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Energie aus dem Weltraum: US-Militär beamt Strom 1 Kilometer weit

Forscher:innen des US-Militärs ist es gelungen, elektrische Energie über eine größere Strecke drahtlos zu übertragen – in Form von Mikrowellen. Geplant ist, künftig Truppen aus dem Weltall mit Strom zu versorgen.

2 Min. Lesezeit
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Mikrowellen: Strom drahtlos übertragen. (Foto: NRL/Gayle Fullerton)

Am California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena wird seit fast zehn Jahren an einer Möglichkeit geforscht, wie Solarenergie im Weltall gesammelt und in Form von Mikrowellen zur Erde geschickt werden kann. 2023 soll ein erster Satellit für entsprechende Tests in den Orbit geschickt werden. Dem Naval Research Laboratory (NRL), ein Forschungslabor der US-Navy und des Marine Corps, ist jetzt auf der Erde ein Durchbruch in der drahtlosen Übertragung von Strom (Power Beaming) gelungen.

Elektrische Energie drahtlos übertragen

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Wie das NRL mitteilt, konnte auf einem Testgelände im US-Bundesstaat Maryland elektrische Energie mit einer Leistung von 1,6 Kilowatt über eine Entfernung von einem Kilometer übertragen. Das NRL bezeichnet den Erfolg als „bedeutendste Demonstration von Power Beaming der vergangenen fast 50 Jahre“. Damit Strom überhaupt über die Luft transportiert werden kann, wird er in Mikrowellen gewandelt. Diese werden dann in einem gerichteten Strahl zu einem Empfänger gebeamt. Dort werden die ankommenden elektromagnetischen Wellen in Gleichstrom gewandelt, wie Golem schreibt.

Ursprünglich sollte im Rahmen des Safe and Continuous Power Beaming Microwave (Scope-M) genannten Projekts lediglich ein Kilowatt über eine Strecke von einem Kilometer geschickt werden. Das Ziel war aber deutlich übertroffen worden. Bei einem zweiten Test am MIT in Massachusetts sei die Spitzenleistung zwar geringer, dafür aber die durchschnittliche Leistung höher gewesen, wie Paul Jaffe, Leiter der Abteilung Power Beaming and Space Solar am NRL, erklärt. Damit habe auch mehr Energie transportiert werden können. Starker Regen habe die Leistung lediglich um fünf Prozent verringert.

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NRL: Keine Gefahr für Mensch und Tier

Mit diesen Tests, so Jaffe, werde der Weg für drahtlose Stromübertragung auf der Erde, im All sowie zwischen Erde und All geebnet. Die Leistungsdichte sei dabei – anders als in früheren Projekten – in einem für Mensch und Tier ungefährlichen Bereich. Bei Scope-M werde daher kein Sicherheitsmechanismus eingesetzt, der sich ausschaltet, wenn sich ihm etwas nähert. Das US-Verteidigungsministerium plant, die Technologie einzusetzen, um Truppen aus dem Weltall mit Strom zu versorgen. Wann das Ganze einsatzbereit ist, hat das NRL nicht bekanntgegeben.

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