Ratgeber

Diese Business-Bücher solltest du 2020 lesen – von Führungskräften empfohlen

Business-Bücher 2020. (Foto: Shutterstock)

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Wir haben zwölf Führungskräfte gefragt, welche Business-Bücher sie unseren Lesern und Leserinnen empfehlen würden. Eine spannende Leseliste für 2020.

„Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die gewaltigste.“ Dieses Zitat geht auf Heinrich Heine zurück. Und so sehr ein Rezipient sich auch bemüht, es ist schwer, dem Gedanken etwas entgegenzusetzen. Lesen entwickelt uns weiter, vermittelt Wissen und fordert unsere Vorstellungskraft heraus. Außerdem kann ein gutes Buch auch ein Ruhepol sein. In einer Welt, in der Informationen in 240 Zeichen nur so über den Bildschirm rasen, kann ein abgeschlossenes Werk nötige Orientierung liefern. Auch in diesem Jahr wollten wir von einigen Führungskräften wissen, welche Business-Bücher sie unseren interessierten Lesern und Leserinnen im neuen Jahr empfehlen würden. Heraus kam eine Liste an spannenden Werken verschiedener Kategorien: angefangen bei Büchern zu konkreten Themen wie „Drive: Was Sie wirklich motiviert“ von Daniel H. Pink bis hin zu „The Big Five for Life“ von John P. Strelecky, das versucht, den Blick für das große Ganze im Leben zu schärfen.

„The Big Five for Life“ von John P. Strelecky

„The Big Five for Life“ von John P. Strelecky. (Grafik: Shutterstock, t3n)

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„Es gibt einen Ort in unserer Seele, an dem wir unsere größten Wünsche aufbewahren. Diese Wünsche sind unsere Lebensziele, unsere Big Five for Life.“ Dieses Zitat vom Ma Ma Gombe hat mich dazu bewegt, das Buch „The Big Five for Life“ von John Strelecky zu kaufen. Die „Big Five for Life“ sind fünf Lebensziele, die sich jeder selbst setzt. Ziele, die man nur dann erreichen kann, wenn man sich ihrer auch bewusst ist. Sie lassen sich auf alle Lebensbereiche anwenden; idealerweise bestehen die eigenen „Big Five“ natürlich auch aus Zielen für jeden Lebensbereich. Für mich sind es Arbeitswelt, Partnerschaft, Familienleben – sowohl als Tochter und als Mutter –, Freundeskreis und ich selbst. Besonders interessant an John Streleckys Buch finde ich, dass der Hauptcharakter, ein erfolgreicher Geschäftsmann, nur Mitarbeiter einstellt, deren „Big Five“ zu den Unternehmenszielen passen.

Shamini Arulanantham, COO bei Itravel.de

„Drive: Was Sie wirklich motiviert“ von Daniel H. Pink

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Um Außergewöhnliches leisten zu können, müssen Menschen und Teams vor allem für ihre Aufgaben und Ziele wirklich motiviert sein. Dass man diese Motivation nicht nur durch äußere Anreize wie Geld oder Prestige erreicht, beschreibt Daniel H. Pink praxisnah in seinem Buch „Drive: Was Sie wirklich motiviert“. Anstatt unbewusst auf das veraltete Prinzip von Bestrafung und Belohnung zu verfallen, empfehle ich jedem, sich durch diese Lektüre mit den wirklichen Grundlagen von Motivation auseinanderzusetzen. Die basiert laut Autor auf drei Elementen: Selbstbestimmung, Perfektionierung und Sinnerfüllung. Besonders beeindruckend sind Beispiele von Menschen, die seinen Ansatz bereits in die Tat umsetzen.

Tom Karwatka, CEO bei Divante

„The Ride of a Lifetime“ von Robert Iger

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„Innovate or die“ – dieses Credo zieht sich durch das großartige Buch von Robert Iger, der darin auf über 14 Jahre seiner Karriere bei Disney, dem wohl größten Entertainmentunternehmen aller Zeiten, zurückblickt. Dabei gibt er nicht nur private Einblicke in sein Leben und den Weg an die Spitze, sondern zeigt auch, wie er mit Disney technologischen Disruptionen begegnet ist. Das Ergebnis seiner Unternehmensphilosophie „Innovate or die” machte zuletzt Schlagzeilen: Mit Disney Plus sagt das Unternehmen Netflix, Amazon Prime Video und Co. den Kampf an. Für mich hat Robert Iger zwei essenzielle Sachen verstanden, die jeder Manager lernen sollte. Erstens: Entferne Mittelsmänner und kümmere dich selbst um die Beziehung zu deinen Kunden. Zweitens: Finde eine Lösung, die deinen Kunden unmittelbaren und sofortigen Zugang zu Produkten und Dienstleistungen ermöglicht.

