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E-Tretroller: 39.000 Verletzte in den USA allein 2018

E-Tretroller im Straßenverkehr. (Foto: Ivan Marc/Shutterstock)

Wer einen der zahlreichen zur Leihe angebotenen E-Tretroller nutzt, geht ein hohes Unfall- und Verletzungsrisiko ein. Wovor Mediziner schon länger warnen, hat jetzt eine US-Studie bestätigt.

Mit der steigenden Verbreitung der Leih-E-Scooter ist in den vergangenen Monaten auch in Europa die Zahl der Unfälle und Verletzungen gestiegen. In Frankreich und Schweden gab es sogar je ein Todesopfer zu vermelden. Eine Studie der University of California in San Francisco bestätigt jetzt für die USA, wo E-Tretroller schon länger zugelassen sind, wovor Mediziner auch hierzulande warnen: Die Gefährte bergen ein hohes Unfall- und Verletzungsrisiko.

E-Tretroller: 39.000 Verletzte in den USA

Die im Fachmagazin JAMA Surgery veröffentlichte Studie zu den Verletzungen und Krankenhausaufenthalten von E-Tretroller-Fahrern in den USA zwischen 2014 und 2018 bescheinigt einen Anstieg der E-Scooter-Unfälle um 222 Prozent. Das bedeutet eine glatte Verdreifachung gegenüber 2014. Das liegt daran, dass in diesem Zeitraum die Zahl der zur Verfügung stehenden Leih-Roller enorm angestiegen ist – bedeutet aber für Ärzte und Krankenhäuser einen hohen Mehraufwand. 2018 sollen sich 39.000 Menschen in den USA beim Fahren mit einem E-Tretroller verletzt haben, wie Mercury News schreibt.

Dabei dürfte es sich in den meisten Fällen um leichte Verletzungen handeln. Denn nur 3.300 von ihnen wurden daraufhin in ein Krankenhaus eingeliefert. Das bedeutet allerdings einen Anstieg um 365 Prozent gegenüber 2014. Jeder Dritte der ins Krankenhaus eingelieferten Verletzten hatte ein Schädel-Hirn-Trauma oder vergleichbare Verletzungen, wie die Futurezone berichtet. Zwei Drittel der Verletzten waren Männer und die meisten zwischen 18 und 34 Jahren. Das dürfte ungefähr die Nutzerstruktur widerspiegeln.

Mediziner bescheinigen hohes Risiko

In Deutschland warnen Mediziner schon länger vor den hohen Risiken bei der Nutzung der Leih-Tretroller. Anders als etwa beim Fahrrad steht der Fahrer relativ wacklig auf dem E-Roller, kann aber auf bis zu 20 Kilometer pro Stunde beschleunigen. Auch der Einsatz der Gefährte in den vollen Innenstädten trägt zum Risiko bei. Die Roller-Verleiher haben schon auf die wachsende Kritik reagiert und bieten etwa Fahrtrainings an. Eine Helmpflicht gibt es trotz anderslautender Empfehlungen von Medizinern bisher nicht.

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Ein Kommentar
connyy
connyy

Ich finde, dass eine Helmpflicht sowohl bei E-Rollern, als auch bei Fahrrädern eigentlich eine gute Idee ist.
Früher hat auch so gut wie kein Skifahrer einen Helm getragen, da musste es erst gehäufte Todesfälle geben, bis sich etwas getan hat. Wäre doch schön, wenn man das im Straßenverkehr vermeiden könnte.

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