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„Kryptofaschistisch“: Edward Snowden warnt vor digitalen Zentralbankwährungen

Ex-Whistleblower und Datenschutz-Experte Edward Snowden hat sich in einem ausführlichen Meinungsartikel zum Thema CBDCs geäußert. Er sieht in ihnen eine Enteignung der Bürger und damit eine Bedrohung.

2 Min.
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Edward Snowden. (Screenshot: t3n.de)

Es sei die „neueste Gefahr, die am öffentlichen Horizont auftaucht“, schreibt Edward Snowden auf seinem Blog. Die Rede ist von CBDCs (Central Bank Digital Currencies, zu Deutsch: digitale Zentralbankwährungen). Für Snowden gibt es für CBDCs keinen sinnvollen Anwendungszweck, der Bürgerinnen und Bürgern tatsächlich etwas bringt.

„Ich werde Ihnen sagen, was ein CBDC nicht ist – es ist nicht, wie Wikipedia Ihnen vielleicht sagt, ein digitaler Dollar. Schließlich sind die meisten Dollars bereits digital und existieren nicht als etwas, das in Ihrer Brieftasche gefaltet ist, sondern als ein Eintrag in der Datenbank einer Bank, der getreu abgefragt und unter dem Glas Ihres Telefons wiedergegeben wird. Eine digitale Währung der Zentralbank ist auch keine staatliche Version einer Kryptowährung – zumindest nicht der Kryptowährung, wie sie so ziemlich jeder auf der Welt, der sie benutzt, derzeit versteht.”

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Snowden stellt damit implizit die Frage, wozu digitale Zentralbankwährungen taugen, wenn sie als digitale Repräsentationen der nationalen Fiatwährungen überflüssig sind, und kommt zu einem eindeutigen Urteil.

CBDCs ohne konkreten Nutzen für die Menschen

Nach seiner Auffassung sei eine CBDC keine Innovation, sondern stelle „eine Pervertierung der Kryptowährung, oder zumindest der Gründungsprinzipien und Protokolle der Kryptowährung“ dar. CBDC seien „kryptofaschistische Währungen“, die nur dem Zweck dienen würden, ihren Nutzenden „das grundlegende Eigentum an ihrem Geld zu verweigern und den Staat als Vermittler jeder Transaktion zu installieren.“

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Tatsächlich sind Snowdens Befürchtungen nicht völlig aus der Luft gegriffen, wenn auch gewohnt scharf formuliert. So beschreibt er die theoretische Möglichkeit, dass der Staat bei einer CBDC dem „Geld“ ein Ablaufdatum mitgeben könnte, um Konsumenten zu Käufen oder Anleger zu Investitionen zu bewegen. Ähnlich ist China in einer der vielen Testphasen des digitalen Yuan vorgegangen. Sie hatte die Digitalwährung kostenfrei verlost, sie aber unter der Voraussetzung verteilt, dass Nutzende sie innerhalb einer festgelegten Frist ausgeben oder wieder verlieren – technisch kein Problem.

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Eine Währung sie alle zu knechten

Für Snowden sind digitale Zentralbankwährungen damit Instrumente, die nur dazu dienen sollen, den Bürgern die finanzielle Freiheit zu nehmen, weshalb er sie strikt ablehnt. Die Regierungen fragt er:

„Von allen Dingen, die im Leben dieses armen Mannes zentralisiert und verstaatlicht werden könnten, sollte es wirklich sein Geld sein?”

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