Anzeige
Anzeige
News
Artikel merken

EU-Abstimmung: Bald Identifizierung für Kryptozahlungen nötig

EU-Ausschüsse stimmen für schärfere Regulierung: Pseudonyme Zahlungen mit Bitcoin, Ether und Co könnten bald nicht mehr möglich sein. Blockchain-Expert:innen schlagen Alarm.

1 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige

Die Transfer-of-Fund-Regulation kommt in den Trilog der EU. (Foto: Alexandros Michailidis/Shutterstock)

Um gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung vorzugehen, hat die große Mehrheit der EU-Ausschüsse für Wirtschaft (ECON) und Justiz (LIBE) für eine strenge Regulierung von Unhosted Wallets votiert. Am Donnerstagnachmittag (31. März) stimmten 93 Abgeordnete für den Beschluss, 14 dagegen. 14 Personen enthielten sich. Im nächsten Schritt kommt die beschlossene Vorlage der „Transfer-of-Fund-Regulation“ in den Trilog zwischen den drei gesetzgebenden EU-Institutionen Kommission, Rat und Parlament.

Anzeige
Anzeige

Laut der geplanten Transfer-of-Funds-Regulation müssen bei jeder Kryptotransaktion Informationen über Sender und Empfänger offengelegt werden. Die Daten sind der zuständigen Behörde zur Verfügung zu stellen. Das soll Zahlungen in Kryptowährungen transparent machen, um Geldwäsche vorzubeugen.

Non-custodial Wallets im Fokus

Identifizierungspflichtig (beispielsweise durch KYC-Prozesse) waren bislang nur Kund:innen von zentralen Kryptobörsen wie Bitpanda. Diese Nachverfolgbarkeit will die EU mit der Transfer-of-Funds-Regulation nun auch auf Non-custodial Wallets, sogenannte „Unhosted Wallets“, ausweiten. Zuvor war eine Bagatellgrenze von 1.000 Euro vorgesehen gewesen. Dieses Einschränkung haben die Ausschüsse allerdings gestrichen.

Anzeige
Anzeige

Die Regulierung gehe deutlich zu weit und hemme Innovationen im Kryptobereich in der EU, sagen viele Blockchain-Expert:innen unisono. Auch der EU-Abgeordnete und Mitglied des ECON-Ausschusses Stefan Berger (CDU) bedauerte den Ausgang der Abstimmung auf Twitter:

Anzeige
Anzeige

Blockchain-Verbände und -Vertreter:innen befürchten schwere Folgen für das dezentrale Finanzsystem (Defi) in Europa. „Transaktionen auf Wallets sind auf jeden Fall mit mehr Komplexität und Kosten verbunden. Das kann den boomenden Defi Sektor in jedem Fall abbremsen, und europäische Bürger stärker von dieser Innovation abschneiden“, sagt Defi-Experte Peter Großkopf.

Er setzt sich dafür ein, dass der vorliegende Beschluss nicht durch den Trilog kommt, und hofft, dass die Krypto-Community in die Lösungsfindung einbezogen wird. „Mit digitaler Identität und Zero-Knowledge-Proofs könnte man womöglich einen guten Kompromiss finden“, sagt Großkopf.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Schreib den ersten Kommentar!
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige