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Ecosia: Warum die ökologische Suchmaschine einen KI-Chatbot plant

Die nachhaltige Suchmaschine Ecosia kommt nur auf Marktanteile im Promillebereich. Das will das Berliner Unternehmen nun ändern – mithilfe eines KI-Chatbots, der aber in erster Linie noch nicht als Erlösquelle fungiert.

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Ecosia-CEO Christian Kroll. (Foto: Ecosia)

Als ökologische Alternative zu Suchmaschinen wie Google oder Bing hat sich Ecosia einen Namen gemacht. Denn mit den Gewinnen aus dem Werbegeschäft wurden Klimaprojekte finanziert. Klingt einerseits toll, wenn so seit 2009 schon mehr als 186 Millionen Bäume gepflanzt wurden, andererseits ist Ecosia mit weniger als einem Prozent Marktanteil im Browsermarkt eher ein kleiner Fisch.

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Das Unternehmen betont, dass zumindest die eigenen Server mit erneuerbaren Energien arbeiten. Die CO2-Bilanz von Ecosia ist durch die Klimaprojekte negativ: Während eine Suche sonst etwa 0,2 Gramm CO2-Emissionen verursacht, liegt sie bei der Nutzung von Ecosia bei minus 50 Kilogramm pro Suche.

Ecosia will den KI-Hype für sich nutzen

Doch jetzt hat Ecosia angekündigt, auch beim KI-Thema mitspielen zu wollen – einer Technologie, die als extrem ressourcenhungrig und damit klimafeindlich gilt. Das Unternehmen arbeitet derzeit an Ecosia AI Chat, der in verschiedenen Ländern getestet und weiterentwickelt wird. Die an ChatGPT angelehnte Lösung fußt auf der API von OpenAI und soll um Lösungen von Drittanbietern ergänzt werden, um die Ergebnisse anzureichern.

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Den Vorwürfen, hier auf eine besonders energieintensive Technik zu setzen, entgegnet das Unternehmen, der Großteil dieser Energie falle für das Training der KI an – und sei somit bereits vor der Nutzung der Suchmaschine verbraucht. Eine zugegebenermaßen etwas zweifelhafte Rechnung.

Die Benutzung soll, so erklärt CEO Christian Kroll gegenüber dem Standard, für die Kund:innen kostenlos sein, auch eine Werbefinanzierung ist bislang nicht angedacht. Und doch ist die Lösung nicht nur in ökologischer Hinsicht spannend, sondern wirft auch rechtliche und ethische Fragen auf. Man nutze all das, um mehr Menschen dazu zu bringen, Ecosia auch als Suchmaschine einzusetzen und damit den eigenen Marktanteil zu erhöhen.

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Doch ganz ohne Google und Co. gehts dann doch nicht. Man habe zudem in Kanada, Mexiko, Neuseeland und auf den Philippinen die Suchergebnisse hinzugefügt, erklärte das Unternehmen kürzlich. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen vor allem auf die Bing-Suche gesetzt – und das immerhin für 14 Jahre. Offenbar hat Microsoft im Frühjahr allerdings seine Preise für Suchergebnisse erhöht, sodass sich Ecosia schon aus diesem Grund nach weiteren Standbeinen umsehen musste.

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