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Analyse

E-Tretroller: So schnell wie Lime und Bird wuchs bisher kaum eine Firma

Elektro-Tretroller von Bird. (Foto: Bird)

Die E-Tretroller-Anbieter Lime und Bird gehören zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen aller Zeiten. In 14 Monaten haben sie zusammen fast eine Milliarde US-Dollar eingesammelt.

Geht es nach bekannten Investoren und Mobility-Profis wie Alphabet, Andreessen Horowitz oder Sequoia, dann ist das Verleihen von Elektrotretrollern das nächste große Ding. Die beiden größten Anbieter von E-Tretroller-Sharing-Diensten, Lime und Bird, haben innerhalb von 14 Monaten zusammen fast eine Milliarde Dollar an Investorengeldern eingesammelt. Damit gehören sie Branchenbeobachtern zufolge zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen aller Zeiten, wie das Branchenportal Future-Engine berichtet.

Bird: E-Tretroller-Verleih ist 2 Milliarden Dollar wert

Lime und Bird, die neben Elektrotretrollern auch E-Bikes verleihen, werden entsprechend den letzten Finanzierungsrunden mit 1,1 Milliarden beziehungsweise zwei Milliarden Dollar bewertet. Die Zahl der Fahrten summiert sich bei Lime laut Zahlen vom Sommer auf über 11,5 Millionen, Bird hat ungefähr zeitgleich die Marke von zehn Millionen geknackt. Durchschnittlich machen Lime und Bird bei jeder Fahrt mit einem ihrer Elektrotretroller geschätzte 2,92 Dollar Umsatz.

Zahlen wie diese bringen Future-Engine zu der Annahme, dass Bird und Lime mittlerweile schon neun beziehungsweise zwölf Milliarden Dollar wert sein könnten. Als Modellmarkt für diese Berechnungen dient China, wo die Bike-Sharing-Dienste Mobike und Ofo zuletzt mit 2,7 beziehungsweise zwei Milliarden Dollar bewertet wurden. Angesichts der zwar im Vergleich zu China geringeren Bevölkerungszahl, aber höherer Umsatzmöglichkeiten in den USA, kommt hier die mögliche rund zweistellige Milliardenbewertung für Bird und Lime zustande.

Einer Analyse der Newsseite Quartz zufolge lassen sich mit einem regelmäßig genutzten E-Tretroller 1.000 Dollar Gewinn machen. Dabei wird mit einer Lebensdauer von rund vier Monaten und einem Anschaffungspreis für den Roller von 320 Dollar gerechnet. 16 Dollar Umsatz pro Roller am Tag und fünf Dollar Kosten für das tägliche Aufladen ergeben dann laut den Berechnungen den vierstelligen Gewinn. Mit einer steigenden Lebensdauer durch optimierte, länger haltbare Roller könnte der Gewinn pro Gerät sogar noch gesteigert werden.

E-Tretroller: Uber und Lyft sollen Interesse an Lime und Bird haben

Kein Wunder, dass die beiden klaren Marktführer das Interesse von Investoren anziehen. Uber, das als Investor bei Lime engagiert und mit der Tochter Jump Bikes im Zweirad-Sharing-Sektor – mit E-Bikes und E-Tretrollern – aktiv ist, soll mit Bird und Lime über eine Übernahme verhandeln. Auch dem Rivalen Lyft, das im Sommer das Bike-Sharing-Startup Motivate übernommen hat, wird Interesse an den E-Tretroller-Spezialisten nachgesagt.

Uber-Tochter Jump Bikes vor Start in Berlin
Jump Bikes: Fürs Anmelden ist eure Telefonnummer erforderlich. Für 20 Minuten Fahrt fällt eine Gebühr von einem Euro an. Jede weitere Minute kostet laut Anbieter unter 0,10Euro. (Foto: t3n.de)

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Eines der größten Risiken für die E-Tretroller-Verleiher besteht derzeit noch in der Gesetzeslage. In Deutschland etwa ist die Nutzung von E-Tretrollern und anderer Elektrokleinstfahrzeuge faktisch verboten. Ein zunächst für Ende 2018/Anfang 2019 angekündigtes Gesetz verzögert sich. Geplant ist, dass E-Tretroller künftig auf dem Radweg fahren und ähnlich wie Mopeds versichert werden müssen.

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