Al Lakhani, Founder und CEO von Idee

„What You Do Is Who You Are“ von Ben Horowitz

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„Du bist, was du tust“ behauptet Ben Horowitz in seinem 2019 erschienen Buch „What you do is who you are: How to create your business culture“. Die VC-Legende beschreibt darin, wie Führungskräfte beim Aufbau von Unternehmenskulturen erfolgreich sein können. Wie man eine Kultur, die auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten und Krisensituationen Bestand hat, kreiert und erhält, ist die zentrale Frage, der sich das Buch widmet. Für Horowitz besteht Kultur dabei darin, wie ein Unternehmen Entscheidungen trifft – seien sie alltäglicher oder strategischer Natur. Anhand von vier Modellen werden Führung und Kulturbildung dargestellt und unterhaltsam aufgeschlüsselt – denn abschauen lässt sich vieles – von den Samurai, aber auch von Gefängnis-Gangs.

Elina Räsänen, VP Marketing bei Holvi

„The Social Entrepreneur’s Playbook“ von Ian C. MacMillan und James D. Thompson

„The Social Entrepreneur’s Playbook“ von Ian C. MacMillan und James D. Thompson. (Grafik: Shutterstock, t3n)

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Soziale Gründer stehen vor einer doppelten Belastung, denn einerseits müssen sie ein soziales Problem lösen und andererseits profitabel sein. Dieses Buch zeigt nicht nur, warum Social-Impact-Startups skalierbar sein müssen, sondern vermittelt auch viele praktische Methoden und Hilfsmittel, um fundierte Unternehmensentscheidungen treffen zu können. Die Autoren geben Antworten auf Fragen wie „Wie heben sich Social-Startups von regulären Startups ab“ und „Welche Schwierigkeiten und Herausforderungen entstehen dadurch?“. Meiner Meinung nach ein Must-Read für jeden, der ein Social-Startup gegründet hat oder noch gründen will.

Franziska Knoblich, Head of Marketing bei Wayra Deutschland

„Sprint“ von Jake Knapp

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Professionals – von Gründern über Projekt-Manager bis hin zu Entwicklern – stehen tagtäglich vor der Herausforderung, ihre eigene Arbeit und Kollaboration im Teamgefüge zu strukturieren. Welche Aufgaben sollten heute priorisiert werden? Und wie entwickle ich die passende Meeting-Kultur für die jeweilige Aufgabe? Mit seinem vielbeachteten Bestseller „Sprint“ geht Jake Knapp diesen Fragen auf den Grund. Die Sprint-Methodik bietet für Unternehmen jeder Größe praxisorientierte Tipps, wie sie mit Problemstellungen umgehen und schnell Lösungsansätze testen können. Der Inhalt des Buches ist bei uns praxiserprobt und inspirierte darüber hinaus die Discovery-Phase in der Produktentwicklung unseres Betriebssystems für Shared-Mobility-Lösungen.

Alexander Kirn, CEO bei Invers

„Oben bleiben. Immer.“ von Jim Collins

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Jim Collins beschäftigt sich in seinem Buch „Oben bleiben. Immer.“ mit der Frage, wie es einige wenige Unternehmen (er nennt sie 10x-Unternehmen) schaffen, auf Dauer extrem besser als ihre Konkurrenz zu sein. Auf Basis einer wissenschaftlichen Erhebung wird versucht, ein Muster abzuleiten, das langfristig erfolgreiche Unternehmen und deren Führungskräfte in besonderem Maße kennzeichnet. Als Gerüst zieht sich die Idee der Level-5-Ambitionen (der Einklang aus fanatischer Disziplin, empirischer Kreativität und produktiver Paranoia) durch das Buch. Unabhängig davon, ob die Studie in diesem Buch wirklich als wissenschaftlich fundiert und in der heutigen Zeit noch als relevant anzusehen (die der Studie zugrunde liegende Datenbasis endet 2002) oder am Ende doch alles nur Glück ist, bleibt man als Führungskraft in den vielen Praxisbeispielen regelrecht hängen und erhält ein super Grundgerüst, um seine eigenen Führungsqualitäten zu hinterfragen und gezielt zu optimieren – ein echter Augenöffner!

Martin Brüggemann, Gründer und CTO von t3n

„Ein unmögliches Leben“ von Dame Stephanie Shirley

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Was passiert, wenn eine Frau sich als Mann ausgibt beziehungsweise sich als Mann ausgeben muss, um in der digitalen Geschäftswelt einen Fuß in die Tür zu bekommen? Die Biographie der Britin Stephanie Shirley inspiriert zu mutigen Wegen, um das eigene Business erfolgreich zu gestalten und Herausforderungen zu meistern. Das Buch „Ein unmögliches Leben“ handelt von Klischees, Vorurteilen und die Regeln der IT-Industrie. Shirleys eigene Geschichte ist auch heute noch aktueller denn je. Insbesondere das letzte Jahr war geprägt vom Anspruch einer Generation an soziale, ökologische und ökonomische Gerechtigkeit. Wie menschlich muss Business also sein? Wie gestaltet sich Wachstum nicht nur gesund sondern auch gerecht? Wie holen wir die richtigen Talente ab und womit halten wir sie? Die Probleme von heute sind nicht neu, aber Stephanie Shirley liefert einige aktuelle Antworten, die auf eigenen Erfahrungen basieren.

