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Gar nicht so schick: Die hässlichsten und skurrilsten Handys und Smartphones aller Zeiten

Das Mobiltelefon feiert 40. Geburtstag! Grund genug, auf eine kleine Zeitreise zu gehen. Wir haben uns für euch umgesehen und einige der markantesten, hässlichsten und unpraktischsten Smartphones und Handys zusammengetragen.

4 Min.
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(Bild: Shutterstock)

Ein 800 Gramm schwerer Technikklotz für 4.000 Dollar, 33 Zentimeter hoch, 8,9 Zentimeter breit und 4,5 Zentimer dick: Mit dem Dynatac 8000X hat die us-amerikanische Kommunikationsbehörde FCC vor 40 Jahren das erste Mobiltelefon zugelassen.

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Mit der Zeit wurden die Mobiltelefon handlicher und günstiger, irgendwann übernahm das Smartphone das Zepter. Auf dem Weg dahin gab es allerdings immer wieder das ein oder andere ganz besondere Modell – wir haben für euch Perlen der Mobiltelefon-Evolution gesammelt.

Nokia 7600: Kompaktes Handy – Einhandbedienung unmöglich

Nokias 7600 war schon besonders... (Bild: Nokia)

Nokias Handy mit der eingängigen Bezeichnung 7600: Interessant aber unpraktsich. (Bild: Nokia)

Nokia 7600. (Bild: Nokia)

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Nokia, einst Branchenführer im Handysektor, jetzt in Sachen Hardware zu Microsoft gehörend, hatte zu seinen besten Zeiten mutige Designexperimente auf den Markt gebracht. Eines von ihnen, das zu den markanteren gehörte und auf den Fashion-Markt abzielte, ist das Nokia 7600, das 2003 das Licht der Welt erblickte. Aufgrund seines tropfenförmigen Designs konnte man es kaum richtig in der Hand halten – die Einhandbedienung glich einer Herausforderung – aber hey: Hauptsache (irgendwie) schick.

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Nokia 3650: Ein Epiliergerät zum Telefonieren

Das Nokia 3650 sah auxh „besonders“. (Bild: Nokia)

Das Nokia 3650 sah schon „besonders“ aus. (Bild: Nokia)

Wählscheiben-Telefon meets Handy. Das auf der CeBIT 2003 vorgestellte Nokia 3650 basierte auf Symbian S60 Series, das Nokia einst zusammen mit anderen Herstellern wie Ericsson und Motorola zusammen entwickelte und irgendwann damit allein auf weiter Flur stand. Weshalb das Gerät damals mit einem iF Design Award ausgezeichnet wurde, versteht heutzutage wohl niemand mehr.

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Das „Taco Phone“: Nokia N-Gage 2003

Mit dem Nokia N-Gage in der Öffentlichkeit zu telefonieren glich einer Mutprobe. (Bild Nokia)

Mit dem Nokia N-Gage in der Öffentlichkeit zu telefonieren glich einer Mutprobe. (Bild Nokia)

Nokias erstes Gaming-Phone war das N-Gage, das 2003 in den Handel kam. Wegen seiner Form und des Handlings wurde es auch als „Taco Phone“ bezeichnet. Das Handy sollte man im Querformat bedienen, sodass es auch – oder in erster Linie – zum Zocken genutzt werden konnte. Nutze man es zum Telefonieren, wurde man von vielen Seiten verwundert angesehen, denn Lautsprecher und Ohrmuschel saßen auf der schmalen Seite, sodass man es vertikal im 90-Grad-Winkel ans Ohr halten musste. Das Meme „Sidetalking“ war geboren.

Sidetalking. (Foto: sidetalkin.com)

Das N-Gage sah aus wie ein Taco, zum Telefonieren musste man es seitlich halten. (Foto: sidetalkin.com)

Nokia 7280: Lippenstift zum Telefonieren

Irgendwie schön, aber unpraktisch Nokias 7280. (Bild: Nokia)

Irgendwie schön, aber unpraktisch Nokias 7280. (Bild: Nokia)

Schon wider Nokia: Ist es ein Telefon oder ist ein ein Lippenstift? Beim Modell 7280 war Nokia sich wohl nicht ganz so sicher, scheint es. Denn das Gerät sah irgendwie aus wie ein Lippenstift, schminken konnte man sich aber nicht damit. Das Telefonieren oder Schreiben von SMS-Nachrichten (WhatsApp gab es noch nicht. Wirklich!) war indes auch nicht sonderlich leicht damit, da das 7280 keinen Ziffernblock besaß. Stattdessen hatte es ein Rad an Bord, mit dem ihr eure Kontakte auf dem TFT-Display auswählen konntet. Das Eingeben einer Telefonnummer war auch keine Freude. Touchscreen? Fehlanzeige, kein Wunder, denn es stammt von 2004.

