PRISM

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Bei PRISM handelt es sich um ein streng geheimes Programm, das zur Auswertung elektronischer Daten und Medien genutzt wird. Die Abkürzung PRISM steht für „Planing tool for Resource Integration, Synchronization, and Management“ und das Projekt wird seit dem Jahr 2005 von der US-amerikanischen National Security Agency (NSA) überwacht. Dabei gilt das Projekt als eines der größten Überwachungsprogramme der Welt. Bereits im Juni 2013 wurde bekannt, dass neun der größten Internetkonzerne der USA an diesem Projekt beteiligt sind.

PRISM im Rahmen der Überwachung

Das eigentliche Einsatzfeld von PRISM ist die Überwachung der digitalen Kommunikation innerhalb sowie außerhalb der USA. Zudem haben die NSA und das FBI die Möglichkeit, auf gespeicherte Kommunikationsdaten bei den involvierten Internetkonzernen zuzugreifen. Der verfügbare Datenumfang hängt hierbei vom jeweiligen Internetkonzern ab. Die Bekanntmachung von PRISM erfolgte durch Edward Snowden, der zuvor bei der CIA und der NSA gearbeitet hatte. Vor allem US-Politiker, Bürgerrechtsgruppen und IT-Sicherheitsexperten sehen die Aktivitäten des Programms ohne konkreten Verdacht als eine Verletzung der US-Verfassung an. Die Entstehung des Projekts lässt sich auf den Protect America Act (AP) zurückführen. Dieser Act räumt den Behörden ein Recht zur Vorratsdatensammlung ein und trug zur Speicherung von Telefondaten ab dem Jahr 2006 bei. Im Ressort Digitale Gesellschaft findet ihr immer die aktuellsten News und Hintergrundberichte über Überwachung, Netzpolitik und Netzkultur.

PRISM-Reaktionen nach dem Leak

Die Veröffentlichungen von Edward Snowden sorgten für großes Aufsehen an den Märkten. Kurz nach dem Leak der Daten gaben US-Politiker bekannt, dass die Sicherheitsbehörden bereits seit mehr als sechs Jahren die Daten von Nicht-US-Bürgern sammeln. Der US-Geheimdienstchef Clapper teilt zum damaligen Zeitpunkt mit, dass PRISM kein geheimes Sammelprogramm sei. Vielmehr handle es sich lediglich um ein Regierungssystem, das zur Internetüberwachung im Verdachtsfall dient. Als Hauptbeweggründe zur Etablierung der neuen Technologie führten die Behörden den Kampf gegen den Terrorismus, Cyberbedrohungen und die zunehmende Verbreitung von Waffen an. Auch die US-Regierung rechtfertigte die Überwachung mit Erfolgen bei Festnahmen in zwei wichtigen Fällen und der erfolgreichen Unterbindung von rund 50 Terrorakten seit dessen Einführung. Neben den USA wurden dabei auch andere Länder vor potenziellen Angriffen geschützt.

Auf t3n.de findet ihr alle aktuellen Entwicklungen rund um die Themen PRISM, Datensicherheit und Überwachung.

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