt.Gox-Gründer ist Initator der „Stellar Foundation“

Für die Entwicklung hat das Payment-Startup eine eigene Foundation eingerichtet, die eigenen Angaben zufolge als Non-Profit-Organisation arbeitet. Mitgründer der Organisation ist Jed McCaleb, Gründer die krisengebeutelte Bitcoin-Börse Mt.Gox. 100 Milliarden Stellars sollen im Umlauf gebracht werden. Davon fließen fünf Prozent in die Finanzierung der Foundation, 50 Prozent werden an diejenigen verteilt, die ein Stellar-Konto eröffnen. 25 Prozent reserviert Stellar für andere Non-Profits und weitere 20 Prozent des Zahlungsmittels gibt die Organisation an Besitzer der Krypto-Währungen Bitcoin und Ripple aus.

Die Betreiber erhoffen sich, dass Stellar als Zahlungsoption von Entwicklern aus aller Welt angenommen wird. Dazu veröffentlicht die Foundation den Source Code des Protokolls und stellt eine API zur Verfügung. Mit „Stellar“ will die Foundation, den dezentralen Geldtransfer vereinfachen und im Mainstream etablieren – etwas, was die bekannteste Krypto-Währung Bitcoin bisher nicht geschafft hat.

via www.stellar.org

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Ein Kommentar
Filippo
Filippo

Das scheint interessant zu werden. Und natürlich könnte Bitcoin auch eine der angeschlossenen Währungen sein. Wichtig ist ja zunächst dass ein Wertaufbewahrungsmittel existiert welches außerhalb der Kontrolle von staaten liegt (also z.B. Kryptowährungen) und weiterhin wein weg, kostengünstig von Mensch zu Mensch zu transferieren.
Ironie der Geschichte: Trotzdem alle etablierten Lobbygruppen Schritte gegen Bitcoin unternommen haben wächst einfach nun die nächste Alternative in noch viel größerer funktionaler Nähe zum alten System heran.
Mit der Zeit wird das sicherlich noch zusammenwachsen und sich Diversifizieren.

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