Anzeige
Anzeige
News
Artikel merken

DNA-Bausteine aus dem All: Brachten Meteoriten das Leben auf die Erde?

Wie kam das Leben auf die Erde? Forschende vermuten, dass DNA- und RNA-Bestandteile durch Meteoriten auf unseren Heimatplaneten gelangt sind. Die Hinweise darauf haben sich jetzt noch einmal verdichtet.

2 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige
Die Hinweise, dass das Leben auf der Erde durch Meteoriten angeschoben wurde, verdichten sich. (Grafik: Nasa Goddard/CI Lab/Dan Gallagher)

Eines haben sämtliche Lebewesen, die wir auf der Erde kennen, gemeinsam: Ihre biologische Quintessenz wird in DNA und RNA gespeichert und weitergegeben.

Aber wie sind diese genetischen Schlüsselmoleküle vor Milliarden Jahren eigentlich auf die Erde gelangt? Eine Vermutung der Wissenschaft: Einzelne Bestandteile von DNA und RNA, die sogenannten Nukleobasen, könnten in Meteoriten enthalten gewesen sein, die auf der Erde gelandet sind.

Anzeige
Anzeige

Mit Adenin, Uracil und Guanin hatten Forschende bislang schon drei von insgesamt fünf Nukleobasen in Meteoritengestein gefunden. Ein Team der Hokkaido University in Japan hat jetzt auch die fehlenden Bestandteile Cytosin und Thymin nachgewiesen. Die Forschungsergebnisse sind im wissenschaftlichen Journal Nature Communications veröffentlicht worden.

Meteoriten-Forschung: Besonders schonende und sensible Methoden brachten den Erfolg

Insgesamt drei Meteoriten haben die Wissenschaftler:innen rund um Astrochemiker Yasuhiro Oba untersucht, um mehr über den Ursprung irdischen Lebens herauszufinden. Der Murray-Meteorit war 1950 in Kentucky gelandet, der Murchinson-Meteorit 1969 in Australien. Der sogenannte Tagish-Lake-Meteorit hatte im Jahr 2000 seinen Reise durch das All in British Columbia beendet. Alle drei sind kohlenstoffhaltig und wurden schon häufig wissenschaftlich untersucht.

Anzeige
Anzeige

Damit möglichst alle Meteoritenbestandteile erhalten bleiben, hatte das Team bei der Verarbeitung der Proben anders als bisher auf ein besonders schonendes Vorgehen gesetzt. Statt Ameisensäure kamen bei der Extraktion kaltes Wasser und Ultraschall zum Einsatz.

Anzeige
Anzeige

Weil die Wissenschaftler:innen außerdem besonders sensible Analysegeräte zur Verfügung hatten, konnten sie auch kleinste Spuren der Nukleobasen identifizieren.

Lebensbausteine aus dem Weltraum: Ein Puzzleteil von vielen

Klein, damit sind in diesem Fall Konzentrationen von bis zu eins unter einer Milliarde gemeint. Das ist tatsächlich sehr gering, deckt sich aber mit Vorhersagen aus anderen Modellen. Um auszuschließen, dass die gefundenen Spuren nur durch eine Verschmutzung in die Proben gelangt waren, hatten die Forschenden außerdem das Erdreich untersucht, in dem Murchison-Meteorit gefunden worden war – mit Erfolg.

Anzeige
Anzeige

„Wir haben jetzt Beweise dafür, dass der komplette Satz von Nukleobasen, der heute im Leben verwendet wird, auf der Erde verfügbar gewesen sein könnte, als das Leben entstand“, so Co-Autor und Nasa-Mitarbeiter Danny Glavin in einer Pressemitteilung. Ob es tatsächlich die Nukleobasen aus Meteoriten waren, die zum Ursprung des Lebens auf der Erde geführt haben, ist damit bei Weitem noch nicht geklärt – aber der Forschung steht zumindest wieder ein Puzzleteil mehr zur Verfügung.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Schreib den ersten Kommentar!
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige