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Ratgeber

Was sind eigentlich AR und VR?

Oculus Go ist eine der aktuellsten VR-Brillen. (Bild: Facebook/Oculus)

Augmented und Virtual Reality sind Begriffe, die fast zeitgleich bekannt wurden. Wir erklären sie und zeigen, wo die Techniken schon zum Einsatz kommen.

Augmented Reality (kurz AR) und Virtual Reality (Abkürzung: VR) beschäftigen sich beide damit, die Realität, wie wir sie kennen, zu verändern. Allerdings mit ganz unterschiedlichen Ansätzen, denn die AR bleibt in der echten Realität, während VR eine ganz neue Realität schafft.

Was ist AR?

Unter AR versteht man, was die englische Bezeichnung schon verrät: Das Erweitern der eigentlichen Realität um zusätzliche Inhalte, von Infos über Videos bis hin zu Spielen kann hier alles an reale Objekte gebunden werden. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Grundsätzlich funktioniert das über die Erkennung von Bildern oder auch nur Mustern über die Kamera vom Smartphone oder Tablet. Wird ein bestimmtes, im Vorfeld bekanntgemachtes Bild erkannt, reagiert die Software mit dem entsprechenden Befehl, spielt also ein Video ab oder gibt andere Informationen aus. Erkennt die Kamera zum Beispiel den Eiffelturm, kann ein Reiseführer euch nützliche Informationen dazu direkt auf euer Kamerabild legen; die Realität ist um zusätzliche Informationen erweitert.

Wie schon angeklungen ist, benötigt ihr für die Umsetzung von AR keine zusätzliche Technik. Es reicht ein aktuelles Smartphone oder Tablet mit Kamera. Alles weitere läuft dann über die App, die passende Inhalte einbindet. Wer das Smartphone dafür nicht zur Hand nehmen will, kann auf einige erste Brillen zurückgreifen, die die gleiche Technik nutzen, dazu zählen beispielsweise die Google Glasses.

Was ist VR?

VR ist eine virtuelle Realität, die von Menschenhand geschaffen wird und in der sich der Nutzer dann bewegt. Die reale Welt spielt in diesem Fall keine Rolle und ist für die virtuelle Umgebung nicht von Belang. Allerdings kann die virtuelle Welt natürlich eine Repräsentation von etwas Realem sein, wenn etwa ein Rundgang durch ein Museum oder der Besuch eines Konzerts virtuell nachgestellt werden.

Die Technik fußt auf den Möglichkeiten, mit denen man beispielsweise CGI-Sequenzen für Filme dreht oder Videospiele erstellt. 3D-Modellierungsprogramme wie Blender erlauben es, alle erdenklichen Objekte zu erstellen, die dann in einer virtuellen Welt platziert werden können. Die Unity oder Unreal Engine wären hier Beispiele zur Umsetzung. Auch eine Erstellung durch 360-Grad-Kameras oder Point-of-View-Kameras ist möglich, ist dann aber natürlich deutlich limitierter, was die Optionen auf Interaktion angeht.

Nutzer von Playstation VR mit Controllern
Neben der Brille braucht es für VR-Anwendungen auch eigene Controller. (Foto: Christian Bertrang / Shutterstock)

VR ist im Gegensatz zu AR nicht ganz so simpel über ein Smartphone zu realisieren. Die einfachste Lösung ist Google Cardboard, ein Konzept, bei dem ihr euch aus Pappe und zwei Linsen ein eigenes Headset zusammenbastelt, in das ihr dann ein Smartphone einsetzen könnt. Mit der richtigen App erlebt ihr so die VR. Allerdings ist das natürlich nicht unbedingt komfortabel. Andere Brillen wie die Oculus Rift von Facebook, das HTC Vive-Headset oder Sonys VR-Headset setzen mehr auf Ergonomie und nutzen einen PC als Recheneinheit, wodurch hier beeindruckende Ergebnisse möglich sind. Das zeigt sich dann aber auch im Preis und kann zu Kabelchaos führen. Mit der Oculus Go gibt es aber jetzt auch erste Ideen, die ohne Kabel auskommen und euch so im virtuellen Raum weniger einschränken. Neben der Brille benötigt ihr auch noch Eingabegeräte, wenn ihr die Welt nicht nur ansehen, sondern auch mit ihr interagieren wollt. Eine Open Source-Lösung gibt es inzwischen auch schon.

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