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Dispozinsen kräftig gestiegen: So teuer ist es jetzt, das Girokonto zu überziehen

Dispozinsen sind in den vergangenen Monaten noch einmal kräftig gestiegen. Einige Banken verlangen mittlerweile über 15 Prozent. „Richtig krass“ findet das die Stiftung Warentest. Es geht aber auch günstiger.

2 Min.
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Dispozinsen: Girokonto überziehen kann richtig teuer werden. (Foto: Valeri Potapova/Shutterstock)

Dafür, dass Banken es Verbraucher:innen ermöglichen, ihr Girokonto bis zu einem gewissen Betrag zu überziehen, zahlen diese den Kreditinstituten sogenannte Dispozinsen. Für jene, die die Möglichkeit, beim Konto ins Minus zu gehen, regelmäßig nutzen, kann das richtig teuer werden.

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Dispozinsen von über 15 Prozent keine Seltenheit

Laut einer Auswertung der zur Stiftung Warentest gehörenden Zeitschrift Finanztest verlangen einige Kreditinstitute schon mehr als 15 Prozent. Bei insgesamt 18 Kontomodellen seien Dispozinsen jenseits der Marke von 15 Prozent gefunden worden.

Das „finde ich richtig krass“, sagte Heike Nicodemus von der Stiftung Warentest der Deutschen Presse-Agentur. Im Schnitt erheben Banken rund zwölf Prozent Zinsen (Stand: 6. Oktober 2023) – und damit deutlich mehr als noch Ende 2022. Da waren es noch knapp zehn Prozent.

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EZB ist schuld: Banken erhöhen Dispozinsen

Viele Banken hätten die Dispozinsen zum 1. Oktober noch einmal erhöht, wie Nicodemus erklärte. Für den rasanten Anstieg der Gebühren für die Überziehung von Girokonten macht die Expertin insbesondere die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) verantwortlich.

Nach einer Nullzinsphase in den Jahren 2016 bis Mitte 2022 hatte die EZB den Leitzins anschließend in zehn Zinsschritten auf insgesamt 4,5 Prozent (Stand: 20. September 2023) angehoben. Ein Ende ist noch nicht abzusehen.

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Ziel war und ist es, über erhöhte Zinsen die hohe Inflation einzudämmen. Für Privatkund:innen wirkt sich das vor allem bei Wohnbaufinanzierungen aus – und eben bei den Dispozinsen.

10 Prozent Dispozinsen gelten als günstig

Ein vergleichsweise günstiger Dispozins liegt laut Stiftung Warentest bei bis zu zehn Prozent. Diese Zinshöhe bieten laut der aktuellen Auswertung knapp 20 Prozent der ausgewerteten Kontomodelle.

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10 beliebte Alternativen zur Gehaltserhöhung Quelle: Foto: dpa

Liegt der Zinssatz bei über 13 Prozent, stuft Nicodemus das als teuer ein, „insbesondere für Menschen, die sehr häufig den Dispo in Anspruch nehmen“. Zu Beginn des Jahres 2023 hatten laut einer Smava-Umfrage 4,5 Millionen Deutsche ab 18 Jahren ihr Konto überzogen – jede:r Dritte mit 1.500 Euro oder mehr. Das waren aber deutlich weniger als noch 2022 (6,5 Millionen).

Dispozinsen von unter 4 Prozent möglich

Verbraucherschützer:innen raten jenen, die dauerhaft tief im Dispo stecken, zu einer Umschuldung auf die günstigeren Ratenkredite. Aber auch bei der Wahl des Girokontos lohnt es sich, hinzugucken. Laut Stiftung Warentest reichte die Spanne der Dispozinsen von 15,57 bis 3,54 Prozent.

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