Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Digitale Logistik: So profitiert auch deine Firma von weniger Papier

(Bild: Shutterstock / Scanrail1)

2017 wird das Jahr der digitalisierten Logistik-Prozesse. Denn auch heute noch bedeutet Beschaffung und Versand von Waren für Händler viel zu viel Papierkram.

Mit der Digitalisierung der Logistikbranche entstehen immer mehr neue Dienstleister, die Telefon, Fax und E-Mail aus der Prozesskette verbannen möchten. Für die Händler bedeutet das eine deutliche Erleichterung und neue Perspektiven.

In Sachen Digitalisierung ist die Logistikbranche heute noch nicht sehr weit: Platz zehn erreicht die Transportbranche in einem Branchenvergleich, den das Digital Intelligence Institute im Auftrag von D.velop durchgeführt hat. Informations- und Telekommunikationsindustrie, Banken und Versicherungen, Medien und auch die Elektroindustrie liegen allesamt vor den Logistikern. Doch das soll sich nun ändern. Glaubt man den überall auftauchenden Startups der E-Logistik-Branche, sind die Tage von telefonischen Preisabfragen, Fax-Bestellungen und komplizierten Formularen gezählt. Denn vor allem für kleinere Händler, die vielleicht nur 100 Pakete im Monat an Kunden im europäischen Ausland verschicken oder nur zweimal im Jahr einen Container mit Ware aus Fernost beziehen, ist der Aufwand für den Warentransport oft unverhältnismäßig groß.

Neue Dienstleister wollen analoge Prozesse abschaffen

Shop-Betreiber sind bei der Beschaffung der Ware oder beim Versand der bestellten Artikel an den Kunden ständig mit den verschiedensten Anforderungen konfrontiert: Paketdienste und Speditionen haben unterschiedliche Vorgaben hinsichtlich maximaler Größe und Gewicht, unterscheiden sich in der Geschwindigkeit und natürlich im Preis. Jeder hat sein eigenes Versandlabel und Tracking-System sowie seine eigene Integration in die IT-Landschaft des Shops. Je nachdem, wohin verschickt wird, kommen Zollformalitäten und rechtliche Anforderungen im Zielland dazu.

Genau das möchte das Berliner Startup Freighthub jetzt radikal vereinfachen: Als nach eigenen Angaben erste voll digitale Frachtspedition Europas, sammelt Freighthub in einer Datenbank alle relevanten Daten wie etwa die Seefrachtraten, die erwartete Abfahrts- und Ankunftszeit, angefahrene Häfen, Hafengebühren, Zollanforderungen, die Kosten für den sogenannten Nachlauf, also den Lkw-Transport vom Hafen zum Zielort und Ähnliches. Sucht ein Händler einen Transport, kann er sich nach der Registrierung in die Plattform einloggen, seine Anfrage eingeben und erhält über einen Suchalgorithmus nahezu in Echtzeit alle verfügbaren Verbindungen – meist 100 bis 200 Stück – inklusive Preis angezeigt. Er kann anschließend das passende Angebot auswählen und per Klick Freighthub mit der Abwicklung des Transports beauftragen.

Dafür arbeitet Freighthub mit einer Vielzahl von Partnern zusammen - darunter zahlreiche Reedereien, Speditionen, Partner für die Zollabwicklung und Transportversicherungen. Ziel ist ein transparenter Preisvergleich in Echtzeit und eine automatisierte Abwicklung ohne viel manuelle Vor- oder Nacharbeit über einen verantwortlichen Anbieter. Natürlich hat das Ganze seinen Preis: Je nach Größe und Häufigkeit der Aufträge verlangt Freighthub die branchenüblichen zehn bis 20 Prozent vom Auftragsvolumen. Gedacht ist das Angebot für kleine und mittlere Kunden, die einen bis 500 Container pro Jahr verschiffen. Vor allem E-Commerce-Unternehmen seien sehr dankbar für ein digitales Interface.

Digitale Speditionen für mehr Effizienz im Transportwesen

Eine Vielzahl von Unternehmensgründern wittert derzeit die Chance, mit digitalen Geschäftsmodellen in der Logistik Geld zu verdienen. So zum Beispiel das auch in Berlin gegründete Startup Instafreight, das ebenfalls als digitale Spedition antritt, sich im Gegensatz zu Freighthub aber auf den Landtransport konzentriert. Auch hier fragt der Kunde über die Plattform einen Transport an, indem er seine Sendungsdaten eingibt. Anschließend bekommt er einen Festpreis genannt, zu dem er den Transport direkt bei Instafreight online buchen kann. Die Abwicklung übernehmen von Instafreight geprüfte Speditionen.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Finde einen Job, den du liebst