News

Peloton will mit Fitnessspiel „Lanebreak“ neue Zielgruppen erreichen

„Lanebreak“ heißt das erste Fitnessspiel von Peloton. Es erinnert an Titel der 90er-Jahre. (Bild: Peloton)

Lesezeit: 2 Min.
Artikel merken

Das Fitnessspiel „Lanebreak“ soll Spaß und Workout vereinen. Der erste Vorstoß zeigt: Das können andere besser, die jedoch nicht die Reichweite des Newcomers haben.

Peloton hat Updates veröffentlicht, um den Abonnenten des Dienstes neue Funktionen und Anreize zu bieten. Mit dabei: Die Beta-Version eines Fitnessspiels namens Lanebreak. Das markiert für das kursorientierte Geschäftsmodell den Einstieg in die Computerspielwelt. Peloton hofft, damit neue Käuferschichten zu erreichen. Ein erster Blick zeigt, dass dabei reichlich Luft nach oben bleibt.

„Lanebreak“: Racer mit Rhythmus

Gizmodo berichtet, der Titel ähnele typischen Rhythmusspielen – nur, dass die Spieler das Geschehen mit einer bestimmten Trittfrequenz beeinflussen. Inhaltlich bewegen sie sich auf einer Fahrstrecke, die dem Computerspielklassiker „Tron“ ähnelt. Zwei Fahrspuren markieren dabei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Die linke dient Einsteigern, Fortgeschrittene wählen die rechte Seite. Auf beiden Spuren warten verschiedene Hindernisse, die überfahren werden wollen. Das Ganze synchronisiert „Lanebreak“ mit dem Beat der Hintergrundmusik. Wer auf der richtigen Spur bleibt und den Rhythmus des Tracks trifft, erhält Bonuspunkte, sogenannte „Pickups“. Eine andere Spielmechanik heißt „Streams“ – sie zeigen eine spezielle Route an, deren Einhaltung wiederum Punkte bringt. „Breakers“ geben dem Spieler die Aufgabe, in einer bestimmten Zeit eine festgelegte Leistung zu erreichen, etwa einen Sprint innerhalb weniger Takte.

„Lanebreak“ kommt 2022 heraus

In der Beta-Version, die momentan etwa 1.000 Kunden ausprobieren, hat Peloton zusätzlich soziale Funktionen eingebaut. So kann man anscheinend andere Nutzer herausfordern. Zusätzlich lassen sich verschiedene Musikgenres, Workout-Typen, Schwierigkeitsgrade und die Dauer des Radel-Vergnügens auswählen. Das Programm steht am Ende nur Besitzern eines Peloton-Bikes oder seiner Plus-Variante zur Verfügung. Der Hersteller plant eine öffentliche Beta-Phase im Winter, das endgültige Produkt soll Anfang 2022 auf den Markt kommen.

Gamification bei Peloton nicht neu

Das Unternehmen arbeitet von Anfang an mit Abzeichen, Scores und anderen Computerspielelementen. Allerdings steht bisher die Verbindung mit Trainern im Vordergrund. Das bestätigt auch der Produktchef des Unternehmens, David Packles: „Inhalte, insbesondere unsere von Trainern geleiteten Inhalte, sind das Herzstück von Peloton.“ Der Anbieter wolle aber mehr Abwechslung bieten, weil „die Leute das wollen“. Packles sagt, „Lanebreak“ sei absichtlich minimalistisch ausgerichtet, basiere stark auf Musik und besitze einen hohen Wiederspielwert. Die Hoffnung sei, auch Menschen anzusprechen, die statt auf virtuelle Ausfahrten und Live-Kurse auf Fitness-Gaming stehen.

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Fitnessspiele: Der Markt füllt sich

Für die genannte Zielgruppe gibt es allerdings schon Angebote. So brachte das norwegische Startup Playpulse im April ein Fitness-Bike auf den Markt, das sich explizit an Gamer richtet. Dort kann man „richtige“ Computerspielerfahrungen machen, während man in die Pedale tritt. Nintendo hat etwa mit der Switch-Hardware Nintendo Ring Fit Adventure ein Fitness-Accessoire und passende Titel herausgebracht. Findige Gamer haben das Gerät schon mit beliebten Titeln aus der „Zelda“-Reihe verknüpft. Auch andere Konsolen und Systeme – etwa die VR-Schmiede Oculus – erweitern ihr Spiele-Repertoire in Richtung Fitness. Pelotons Vorteil liegt darin, eine treue Anhängerschaft von 5,4 Millionen Menschen zu haben, die bereits scharf darauf sind, sich zu bewegen. Angeblich arbeitet das Unternehmen an einem eigenen Wearable, vielleicht lassen sich damit dann bessere Fitness-Spiele spielen – und das ganz ohne 2.200-Euro-Fahrrad (Test).

Das könnte dich auch interessieren

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Digitales High Five
Holger Schellkopf (Chefredakteur t3n)

Anleitung zur Deaktivierung

Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder