Anzeige
Anzeige
News
Artikel merken

Frauen sind die erfolgreicheren Fondsmanager – laut einer Studie

Börsenfonds, die von Frauen verwaltet werden, performen besser als von Männern gemanagte. Das besagt eine aktuelle Studie von Goldman Sachs. Aber die Studie hat einen Haken.

2 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige

Wo Frauen Fonds verwalten, läuft es besser. (Foto: Shutterstock)

Im Wirtschafts- und Tech-Bereich haben es Frauen auch heutzutage meist noch schwer, sich durchzusetzen. In den Vorständen deutscher börsennotierter Unternehmen dominieren die Männer mit einem Anteil von 90 Prozent. Etwas besser sieht es bei den Aufsichtsratsposten aus. Jeder dritte wird hier von einer Frau besetzt. Da scheint eine Studie der US-Großbank Goldman Sachs gerade recht zu kommen, laut der von Frauen verwaltete Börsenfonds die bessere Performance haben. Sind Frauen also die besseren Fondsmanager? Nicht so ganz, wie ein Blick auf die Details zeigt.

Frauen-verwaltete Fonds mit nur einem Drittel Frauenanteil?

Anzeige
Anzeige

Zwar sollen 43 Prozent der von Frauen verwalteten Fonds in diesem Jahr den Benchmark überflügelt haben – etwas, das „nur“ 41 Prozent der von männlichen Fondsmanagern verwalteten Börsenfonds gelang. Aber Goldman Sachs rechnet zu von Frauen verwalteten Fonds all jene Fonds hinzu, bei denen mindestens ein Drittel der Positionen im Fondsmanagement von Frauen besetzt sind, wie CNBC berichtet. Hieße also im Umkehrschluss, dass deutsche Aufsichtsräte in ihrer Gesamtheit von Frauen verwaltet würden.

Insgesamt analysierte Goldman Sachs knapp 500 größere Fondsverwalter, die insgesamt Vermögenswerte von 2,3 Billionen US-Dollar unter ihren Fittichen hatten. Nur 63 Fonds beziehungsweise 13 Prozent galten laut der oben genannten Definition als von Frauen verwaltet. Nur 14 Fonds werden ausschließlich von Frauen verwaltet, im Gegensatz zu 380, die nur von Männern gemanagt werden. Allerdings zeigten sich trotz der insgesamt geringen Zahl an Frauen überhaupt in diesem Jahr deutliche Unterschiede zwischen den verwalteten Fonds.

Anzeige
Anzeige

Von Frauen verwaltete Fonds performen besser

In den Jahren zuvor lagen die Fonds bei ihrer Performance immer ungefähr gleichauf. In diesem Jahr hätten die von Frauen verwalteten Fonds die Auf und Abs der Märkte im Zuge der weltweiten Coronakrise insgesamt besser überstanden. Im Mittel performten die von Frauen verwalteten Fonds zu Jahresbeginn (1. Januar bis 23. März) um 50 Basispunkte besser als der Benchmark-Wert. Fondsmanagementfirmen, die nur Männer in der Chefetage haben, blieben dagegen um 20 Punkte unter dem Benchmark-Wert.

Anzeige
Anzeige

Der Grund für den sichtbar größeren Erfolg der von Frauen gemanagten Fonds liegt laut Goldman Sachs vor allem in den bevorzugten Sektoren bei der Aktienauswahl. Während die Fondsmanagementfirmen mit Frauen stärker zu Tech-Werten wie Apple, Microsoft oder Tesla griffen, scheinen die männlichen Fondsverwalter eine größere Affinität zu Finanztiteln wie Berkshire Hathaway oder Visa gehabt zu haben. Der Boom der Tech-Aktien der vergangenen Monate gab den frauenverwalteten Fonds dann den nötigen Aufschwung.


t3n meint:
Das große Manko der Goldman-Sachs-Studie ist auf den ersten Blick natürlich, dass es Fonds, deren Frauenanteil im Managerbereich nur ein Drittel beträgt, als frauenverwaltet aufführt. Die Studie zeigt aber nicht nur, wie gering der Frauenanteil in dieser Männerdomäne heutzutage noch ist. Vielmehr lässt sich tatsächlich ein Einfluss der weiblichen Aktienwahl für den Fonds-Topf daraus ablesen. Demnach sind Frauen tech- und Männer eher finanzaffiner. Der Tech-Boom in diesem Jahr gibt den Frauen recht.
Jörn Brien
Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Ein Kommentar
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ribert Lirert

Und täglich grüßt das Murmeltier. Die Behauptung kommt in die Überschrift, der Journalismus in den letzten Satz.

Gemanagte Fonds nur über wenige Jahre zu beurteilen ist schon unseriös, dann aber noch nach Geschlecht zu gruppieren ist wirklich ein totaler Fehlschlag.

Gemanagte Fonds sind Glücksspiel. Egal ob Männlein oder Weiblein. Selbst Affen haben eine bessere Performance.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige