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Chips, KI und mehr: EU will mehr Macht über Schlüsseltechnologien

Die Europäische Kommission hat sich für die kommenden Jahre ehrgeizige Ziele bei der Digitalisierung gesetzt. So soll bis 2030 die heimische Chipproduktion verdoppelt werden.

2 Min. Lesezeit
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Künstliche Intelligenz: EU will mehr Souveränität bei digitalen Themen. (Foto: Shutterstock / Jinning Li)

Die Corona-Pandemie hat einmal mehr gezeigt, wie abhängig Europa bei den Schlüsseltechnologien von Firmen aus den USA und China ist. Aktuell leidet zudem besonders die Autobranche unter einem Mangel an Chips. Schon im Herbst hatte die EU-Kommission erklärt, dass die EU mehr digitale Souveränität brauche. Jetzt sind in dem „Digitalen Kompass für 2030“ Ziele zu insgesamt vier Kernpunkten ausgerufen worden, die man bis zum Ende der Dekade erreichen will.

Gigabit-Internet für alle EU-Haushalte

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So sollen bis 2030 mindestens 80 Prozent aller Erwachsenen über grundlegende digitale Kompetenzen verfügen. Außerdem sollen 20 Millionen IT-Fachkräfte in der EU beschäftigt sein und mehr Frauen in IT-Berufen arbeiten. Aktuell arbeiten knapp acht Millionen Menschen in der EU im IT-Bereich. 2030 sollen zudem alle EU-Haushalte eine Gigabit-Internetverbindung haben. 5G-Netze soll es zumindest in allen bewohnten Gebieten geben.

Auch in puncto Chipproduktion will die EU Gas geben. Der Anteil Europas an der Produktion hochmoderner und nachhaltiger Halbleiter soll von derzeit rund zehn auf 20 Prozent verdoppelt werden. Für mehr Klimaschutz im IT-Bereich sollen 10.000 klimaneutrale hochsichere Randknoten sorgen. Noch einmal bekräftigt wurde zudem das Ziel, dass Europa schon bald seinen ersten Quantencomputer bekommen soll. Bisher war von 2025 die Rede; 2030 soll die EU in diesem Bereich zur führenden Kraft aufsteigen, wie die FAZ schreibt.

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Zahl der Startup-Einhörner soll sich verdoppeln

Ein weiteres Kernziel im „Digitalen Kompass für 2030“ umfasst die Digitalisierung in Unternehmen. Hier wird angestrebt, dass 2030 drei von vier Unternehmen Cloud-Computing-Dienste, Big Data und künstliche Intelligenz nutzen sollen. Die Zahl der Startup-Einhörner, also von jungen Firmen mit einer Milliardenbewertung, soll sich verdoppeln. Auch will die EU bis zum Ende dieser Dekade allen Bürgern öffentliche Dienste online zur Verfügung stellen und ihnen Zugang zu ihren elektronischen Patientenakten ermöglichen.

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Erreicht werden sollen die ambitionierten Ziele auch über Mehrländerprojekte und Förderprogramme. Zudem sollen alle EU-Mitgliedstaaten 20 Prozent der Ausgaben in ihren Aufbau- und Resilienzplänen für die digitale Priorität vorsehen. Ein Rahmen für Digitalgrundsätze soll sicherstellen, dass die EU ihren Weg der Digitalisierung auf den Menschen ausgerichtet geht. Der für den EU-Binnenmarkt zuständige Kommissar Thierry Breton rief in diesem Zusammenhang „Europas digitale Dekade“ aus. Ziel sei ein „widerstandsfähiges und digital unabhängiges Europa“.

Ebenfalls interessant: Startups: Das sind die bekanntesten und unbekanntesten Einhörner

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