News

DSGVO-Verstoß: Amazon will 746-Millionen-Strafe nicht akzeptieren

Amazon hat Stress in Europa. (Foto: Shutterstock)

Lesezeit: 2 Min.
Artikel merken

Luxemburg hat Amazon wegen eines Verstoßes gegen die DSGVO eine Strafe von 746 Millionen Euro aufgebrummt. Der US-Konzern sieht das anders und will gegen das Urteil berufen.

Die Luxemburger Datenschutzbehörde CNPD (Commission Nationale pour la Protection des Données) wirft Amazon vor, dass es mit seiner Datenverarbeitung gegen die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verstoße. Als Resultat verhängte die CNPD eine Strafe in der Höhe von 746 Millionen Euro gegen den US-Konzern und forderte Amazon dazu auf, einige seiner Geschäftspraktiken zu ändern. Welche genau das sind, ist aber nicht bekannt.

DSGVO-Strafe: Amazon will berufen

Das entsprechende Urteil war eigentlich schon am 16. Juli gesprochen worden, wurde aber erst jetzt bekannt, weil Amazon dies in seinem Quartalsbericht offenlegte. Luxemburg ist in diesem Fall zuständig, weil Amazons Europatochter dort ihren Sitz hat. Amazon beteuert derweil, dass es nicht gegen die DSGVO verstoßen habe. Es habe keinen Datendiebstahl gegeben und es seien auch keine Daten an Dritte gelangt, versicherte der US-Konzern gegenüber CNBC.

Und weiter: „Wir stimmen dem Urteil der CNPD ausdrücklich nicht zu und beabsichtigen, Berufung einzulegen“, so Amazon. Die Entscheidung der CNPD beruhe auf subjektiven und ungeprüften Auslegungen des europäischen Datenschutzrechts. Die im Raum stehende Geldbuße stehe aber selbst bei dieser Auslegung in überhaupt keinem Verhältnis, so Amazon.

Börse enttäuscht – Amazon-Aktie bricht ein

Die Amazon-Aktie ist am Freitag eingebrochen. In den ersten Stunden des Handels an der Nasdaq stand ein Minus von rund sieben Prozent zu Buche. Aktuell notiert das Papier bei rund 3.350 US-Dollar. Das liegt aber nicht (nur) an dem Urteil der Datenschutzbehörde. Vielmehr zeigten sich die Börsianer:innen enttäuscht von den Quartalszahlen – und das obwohl Amazon sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz deutlich zulegen konnte. Dennoch droht an der Börse der größte Rückgang seit dem Coronacrash im März 2020.

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Im abgelaufenen zweiten Quartal steigerte Amazon den Umsatz um 27 Prozent auf 113 Milliarden Dollar. Damit konnte der E-Commerce-Konzern weder die Wachstumsrate des Vorjahresquartals noch die Erwartungen der Analyst:innen erfüllen. Beim Nettogewinn (7,8 Milliarden Dollar) sah das etwas positiver aus. Allerdings enttäuschte wohl vor allem der Ausblick für die kommenden Monate. Der Umsatz soll zwischen 106 und 112 Milliarden Dollar liegen. Analyst:innen hatten zuvor mit 118 Milliarden Dollar gerechnet, wie das Handelsblatt schreibt.

Das könnte dich auch interessieren

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
Miri
Miri

Mich interessiert in welchem Rahmen es vertretbar ist, wenn eine Firme wie Amazon wichtige Plattformen aufkauft und dort vermehrt versucht, Amazon Prime Abos zu verkaufen. Twitch – Amazaon.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Digitales High Five
Holger Schellkopf (Chefredakteur t3n)

Anleitung zur Deaktivierung

Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder