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Edward Snowden

Edward Snowden ist ein US-amerikanischer Whistleblower, dessen Enthüllungen im Sommer 2013 die PRISM-Affäre auslösten. Durch ihn wurde erstmals der Umfang der digitalen Überwachung durch den US-amerikanischen Geheimdienst NSA (National Security Agency) und Partnerdienste aus anderen Ländern öffentlich bekannt. Snowden arbeitete bis Mai 2013 im Auftrag des Beratungsunternehmens Booz Allen Hamilton als Systemadministrator bei der NSA, zuvor war er als IT-Sicherheitstechniker für die CIA tätig. Dadurch hatte er Zugang zu streng geheimen Informationen über verschiedene US-amerikanische und britische Internet-Überwachungsprogramme.

Snowden, der 1983 in North Carolina zur Welt kam, übermittelte die Informationen an die Filmemacherin Laura Poitras und den Guardian-Journalisten Glenn Greenwald. Letzterer veröffentlichte im Juni 2013 erstmals Teile der Informationen – zunächst jedoch, ohne Snowden als Quelle zu nennen. Snowden war derweil bereits nach Hongkong geflohen, um einer Verfolgung durch die US-amerikanische Justiz zu entgehen. Erst von dort aus gab er öffentlich seine Identität preis, woraufhin das FBI einen Strafbefehl gegen ihn wegen Spionage und anderen Anklagepunkten erwirkte.
 

Snowdens genauer Wohnort ist immer noch unbekannt 

Snowden konnte Hongkong zwar verlassen, saß daraufhin jedoch eine Weile im Transitbereich des Moskauer Flughafens fest. Im August 2013 wurde bekannt, dass Snowden vom russischen Staat Asyl erhalten habe. Zuvor hatte Snowden erfolglos in 21 Ländern, darunter auch Deutschland, einen Asylantrag gestellt. Heute lebt Snowden noch immer inkognito in Russland. Sein genauer Wohnort ist unbekannt. Snowden spricht per Videobotschaft regelmäßig im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Auch in Diskussionen zum Thema Datenschutz oder der unerlaubten Auswertung von Facebook-Profilen ist er per Twitter oder Video häufig involviert. Präsident Trump spricht davon, Snowden wieder zurück in die Vereinigten Staaten zu holen. 

Edward Snowden: Ehrungen für den NSA-Whistleblower

Für sein Engagement hat Edward Snowden zahlreiche Auszeichnungen und Preise erhalten. Darunter unter anderem den internationalen Whistleblower-Preis, den Sam-Adams-Award, den Ridenhour-Truth-Telling-Prize, den Fritz-Bauer-Preis, den Stuttgarter Friedenspreis und die Carl-von-Ossietzky-Medaille. Außerdem wurde er von zwei norwegischen Politikern für den Friedensnobelpreis nominiert. Darüber hinaus hatte die  Philosophische Fakultät der Universität Rostock erfolglos angestrebt, Snowden die
 Ehrendoktorwürde zu verleihen. 2016 verfilmte der Hollywood-Regisseur und dreifacher Oscar-Gewinner Oliver Stone die Geschichte des Whistleblowers unter dem Titel „Snowden“. In der Hauptrolle war Joseph Gordon-Levitt zu sehen.

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