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Nach Fan-Aufruhr: NFT wieder aus Videospiel entfernt

Was bringt eine neue Einnahmequelle, wenn sie die User-Gemeinde vergrault? Die Spieleentwickler von „Stalker“ haben sich dem Willen ihrer Fans gebeugt: die Fortsetzung wird keine NFT enthalten.

Von Hannah Klaiber
2 Min.
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GSC Game World beugt sich dem Willen der Fans. (Screenshot: Stalker 2 / GSC Game World)

Nachdem die Ankündigung, dass die Fortsetzung des Spiels erstmals NFT einführen werde, eine Welle der Empörung und herber Kritik in den sozialen Medien losgetreten hatte, versuchte das Unternehmen zunächst, die aufgebrachten Gemüter durch eine detaillierte Begründung ihrer Entscheidung zu besänftigen.

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„Wir entschuldigen uns für die gestrige Fehlkommunikation und die Gefühle, die sie ausgelöst hat. Wir wissen, dass ihr nur das Beste für unser Spiel wollt, und wir wissen das zu schätzen“, stellen die Entwickler von „Stalker 2: Heart of Chernobyl“ fest. GSC Game World sei ein unabhängiges Spieleentwicklungsstudio ohne Verleger, heißt es weiter. Zwar sei man stolz auf das wunderbare Team und den „Traum von einem Spiel, das ihr aufrichtig lieben werdet“, aber genau wie alle anderen Entwickler brauche man zwei Ressourcen, um so etwas auf die Beine zu stellen: Zeit und Geld.

Entschuldigung geht nach hinten los

Die potenziellen Einnahmen durch NFT würden somit der Qualität des Spiels zugutekommen. Wenn man auf lange Sicht auch nicht auf die Einführung von NFT verzichten könne, so gelobt das Team von GSC Game World zumindest, künftig von vornherein Transparenz zu schaffen.

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Um die Erfahrung der anderen Spieler nicht zu beeinträchtigen, seien die Token „völlig optional“ und hätten keinen Einfluss aus das Gameplay oder die Story (also keine Waffen, Quests, Locations etc); zudem können sie nur vor Veröffentlichung des Spiels aktiviert werden. Doch auch das kam bei den Fans des Spiels nicht gut an. Wie es ein User auf Reddit ausdrückt: „Sie mussten buchstäblich nichts tun, um mich für dieses Spiel zu begeistern, und haben es trotzdem vermasselt.“

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Daraufhin rückten die Entwickler von „Stalker“ von ihrem ursprünglichen Plan ab und haben seither angekündigt, „alles, was mit NFT in Stalker 2 zu tun hat, zu streichen“.

Was spricht gegen NFT?

Die Gründe für die ablehnende Haltung der Spielergemeinde liegen auf der Hand: NFT (und die Blockchain an sich) sind eine Umweltkatastrophe – obgleich GSC Game World behauptet, dass ihr Partner DMarket „vorrangig auf einen niedrigen Energieverbrauch und die Minimierung von CO2-Emissionen und anderen negativen Umweltauswirkungen ausgerichtet ist.“ Abgesehen davon, sehen viele Gamer durch die Einführung von NFT die Integrität der Spielewelt gefährdet.

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NFT machen virtuelle Sammlerobjekte wie digitale Kunst, Musik oder Charaktere und Objekte aus Videospielen, fälschungssicher und damit handelbar. Es gibt jedoch auch kritische Stimmen, die hinter dem System eine neue Art der Spekulation oder gar eines Schneeballsystems sehen.

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