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Einzigartiger Fund: Paläontologen graben Flugsaurier mit 480 Zähnen aus

Paläontologen entdeckten in Oberfranken eine neue und einzigartige Flugsaurier-Art. Das Besondere am Balaenognathus maeuseri: Sein Kiefer mit beeindruckenden 480 Zähnen.

Von Antonia Wallner
1 Min. Lesezeit
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Eigentlich war die Entdeckung des Flugsauriers mit dem Riesengebiss ein Zufallsfund.

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Das deutsch-englische Forscherteam um Paläobiologe David Martill von der University of Portsmouth war im fränkischen Wattendorf gerade dabei, Kalkstein-Brocken mit Krokodilknochen auszugraben, als ihnen ein ungewöhnliches Stück Kalkstein mit einem Saurier-Flügel auffiel.

David Martill beschreibt die Entdeckung im Fachblatt Paläontologische Zeitschrift (PalZ). Neugierig geworden grub das Team aus Wissenschaftler:innen weiter und förderte insgesamt 17 Kalkstein-Brocken zutage, bis sie ein fast vollständiges und sehr gut erhaltenes Skelett eines Pterosauriers hatten.

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„Das Tier muss fast unmittelbar nach seinem Tod im Sediment begraben worden sein“, so Martill dazu.

Außergewöhnlicher Kiefer für die Nahrungsaufnahme

Schnell fiel auf, was an dem Skelett des Flugsauriers anders war: sein ungewöhnlicher Kiefer.

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Dieser ist sehr lang, nach oben gebogen und läuft am Ende wie ein Löffel zu. 480 Zähne zählten die Forscher:innen in dem Gebiss.

Vor allem die Form der Zähne ist für sie bedeutsam. „Einige Zähne haben einen Haken am Ende, was so zuvor noch nie bei einem Pterosaurier gesehen wurde“, erklärt David Martill im PalZ.

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Unter anderem deshalb gaben sie der neuen Art den Namen Balaenognathus maeuseri, was Walkiefer bedeutet. Die speziell geformten Zähne sind auch ein Hinweis auf die Beutetiere des Flugsauriers.

So bevorzugte er wohl Nahrung aus dem Wasser und benutzte seinen Kiefer dabei wie einen Trichter, ähnlich wie ein Bartenwal. Mit einer Art Filter-Technik blieben dann kleine Garnelen und Krebse zwischen den Zähnen hängen.

Wattendorf ist weltweit bekannt für Pterosaurier-Funde

Der Fundort, ein Dolomitensteinbruch bei Wattendorf im Landkreis Bamberg, ist ein bekanntes Gebiet für Kalkstein-Funde und hat sich weltweit insbesondere für Fossilien von Pterosaurieren profiliert.

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Bereits seit 2004 wird dort unter der Schirmherrschaft des Naturkundemuseums Bamberg gegraben.

Wer sich persönlich von den 480 Zähnen überzeugen will: Dort ist auch das vollständige Skelett des neuen Flugsauriers ausgestellt.

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