Ratgeber

Diese 10 SEO-Erweiterungen für Google Chrome solltest du kennen

(Foto: FOXARTBOX / Shutterstock.com)

Google Chrome gehört mit 70 Prozent Marktanteil (Juli 2019) zu den beliebtesten Browsern weltweit. Neben der einfachen Bedienung und hohen Leistung bietet Chrome dank vieler Erweiterungen Raum für Personalisierung. Das macht den Browser auch für SEO sehr attraktiv.

Für die SEO-Analyse stehen jede Menge Erweiterungen zur Wahl. Folgende zehn Extensions erleichtern die Auswertung von Seiten enorm und gehören daher zu den beliebtesten SEO-Tools.

1. Redirect Path

Weiterleitungen sind ein wichtiger Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung. Redirect Path zeigt im Chrome-Browser in übersichtlicher Manier an, ob eine URL weitergeleitet wird oder nicht. Zudem zeigt Redirect Path Weiterleitungsketten an. Diese entstehen, wenn eine URL auf eine Seite weitergeleitet wird, für die ebenfalls eine Weiterleitung eingerichtet ist. Aus SEO-Sicht ist dies ein unnötiger Umweg, der durch eine direkte Weiterleitung auf die Zielseite vermieden werden kann.

Beispiel einer Weiterleitungskette. (Screenshot: Autor)

2. Link Redirect Trace

Aus SEO-Sicht sollten relevante Seiten zunächst erreichbar (zugänglich) sein, damit Nutzer und Suchmaschinen sie besuchen können. Ist eine Seite erreichbar, sollte geprüft werden, ob sie auch für die Indexierung durch die Suchmaschine zugelassen ist. Auskunft darüber gibt Link Redirect Trace. Neben dem Status-Code der besuchten URL liefert die Erweiterung Informationen über Canonical-Elemente, Meta-Robots und die robots.txt-Datei.

Beispiel einer URL, die erreichbar (200-Status-Code) und für die Indexierung zugelassen ist. (Screenshot: Autor)

Beispiel einer Seite, die einen Canonical aufweist. (Screenshot: Autor)

3. Seerobots

Sucht man lediglich Informationen über die Meta-Robots einer URL, kann man Seerobots verwenden. Durch diese Erweiterung erfahren wir auf einen Blick, welche Anweisungen die Seite an die Suchmaschine gibt. Ist das Logo der Erweiterung vollständig grün, ist die Seite für die Indexierung zugelassen („index, follow“). Bei einer halb-roten „Flagge“ kann entweder die Seite nicht indexiert werden („noindex, follow“) oder der Crawler kann den Links auf der Seite nicht folgen („index, nofollow“). Ist das Logo komplett rot, bedeutet dies, dass die Seite weder indexierbar ist, noch ihren Links gefolgt werden kann (solche Fälle kommen selten vor).

(Screenshot: Autor)

4. Hreflang-Tag-Checker

Gibt es mehrere Sprachversionen einer Seite, sollten diese über gepflegte und stimmige Hreflang-Tags verfügen. Damit wird sichergestellt, dass Nutzern aus verschiedenen Regionen die jeweils richtige Sprachversion der Seite ausgespielt wird. Dies kann mit dem Hreflang-Tag-Checker geprüft werden. Die Erweiterung liest die Hreflang-Tags der aufgerufenen Seite aus und crawlt die dort aufgeführten URL, um sicherzustellen, dass die Seite einen Rücklink von jeder Sprachversion erhält. Egal wie viele Sprachversionen eine Seite hat, muss jede URL auf die entsprechenden „Duplikate“ verweisen: Wenn Seite A auf die Seiten B und C verweist, muss B auf A und C verweisen. C muss wiederum auf A und B verweisen. Jede Seite muss zudem auf sich selbst verweisen.

Beispiel einer Seite, die in drei Sprachen angelegt ist. Jede Seite muss auf alle weiteren Sprachversionen und sich selbst verweisen. (Screenshot: Autor)

Beispiel stimmiger Hreflang-Tags. (Screenshot: Autor)

5. Lighthouse

Auch die Ladezeit einer Seite ist ein relevanter Ranking-Faktor, vor allem für Mobilgeräte. Sie sollte so niedrig wie möglich gehalten werden, um für eine hervorragende Usability zu sorgen. Der Lighthouse-Report bietet ausführliche Informationen über alle Aspekte, die die Ladezeit beeinflussen. Zudem bietet das Tool Handlungsempfehlungen für die Optimierung der Seiten-Performance.

Beispiel eines Lighthouse-Reports. (Screenshot: Autor)

6. Web Developer

Suchmaschinen sind auf Textinhalte angewiesen, um Seiten thematisch einzuordnen. Ist die Suchmaschine nicht in der Lage, den Keyword-Fokus einer Seite zu bestimmen, kann die Seite für relevante Suchbegriffe nicht gut ranken. Nicht nur die technische, sondern auch die inhaltliche Optimierung einer Seite ist daher wichtig, um bessere Rankings zu erzielen. Der Web Developer zeigt bestimmte Inhalte, die eigentlich nur im Quell-Code zu finden sind, direkt auf der Seite an und hilft damit, diese Elemente einfacher zu analysieren. Die Erweiterung bietet zahlreiche Features. Erwähnenswert sind sicherlich „Display Alt-Attribute“, wodurch die Alt-Tags jedes Bildes auf der Seite angezeigt werden, und „Outline Headings“, um alle als h-Tag gekennzeichneten Überschriften auf einen Blick zu sehen.

Auszug aus der Web-Developer-Erweiterung. (Screenshot: Autor)

7. SEO Meta in 1 Click

Eine weitere Browser-Erweiterung, die Textinhalte aus dem Quell-Code extrahiert, ist SEO Meta in 1 Click. Besonders bequem lassen sich hierdurch zum Beispiel Seitentitel und Meta-Descriptions analysieren.

SEO Meta in 1 Click. (Screenshot: Autor)

8. Link Checker by LRT

Crawler folgen Links, um sich im World Wide Web zu bewegen. Suchmaschinen sowie SEO legen daher großen Wert auf Links. Nicht nur Backlinks von anderen Domains, sondern auch interne Links sind für eine Seite wichtig. Der Link Checker von Linkresearchtool bietet eine Übersicht aller Links, die auf eine Seite verweisen und von ihr ausgehen. So können kaputte interne Links und andere Probleme schnell erkannt werden.

Beispiel für eine Link-Checker-Auswertung. (Screenshot: Autor)

9. Clear Cache

Zu guter Letzt sollte vor jeder SEO-Analyse sichergestellt werden, dass die eigenen Cache- und weitere Browsing-Daten gelöscht sind, um eine möglichst neutrale Analyse zu ermöglichen. Dank der Clear-Cache-Erweiterung kann dies mit einem Klick erledigt werden.

10. Google Tag Assistant

Um festzustellen, ob und welche Tags auf der besuchten Seite implementiert wurden, kann der Google Tag Assistant verwendet werden. Enthält eine Seite einen fehlerhaften Tag, wird dies sofort ersichtlich. Wichtig ist, auf „enable“ zu klicken, bevor man die Seite besucht, deren Tags analysiert werden sollen. So erhält man eine Übersicht aller Tags, die durch den Besuch oder durch die Interaktion mit der Seite ausgelöst wurden. Beim Klicken auf „record“ ist es zudem möglich, den Prozess aufzuzeichnen und zu prüfen, ob das Analytics-Tracking reibungslos funktioniert.

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3 Kommentare
Peter

Gute Zusammenstellung, wobei ich finde ewähnenswert ist, das diese Tools für die Konkurrenzanalyse fremder Seiten hilfreich sind.

Einige davon verwende ich selbst, praktischerweise habe ich eine eigene Version von Chrome nur für SEO / Development installiert. So nerven die Erweiterungen nicht im Alltag

Antworten
mag. michael gloggnitzer

sehr gute zusammenstellunge – herzlichen dank!!

Antworten
Dennis

Zu den Erweiterungen habe ich auch „OG Tag Debugger“ installiert. Dieses zeigt die Open Graph Informationen der besuchten Seite. Außerdem auch noch „uBlock“, was standardmäßig alle Tracking-Skripte blockt und meist auch Werbebanner ausblendet. Auf t3n ist die Erweiterung natürlich deaktiviert

Trotzdem gute Zusammenstellung!

Antworten

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