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Siemens Xelibri 6: Puder- oder Pillendose?

Siemens wollte damals auch etwas Besonderes bauen. (Bild: Siemens)

Siemens wollte damals auch etwas Besonderes bauen. (Bild: Siemens)

Aber nicht nur Nokia hatte ein gutes Händchen, hässliche besondere Handys zu entwerfen. Siemens beherrschte diese Kunst auch zur Perfektion, wie man am „Design-Handy“ Siemens Xelibri 6 gut erkennen kann.

Die Nummer „6“ war allerdings nur eines der Xelibri-Design-Serie. Die anderen Modelle waren genauso „gewagt“.

Toshiba G450: Zu viele Kreise und Rundungen

Das Toshiba (Bild: Toshiba)

Toshiba G450. (Bild: Toshiba)

Auch wenn das Toshiba G450 so aussieht als wäre es ein missglückter Prototyp – das Teil hat es tatsächlich auf den deutschen Markt geschafft. Das Handy mit seinen zwei Kreisen als Bedienelemente und dem Kreisrunden 96 x 39-Pixel-Display wurde 2008 zum Preis von 200 Euro feilgeboten. Immerhin: Man konnte es mit dem PC verbinden und als mobiles Modem verwenden.

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Bang & Olufsen Serene

Bang & Olufsen Serene. (Bild: B&O)

Bang & Olufsen Serene. (Bild: B&O)

Das Serene, das in Kooperation zwischen dem dänischen Audiospezialisten Bang & Olufsen und – haltet euch fest – Samsung entwickelt wurde, erinnert ein wenig an das Siemens Xelibri, nur irgendwie noch weniger ansehnlich. Das Klapp-Handy wurde 2005 vorgestellt und hat zum Marktstart stattliche 1.000 Euro gekostet. Zu den Besonderheiten des Phones gehören ein Motor, der das Gerät auseinanderklappt und eine Kamera, die nicht auf der Rückseite, sondern an der Seite angebracht war. Das Gerät stieß auf wenig Kundeninteresse, sodass die Produktion wieder eingestellt wurde.

Bang & Olufsen Serene. (Bild: B&O)

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Motorola Flipout: Drehwurm

Mutiges Design ohne Erfolg: Das Motorola Flip out. (Bild: Motorola)

Mutiges Design ohne Erfolg: Das Motorola Flipout. (Bild: Motorola)

Motorola befand sich zwischen dem legendären Milestone und den erfolgreicheren Modellen Moto X und G eine lange Weile in der Sinnkrise. Währenddessen kamen so illustre Geräte wie das Flipout aus den Designstudios des US-amerikanischen Herstellers, der mittlerweile zu Lenovo gehört. Das Flipout besitzt einerseits einen kuriosen Formfaktor, um das Gerät im vollen Umfang zu nutzen, muss das Keyboard rausgeschoben werden. Das Display ist für heutige Verhältnisse übrigens winzig: es besitzt eine Diagonale von nur 2,8 Zoll.

Vertu Signature Touch Sky Blue: Sündhaft teuer  aber schön?

Vertu Signature Touch Blue Sky. (Screenshot: Vertu)

Schön ist anders: Vertu Signature Touch Blue Sky. (Screenshot: Vertu)

Ein Weggucker der luxuriösen Art sind stets die Smartphones der Edelschmiede Vertu. Das „Signature Touch Sky Blue“ kostet beispielsweise schlanke 18.500 Euro und besitzt Elemente aus Kalbsleder und Rotgoldakzente. Immerhin setzt der Hersteller auf relativ aktuelle Hardware – wobei ein Snapdragon 801 schon fast drei Jahre auf dem Buckel hat und Android 5.1 Lollipop auch nicht mehr das aktuellste OS ist. Ein Blick auf das komplette Portfolio und die Gerätepreise lassen einen auf jeden Fall mit den Ohren schlackern.

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Kommentare (3)

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Horst Schneider

Das Bibi Phone von Bibis Beauty Palace.

Plopp

Der Snapdragon 810 ist keine drei, sondern ein Jahr alt.

Andreas Floemer

Da hat sich ein Zahlendreher eingeschlichen. Es war der 801er gemeint. Ist korrigiert.

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