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DHDL-Staffelfinale: Die Jury rät Kollege Dümmel ab, was geschah noch?

Die Sektkorken knallten und das Konfetti flog – wir haben die Pitches im DHDL-Staffelfinale samt Twitter-Reaktionen für euch zusammengefasst. Ein Projekt sorgte dabei besonders für Begeisterung, bekam aber keinen Deal – bei einem anderen Gründerteam war es quasi umgekehrt.

5 Min. Lesezeit
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Die Startups präsentierten ihre Geschäftsideen – und Investor Nico Rosberg seine eingeseiften Hände. ( Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer)

Diesmal feierten die Löwen bei Vox gleich doppelt. Die gestrige Sendung war nicht nur das Staffelfinale, sondern auch die insgesamt 100. Folge des Formats. Dementsprechend startete das erste Unternehmen direkt mit einem Party-Gadget.

Saatgutkonfetti: Abbaubares Konfetti mit Blumensamen

Zur 100. Folge gab es für die Löwen einen Konfetti-Regen – gefolgt von eisernen Verhandlungen. (Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer)

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Partyspaß ohne Umweltbelastung? Christoph Trimborn, Katia Filippenko und Philip Weyer entwickelten als Antwort auf diese Frage eine ökologisch abbaubare Alternative zu Papier- und Plastikkonfetti. Die Grundlage bilden Maisstärke und natürliche Färbemittel, eingearbeitet sind außerdem verschiedene Blumensamen, die nach dem Ausstreuen für mehr Biodiversität auf Grünflächen oder am Wegesrand sorgen sollen. Das Kasseler Trio will nun seine Produktion, Vertrieb und Marketing weiter ausbauen, und sucht dafür Löwen-Unterstützung.

Die Jury-Mitglieder sind aber eher schwer zu überzeugen: Konfetti würde überwiegend auf eher weniger pflanzengeeignete Böden (Asphalt, Innenräume et cetera) fallen, und wenn es doch mal auf fruchtbarem Boden lande, dann sei der Wildwuchs doch bestimmt auch nicht überall erwünscht, so die Einwände. Außerdem ist die angepeilte Investitionssumme nur ein kleiner Teil der Kosten, die im Wachstumskurs auf das Unternehmen zukommen würden. Zudem stimmt das zwischenmenschliche scheinbar bei einigen Juroren nicht wirklich – und auch die Twitter-Community kann sich nicht sonderlich für das Trio begeistern.

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Diesen Deal will das Gründerteam: 

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  • 200.000 Euro für zehn Prozent der Unternehmensanteile

Deal? Jein. Die Verhandlungen laufen zäh. Alle Löwen lehnen den Deal ab – bis auf Ralf Dümmel. Der fordert zunächst 20 Prozent der Anteile. Die Gründer erwidern mit einem Gegenangebot, sie wollen maximal zwölf Prozent abgeben. Unverständnis bei Dümmel, er kontert mit einem 15-Prozent-Angebot. Das Team berät sich daraufhin so lange, dass Teile der Löwenjury schon unwirsch werden und Dümmel vom Deal abraten, schließlich bieten die Gründer zehn Prozent sofort, fünf weitere nach einem Jahr, wenn die gesteckten Ziele erreicht werden. Diesen Deal geht Dümmel ein – auf Twitter verkündet er allerdings im Nachhinein, dass man weiter verhandle.

Dewok: Alternative zu Raclette und Fondue?

Beim Pitch von Dewok können sich die Löwen über eine kleine Kocheinlage freuen. (Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer)

Bei einem China-Aufenthalt zur Weihnachtszeit wurde Ingenieur Steve Müller von einem Freund dazu inspiriert, sich eine alternative zu Raclette und Fondue auszudenken. Er entwickelte Dewok, ein transportables Set für zwei oder vier Personen, das mit Wokpfännchen und Sicherheitsbrenner ausgestattet ist. Dabei werden unter anderem Naturstein, Edelstahl und Massivholz verarbeitet. Das macht die Sets hochwertig, aber auch schwer und nicht allzu günstig. Müller selbst ist mit dem Business am Ende seiner Kapazitäten angelangt, jetzt braucht es strategische Unterstützung.

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Zur Verstärkung hat der Kölner Gründer den befreundeten Sterne-Koch Christian Lohse mitgebracht, der für die Jury eine Wokpfanne zubereitet – und nicht nur die, sondern auch Müllers Konzept schmeckt den Löwen.

Diesen Deal will der Gründer: 

  • 100.000 Euro für 12,5 Prozent der Unternehmensanteile

Deal? Ja. Der Erfinder erhält zwei Angebote: Dagmar Wöhrl und Judith Williams wollen zusammen 20 Prozent für 100.000 Euro, Ralf Dümmel würde für 20 Prozent ebenfalls einen Deal eingehen. Müller überlegt kurz und entscheidet sich dann für Dümmel – der jubelnd vom Stuhl aufspringt.

