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Bessere Kohlenstoffbindung durch neue Arten: CRISPR im Einsatz gegen den Klimawandel

Mit der bahnbrechenden Technologie zur Genbearbeitung könnten nicht nur neue Arten geschaffen werden, die mehr Kohlendioxid speichern können. Spezielle Pflanzen könnten sich auch an eine klimagestörte Zukunft anpassen.

Von Hannah Klaiber
2 Min.
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Die Möglichkeiten von Genom-Editing könnten in Zukunft für die Landwirtschaft und zur Bekämpfung des Klimawandels wichtiger werden. (Bild: Shutterstock.com/ Yurchanka Siarhei)

Bislang wurde CRISPR vor allem in dem Kontext, Krankheiten zu heilen oder deren Ausbruch frühzeitig zu verhindern, diskutiert. Dabei eignet sich die bahnbrechende Methode zur Genbearbeitung auch dazu, einige der größten Herausforderungen der Menschheit anzugehen – unter anderem den Klimawandel. Davon ist Jennifer Doudna überzeugt. Die Biochemikerin und Molekularbiologin, die 2020 gemeinsam mit Emmanuelle Charpentier den Nobelpreis für Chemie für ihre Methode zur Genom-Editierung erhalten hat, sagte in einem Interview mit MIT Technology Review: „Bislang gab es einen starken Fokus auf die klinische Anwendung von CRISPR. Ich vermute jedoch, dass im nächsten Jahrzehnt, wenn wir über die globalen Auswirkungen und den Einfluss auf das tägliche Leben nachdenken, die Anwendungen in der Landwirtschaft und sogar zur Bekämpfung des Klimawandels potenziell eine viel breitere Wirkung haben werden.“

Neue Pflanzenarten für eine klimagestörte Zukunft

So könnte CRISPR dazu beitragen, dass sich Pflanzenarten an eine klimagestörte Zukunft anpassen. Als Beispiel nannte Doudna die Entwicklung von trockenheitstolerantem Reis mithilfe von CRISPR, die sich aktuell in einem sehr frühen Forschungsstadium in einem Feldversuch befinde. „Etwas weiter entfernt, aber meines Erachtens ebenfalls von großer Bedeutung, ist der Einsatz von CRISPR in mikrobiellen Gemeinschaften, im Boden oder im Wasser, wodurch wir ihre Fähigkeiten zur Kohlenstoffbindung verbessern können“, so die Nobelpreisträgerin weiter. Die Idee, CRISPR zur genetischen Optimierung von Pflanzen zu verwenden, wird beispielsweise von der Harnessing Plants Initiative des Salk Institute for Biological Studies verfolgt, die versucht, Wurzelsysteme und deren Schutzhülle aus Suberin, die für die Speicherung von Kohlendioxid verantwortlich ist, zu verstärken, berichtet unter anderem das Portal Futurism.

Seitdem Doudna und Carpentier 2012 die erste wissenschaftliche Dokumentation zur Entwicklung und zum Einsatz der Methode veröffentlichten, sorgt CRISPR bei Forschern für leuchtende Augen – unter Ethikern dagegen für Besorgnis. Klar ist: Das Potenzial der sogenannten Genschere ist noch lange nicht ausgeschöpft und könnte in vielen weiteren Sektoren Anwendung finden – nicht nur in Medizin und Landwirtschaft.

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