Marc-Pierre Hoeft, Unit Director B2C bei Piabo PR

„Hidden Champions des 21. Jahrhunderts“ von Hermann Simon

„Hidden Champions des 21. Jahrhunderts“ von Hermann Simon. (Grafik: Shutterstock, t3n)

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Aus jahrelanger Erfahrung in erfolgreichen mittelständischen Unternehmen berichtet Hermann Simon in „Hidden Champions des 21. Jahrhunderts: Die Erfolgsstrategien unbekannter Weltmarktführer“. Gründern und Gründerinnen erzählt der Autor hier anhand vieler lehrreicher Anekdoten alles wissenswerte zur Themen rundum Globalisierung, Markt, Innovation und Mitarbeiterführung. Sie erhalten zudem die Chance zu verstehen, was sie vor allem von Großunternehmen abhebt. Die darin thematisierten zukunftsorientierten Managementmethoden sollten zudem auf die Agenda jeder Führungskraft. Hermann Simon bietet hier eine tolle Wissensgrundlage. Schließlich sorgen sie laut dem Autor für einen Vorsprung zum Wettbewerber und können gleichzeitig dabei helfen, neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Ersan Günes, Co-Founder und CEO von Intranav

„Don’t be a Robot“ von Christoph Burkhardt

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„Don’t be a Robot“ zeigt auf, welchen Einfluss künstliche Intelligenz auf unser Leben haben wird. Der Autor erklärt darin verständlich und umfassend, wie KI funktioniert, wie sie sich weiterentwickeln und wie sie unser Denken und Handeln massiv verändern wird. Burkhardt postuliert auf diese Weise den größten Paradigmenwechsel der Geschichte. Das Buch zeigt sehr klar auf, wie das Zusammenspiel von KI und Mensch zunehmend Hand in Hand funktionieren wird und dass sich für uns Menschen – mit dem richtigen Mindset – viele Vorteile daraus ergeben. Damit ist es ein Must-Read für alle Unternehmer und Unternehmerinnen, die ihr Business nachhaltig transformieren wollen. KI ist kein Horror-Szenario, sondern kann jedem Business echte Mehrwerte bringen. Um diese Vorteile voll ausnutzen zu können, gibt das Buch sieben konkrete Strategien mit auf den Weg. Mich hat das Buch sehr inspiriert und ermutigt, die unaufhaltsame Technologie als große Chance zu begreifen und zu nutzen. Und ich denke anderen Lesern und Leserinnen wird es ähnlich gehen.

Stefanie Peters, Gründerin und CEO von Enable 2 Grow

„The Responsibility Process“ von Christopher Avery

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Das Buch von Christopher Avery beschäftigt sich mit einem Modell, das es ermöglicht, Verhaltensmuster, mit denen wir auf ein Problem reagieren, besser zu verstehen. Dank konkreter Werkzeuge, hilfreicher Tipps und Weisheiten, die „The Responsibility Process“ vermittelt, gelingt es schneller, einen Durchbruch aus dem Tal der Tränen namens Unverständnis zu erzielen. Mir hat das Buch vor allem dabei geholfen, mich zu reflektieren und eigene Verhaltensweisen zu hinterfragen. Und somit nicht zuletzt, zu erkennen, dass persönliche Verantwortung die Basis für moderne Führung ist. Denn gerade in Zeiten des digitalen Wandels, in denen Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambivalenz deutlich zu genommen haben, braucht es eine neue Art von Führungskräften. Sich daher mit der Bedeutung und Vielschichtigkeit von Verantwortung auseinander zu setzen, halte ich für elementar.

Susanne Nitzsche, Head of Innovationlab bei Alba Bluehouselab

„Future Business Kompass“ von Stephan Grabmeier

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Eines meiner aktuellen Lieblingsworte habe ich von Stephan Grabmeier. „Enkelfähig“ lautet es und stammt aus seinem Buch „Future Business Kompass“, das ich jeder Führungskraft wärmstens empfehlen kann. Es geht darum, wie wir es schaffen können, unser Wirtschaften sinnstiftender zu gestalten. Das heißt, dass wir eben nicht nur an den schnellen Profit beziehungsweise fixe Gewinnmaximierung denken, sondern in Generationen – enkelfähig eben! Ich finde es unglaublich wichtig, den Diskurs über wirklich nachhaltiges Unternehmertum anzufeuern und genau das wird in dem Buch auch getan. Stephan Grabmeier analysiert den Status quo und gibt auch praktische Tipps für ein besseres Wirtschaften. Außerdem zeigt er wichtige vordenkende Menschen, die beweisen, dass das für jede einzelne Person und jedes Unternehmen möglich ist.

Meike Neitz, Gründerin und Geschäftsführerin von Zukunftsmanufaktur

Übrigens, wenn dich auch die Bücherliste des vergangenen Jahres interessiert, findest du hier weitere tolle Tipps. Lies auch: „Diese Business-Bücher solltest du 2019 lesen“

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