Forscher haben Röntgenblick fürs Smartphone entwickelt – der ist allerdings noch ausbaufähig

Ein Smartphone unter Röntgenstrahlen. (Foto: kittixray / Shutterstock)
Forscher der University of Texas at Austin haben einen Röntgenblick fürs Smartphone entwickelt. Damit können sie durch einige Materialien hindurchsehen und zum Beispiel erkennen, was sich in einem Brief befindet, ohne diesen zu öffnen.
Das Team um Kenneth O hat dafür einen speziellen Chip entwickelt, der das Smartphone in eine Art Röntgenapparat verwandelt. Ein so ausgestattetes Smartphone kann auch Gegenstände hinter einem Stück Karton ausmachen.
Allerdings hat die Technik noch einen Haken: Der Vorgang dauert mehrere Stunden, was das Ganze im Alltag eher unpraktisch macht.
Pläne für die Zukunft
Kenneth O ist jedoch optimistisch, dass er die Technik so weiterentwickeln kann, dass sie in Echtzeit auf dem Smartphone funktioniert, wie er gegenüber CBS News erklärte. Er benötige nur die entsprechende Finanzierung.
„Die grundlegende Technologie ist vorhanden“, sagte er. „Ich würde sie wirklich gerne allen zugänglich machen.“ Nutzer könnten dann mit einem Smartphone und dem Chip Briefumschläge oder Pakete scannen, ohne diese öffnen zu müssen.
Es wäre auch möglich, den Flüssigkeitshaushalt des Körpers zu überprüfen oder verdorbene Schokoriegel noch in der Verpackung zu erkennen, meint er.
Privatsphäre geht vor
So eine Technik wirft natürlich auch Fragen zur Privatsphäre auf. Sie könnte zum Beispiel von bösartigen Akteuren genutzt werden, um den Inhalt einer Handtasche zu überprüfen und zu sehen, ob es etwas zu stehlen gibt. Darum hat der Forscher den Scanner so gestaltet, dass er nur aus nächster Nähe funktioniert.
Momentan ist die Forschung noch in einer frühen Phase. Wie das Endprodukt tatsächlich aussehen wird, muss sich noch zeigen.