Fundstück

Wie Elon Musk mehr lernt als jeder andere

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Lerntransfer in zwei Schritten

Nun nützt bekanntlich der vollste Bücherschrank nichts, wenn das Gelernte nicht im Alltag angewendet werden kann. Ein Lerntransfer beschreibt die Fähigkeit, eine gelernte Problemlösung auf eine andere, vergleichbare Situation zu übertragen. Erworbenes Wissen wird über konkrete Gegenstände oder Zusammenhänge auf ähnliche Phänomene angewendet, indem es verallgemeinert oder abstrahiert wird. Vor allem bei dieser Fähigkeit „glänzt“ Musk geradezu, schlussfolgert Simmons.

Laut dem Lern-Experten vollzieht Musk den Lerntransfer in zwei Schritten: So „zerlegt“ der Milliardär jeden Themenkomplex – etwa Ingenieurskunst oder künstliche Intelligenz – zunächst in seine wesentlichen Grundprinzipien, nur um diese anschließend mit dem Ziel einer Innovation auf fremde Wissensgebiete zu übertragen. „Beispielsweise auf die Raumfahrt, um SpaceX zu gründen“ oder „auf die Automobilindustrie, um Tesla und selbstfahrende Autos zu erschaffen“. Auch Forscher schreiben diese Methode laut Simmons eine positive Wirkung auf den Lerntransfer zu.

Musk selbst hat seine Lernmethode in einer Fragerunde beim Internetportal Reddit mal mit einem interessanten Vergleich umschrieben. „Es ist wichtig, Wissen als eine Art semantischen Baum zu betrachten – stellen Sie sicher, dass Sie die Grundprinzipien, das heißt den Stamm und die großen Äste, verstehen, bevor Sie sich den Details beziehungsweise den Blättern widmen. Andernfalls gibt es nichts, woran sie sich festhalten können“, so der Milliardär.

Was wir von Elon Musk lernen können

Zusammengefasst: Das Erfolgsgeheimnis von Elon Musk basiert – zumindest wenn es nach den Recherchen von Michael Simmons geht – auf großem Wissensdurst verbunden mit der Fähigkeit, Gelerntes auf fremde Fachbereiche zu übertragen. Simmons sieht durch den Milliardär sogar einen der gängigsten Tipps aus Karriereratgebern widerlegt: „Im Kern können wir aus der Geschichte von Elon Musk lernen, dass wir das Dogma nicht akzeptieren sollten, dass Spezialisierung der beste und einzige Weg zu einer erfolgreichen Karriere ist.“

Zum Weiterlesen: Diese vier Dinge machen Elon Musk so erfolgreich

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Ein Kommentar
C(R)ookie
C(R)ookie

Simmons sieht durch den Milliardär sogar einen der gängigsten Tipps aus Karriereratgebern widerlegt: „Im Kern können wir aus der Geschichte von Elon Musk lernen, dass wir das Dogma nicht akzeptieren sollten, dass Spezialisierung der beste und einzige Weg zu einer erfolgreichen Karriere ist.“

Stimmt so nicht!

Das kann man auch anders lesen:
Gerade durch seine Spezialisierung auf 2 Gebiete, nämlich den Wissenserwerb und der Anwendung dessen, also den Lerntransfer, ist Musk so erfolgreich geworden.

Er hat sich also nach gängiger Lesart darauf spezialisiert soviel wie Möglich (über die für ihn wichtigen Felder) zu Wissen und es auf die jeweilige Situation anwenden zu können.
Und zwar so gut, dass er mit Spezialisten auf ihrem Gebiet mitreden und diese ggf. sogar überzeugen kann, neue Wege zu probieren.

Ergo: Spezialisierung ist nach wie vor – ein – Königsweg zur Karriere.
Wichtig ist vor allem WORAUF man sich spezialisiert. Wenn sich fast jeder zweite auf das Gleiche spezialisiert, bringt das dann Karrieretechnisch nur wenig.

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