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Talking Hands: Gebärden lernen per Daumenkino

Maria Möller (links) und Laura Mohn zeigen ihre Idee, wie Kinder zukünftig Gebärdensprache lernen sollen. (Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer)

Das altbewährte Konzept des Daumenkinos wollen Maria Möller und Laura Mohn nutzen, um Kindern Gebärden beizubringen. Anhand kleiner Büchlein, die beim schnellen Durchblättern eine Bewegung zum Leben erwecken, sollen schon die Jüngsten essenzielle Wörter lernen, die den Austausch abseits der Lautsprache ermöglichen. Kinder mit Kommunikationseinschränkungen könnten so von Anfang an besser integriert werden – deswegen wollen die Gründerinnen ihre Booklet-Sets mit über 100 verbildlichten Wörtern vor allem in Bildungseinrichtungen wie beispielsweise Kindergärten bringen.

Diesen Deal wollen die Gründerinnen: 

  • 100.000 Euro für 15 Prozent der Unternehmensanteile

Deal? Nein. Die Löwen sind vom Konzept und dem Engagement der beiden jungen Frauen begeistert, sehen in Talking Hands für sich jedoch keinen Investment-Case. Geld gibt es trotzdem: Dagmar Wöhrl, Judith Williams, Carsten Maschmeyer und Georg Kofler versprechen Spenden in Höhe von jeweils 10.ooo Euro.

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Colorsafe: Händewaschen mit Farbeffekt

Die eingefärbte Seife von Colorsafe soll zeigen, wo sich Löwe Nico Rosberg die Hände nicht ordentlich eingeseift hat. (Foto: RTL/ Bernd-Michael Maurer)

Katrin Klein bemerkte im ersten Lockdown der Corona-Pandemie, dass gründliches Händewaschen gerade mit Kindern gar nicht so einfach ist. Also entwickelte sie – nach einigen Stunden Chemienachhilfe – eine blau schäumende Seife, die dafür sorgen soll, dass zunächst nicht eingeseifte und später nicht gründlich abgewaschene Hautstellen gut erkennbar sind. Zum Zeitpunkt der Sendungsaufzeichnung ist „Die Blaue“ allerdings noch relativ teuer für eine Seife, dementsprechend will die Gründerin mithilfe eines Investments die Produktion steigern und so den Preis senken.

Diesen Deal will die Gründerin: 

  • 100.000 Euro für zehn Prozent der Unternehmensanteile

Deal? Ja. Ralf Dümmel und Georg Kogler bieten im Doppelpack 150.ooo Euro für 30 Prozent, Nils Glagau würde 120.000 Euro für 24 Prozent investieren. Klein berät sich mit ihrem Cousin, der auch ein Teil des Unternehmens ist, und entscheidet sich schließlich für Glagau –„ich sehe mich halt mehr in den Apotheken als im Homeshopping.”

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Grundriss in Lebensgröße

Damit sich Kund:innen das Innenleben einer noch nicht gebauten Immobilie besser vorstellen können, verwandeln Maximilian Mühlegg (links), Gissou Ataee und Lucas Nummer Grundrisse in 3D-Projektionen. (Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer)

Immer wieder erlebten Gissou Ataee und Lucas Nummer bei ihrer Arbeit als Immobilienmakler:innen, dass beim Kauf und der Planung von Neubauten gerade auf der Kundenseite viel Vorstellungsvermögen vonnöten ist. Ein reiner Grundriss auf Papier sei für viele Menschen zu abstrakt – also installierte das Paar in einer Fabrikhalle mehrere Beamer, um die Zeichnung in Lebensgröße erlebbar zu machen, hinzu kommen dann Pappmöbel und Wände. So sollen Fehler beim Bau vermieden werden, die später für teure Umbauten sorgen würden. Gemeinsam mit Mitarbeiter Max pitchen sie ihre Idee in der Höhle der Löwen, um ihr Konzept künftig deutschlandweit und mit einem deutlich größeren Team anbieten zu können. Dabei muss es auch „spirituell“ passen, so Nummer.

Diesen Deal will das Gründerteam: 

  • 300.000 Euro für 20 Prozent der Unternehmensanteile

Deal? Ja. Zwei Löwen-Duos bieten: Carsten Maschmeyer und Judith Williams fordern 25,1 Prozent der Anteile für 300.000 Euro, Dagmar Wöhrl und Nils Glagau wollen für das gleiche Investment 30 Prozent. Die Gründer sind überwältigt, Nummer bleibt fast die Luft weg, als er die Entscheidung für Maschmeyer und Williams verkündet.

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