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E-Commerce-Startup Shopify geht an die Börse

Shopify Office in Montreal. (Foto: Officelovin.com)

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Der deutsche Gründer des schnell wachsende SaaS-Shopsystems Shopify, Tobi Lütke, bringt sein Startup an die Börse. Die Hintergrundinformationen zu Shopify, Tobias Lütke und dem Börsengang im Überblick.

Der SaaS-Anbieter Shopify gehört in den USA und Kanada zu den ganz Großen, mit mehr als 120.000 aktiven Onlinehändlern hat der Anbieter einer SaaS-Shoplösung einen großen Kundenstamm. Das schnell wachsende Startup des vor zwölf Jahren nah Kanada ausgewanderten Deutschen Tobias Lütke will jetzt in New York und Toronto an die Börse gehen.

Shopify geht an die Börse

Mehr als 120.000 Onlineshop will Shopify nach eigenen Angaben bereits aktiv betreiben. (Screenshot: Shopify)

Mehr als 120.000 Onlineshop will Shopify nach eigenen Angaben bereits aktiv betreiben. (Screenshot: Shopify)

Am Dienstag hat Shopify* die Anträge für den Börsengang bei der Börsenaufsichtsbehöre „US Securities und Exchange Commission“ eingereicht.  Shopify wird seine Klasse-A-Stammaktien sowohl an der New Yorker Börse als auch an der Börse in Toronto handeln, unter dem Kürzel „SHOP“ beziehungsweise „SH“. Der Börsengang wird begleitet von Morgan Stanley, Credit Suisse und RBC Capital Markets.

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(Foto: Shopify / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Reuters veröffentlichte laut Re/code letzten Monat Bewertung des Unternehmenswertes von etwa einer Milliarde US-Dollar, rund 950 Millionen Euro. Über die Anzahl der auszugegebenden Aktien und deren Preis ist noch nichts bekannt – Shopify möchte jedoch 100 Millionen US-Dollar Kapital am Markt aufnehmen, was rund 95 Millionen Euro entspricht. Bisher hat Shopify laut Techcrunch bereits mehr als 100 Millionen US-Dollar an Investorengeldern eingesammelt. Im ersten Quartal 2015 hat Shopify einen Umsatz von 37,34 Millionen eingefahren und dabei 4,53 Millionen US-Dollar Verlust gemacht. Im Vergleich zum Vorjahresquartal eine deutliche Verbesserung zu 18,81 Millionen Umsatz und 6,36 Millionen US-Dollar Verlust.

Shopify: SaaS-Shoplösung wird weltweit genutzt

Greats Sneaker, einer der Shopify-Onlineshops. Obwohl auch große Marken wie Tesla Motors auf Shopify setzen, ist Shopify eher das Shopsystem des kleinen, spezialisierten Nischenhändlers.(Screenshot: Greatsbrands.com)

Greats Sneaker, einer der Shopify-Onlineshops. Obwohl auch große Marken wie Tesla Motors auf Shopify setzen, ist Shopify eher das Shopsystem des kleinen, spezialisierten Nischenhändlers.(Screenshot: Greatsbrands.com)

Der SaaS-Shop soll über 120.000 zahlende Kunden aus mehr als 150 Ländern haben und kann theoretisch auch in Deutschland genutzt werden – allerdings nicht von der Stange, was der eigentliche Vorteil von Shopify in den anderen Ländern ist: Schnell und simpel ohne technisches Know-How einen schicken Onlineshop eröffnen. Neben einer iOS-App für Shopbetreiber und einer Kassenapp für Ladengeschäfte verfügt Shopify mittlerweile auch über eine Bitcoin-Anbindung.

In Deutschland muss das Design-Template, das „Theme“ des Shopsystem mühsam von Hand angepasst werden, wie ich vor längerer Zeit schon in einem Shopify-Praxistest festgestellt hatte – das ist weiterhin so, auch wenn mittlerweile wirklich der komplette Shop entweder im Administrationsbereich oder im Theme übersetzt werden kann. Beim damaligen Test konnte der „Kaufen-Button“ nicht umbenannt werden, was problematisch für die Umsatzung der Button-Lösung war, mittlerweile scheint das zu funktionieren.

Tobias Lütke, der Shopify CEO

Tobias Lütke, Shopify CEO. (Foto: Shopify)

Tobias Lütke, Shopify CEO. (Foto: Shopify)

Die kanadische Zeitung „The Globe and Mail“ hat Tobias Lütke als CEO des Jahres bezeichnet und hebt vor allem seine Genialität und Bescheidenheit hervor. Lütke, der im frisch fertiggestellten, sechsstöckigen Shopify-Gebäude in Ottawa von rund 600 Mitarbeitern nur Tobi genannt wird, besteht trotz anderer Einschätzung aus allen Seiten vehement darauf, dass er für den Erfolg des Unternehmens viel unwichtiger sei, als es erscheine. Ein interessantes und ausführliches Porträt von Tobi Lütke, das ein charmantes Bild des introvertierten Deutschen zeichnet, lässt sich bei „The Globe and Mail“ nachlesen. Einen Bild-und-Video-Rundgang durch das neue Shopify-Hauptquartier lässt sich beim Ottawa Citizen machen.

 

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2 Kommentare
Andrea Anderheggen

Gratulation an Shopify! Die sind hier in den USA echt sehr stark unterwegs und machen einen tollen Job.

Kleine Anmerkung zum Artikel: Die iOS app bezieht sich dort „nur“ auf eine App, die den Shop / die Shop-Statistik verwaltet. Die bieten keine Shopping iOS App an, mit der Endkunden einkaufen können. Für diesen Teil bietet Shopify unser (Shopgate) Plugin im Shopify App Store an.

Antworten
Jochen G. Fuchs

Hallo Andrea,

Danke für den Hinweis mit der App, ich habe den Artikel zu der Verwaltungsapp verlinkt und gar nicht mehr dran gedacht, dass man das beim Lesen ja auch für eine Shoppingapp halten könnte.

Ich passe das gleich mal an.

Viele Grüße aus der Redaktion,
Jochen

Antworten

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