Cybercrime

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Der Begriff Cybercrime, zu deutsch: „Computerkriminalität“, umfasst alles, was irgendwie mit Kriminalität am Computer gemeint ist – mit oder ohne das „Tatmittel Internet“, wie es der Jurist ausdrückt. Cybercrime meint also alles vom klassischen Hack, bei dem ein Gerät übernommen oder seine Sicherheitsmechanismen umgangen werden, bis hin zum kommerziellen Betrug bei Glücksspielen im Internet oder Mogel-Software bei großen Multiplayer-Computergames. Wer es genau nimmt, könnte auch den Betrüger auf Ebay zum Feld des Cybercrime zählen, allerdings ist das öffentliche Verständnis inzwischen eher auf Straftaten begrenzt, die kein Äquivalent im Offline-Raum haben. Übrigens: Auch Urheberverletzungen zählen zu Cybercrime. Hier sind die Strafverfolgungsbehörden allerdings eher an den Hintermännern als an den Konsumenten der illegalen Filme interessiert.

Der Banküberfall des 21. Jahrhunderts: Cybercrime

Die Schwierigkeit, Begriffe aus dem Strafrecht in den digitalen Raum zu übertragen, wird an folgendem Beispiel deutlich: Beim Diebstahl eines Smartphones hat am Ende der Tat der Dieb das Smartphone und der eigentliche Besitzer hat nichts. Beim „Diebstahl“ eines geschützten Filmes verbleibt die ursprüngliche Datei allerdings unverändert auf den Servern der Rechteinhaber.

In der jüngsten Vergangenheit gab es einige prominente Beispiele, durch die Cybercrime als Begriff einer weiten Öffentlichkeit bekannt wurde, darunter insbesondere der Hack des internen Netzwerkes des Bundestags – aber auch die Krypto-Erpressung von verschiedenen Konzernen und auch deutschen Krankenhäusern. Hier wurden wichtige Daten so verschlüsselt, dass der laufende Betrieb letztlich vollständig verhindert wurde – den Code zur Entschlüsselung gab es dann nur gegen eine Zahlung in der Krypto-Währung Bitcoin.

Die Bedrohung für private und geschäftliche Internet-Nutzer ist vielfältig

Lange Zeit war das klassische Szenario für den Endkunden eine E-Mail, in der eine gut gefälschte Nachricht zur Eingabe etwa der eigenen Zugangsdaten zum Onlinebanking erbat. Oft wurde auch darauf hingewiesen, dass beim Installieren unbekannter oder unsicherer Software der eigene Computer Teil eines kriminell agierenden Botnetzwerks wurde. Ein Botnetzwerk ist sozusagen eine große Menge an Schläfer-Computern, die auf geheimen Befehl hin beispielsweise Spam-Nachrichten versenden – ohne, dass der Nutzer etwas davon mitbekommt. Die Abwehr schädlicher Trojaner ist eine der wichtigsten Funktionen eines Virenschutzes.  Da die Bedrohungen mittlerweile deutlich vielseitiger sind, haben sich die Bekämpfung von Cybercrime und das Schließen bedrohlicher Sicherheitslücken inzwischen zu lukrativen Wirtschaftszweigen entwickelt.

Auf dieser Seite findet ihr aktuelle Neuigkeiten zum Thema Cybercrime und hilfreiche Tipps zum Schutz des eigenen Computers oder Netzwerks.