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Französische Regierung will kurze Inlandsflüge verbieten

In Frankreich hat die Nationalversammlung einer Änderung des Klimagesetzes zugestimmt. Die verbietet Inlandsflüge, soweit Kunden das Ziel auch mit dem Zug erreichen könnten. Der Schwellwert ist noch umstritten.

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Air France steht schon seit Mai 2020, wenn es um Inlandsflüge geht. (Foto: Hanohiki / Shutterstock.com)

Schon bei der Vergabe der Corona-Staatshilfen im Jahr 2020 hatte die französische Regierung die Fluglinie Air France dazu verpflichtet, kurze Inlandsflüge nicht mehr anzubieten. Als Schwellwert hatte sie eine Reisedauer von 2,5 Stunden mit der Bahn angesetzt.

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Konkret bedeutet das, dass Air France seither keine Flüge für Ziele mehr anbieten darf, die auch innerhalb von 2,5 Stunden mit der Bahn zu erreichen wären. Dabei kommt dem Land sein verhältnismäßig gut ausgebautes Fernzugnetz zugute.

Die Vorgabe hatte dazu geführt, dass es seit Mai 2020 keine Flüge mehr zwischen Paris und Nantes, Lyon oder Bordeaux gibt, während Toulouse, Marseille und Nizza weiter von Paris aus angeflogen werden dürfen. Nun will die französische Regierung dieses Verbot auch für die Zeit nach Corona und außerhalb etwaiger Staatshilfen festschreiben. Einer entsprechenden Änderung des Klimagesetzes hat am Samstag die französische Nationalversammlung zugestimmt. Das berichtet Reuters.

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Streitig ist Festlegung des Schwellwerts

Damit ist die Grundlage für ein Verbot geschaffen. Gestritten wird nur noch um die konkrete inhaltliche Ausgestaltung. So ist den Abgeordneten der Schwellwert teils zu niedrig. Sie setzen sich dafür ein, dass keine Zeile mehr angeflogen werden dürfen, die in einer Fahrzeit von bis zu vier Stunden mit dem Zug zu erreichen wären. Damit blieben nur noch Toulouse und Nizza als Zielflughäfen ab Paris übrig. Ausnahmen sollen dann gelten, wenn es sich lediglich um eine Teilstrecke einer längeren Flugreise handelt.

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Air France als größte Airline Frankreichs will bis 2021 40 Prozent seiner Inlandsflüge streichen und muss sich darauf einstellen, künftig mehr Biokerosin für den Antrieb seiner Flotte einzusetzen. Schon bis 2024 sollen die Kohlendioxidemissionen auf Inlandsflügen um 50 Prozent reduziert werden. Die Maßnahmen sind Teil der Bemühungen der französischen Regierung um mehr Klimaschutz. Schon seit Jahren setzt Frankreich auf Zug statt Flug. Im Vergleich zum Zug sind Flüge im Nachbarland teurer.

Dennoch scheint der Regierung die Transformation nicht schnell genug zu gehen. Oppositionspolitiker hingegen fürchten weiteren Arbeitsplatzverlust in einer Branche, die ohnehin massiv unter der Coronakrise zu leiden hat.

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