News

Steigerung um 20 Prozent: So kommen mehr Frauen in die Führungsetage

(Foto: Rawpixel.com/Shutterstock)

Lesezeit: 1 Min. Gerade keine Zeit? Jetzt speichern und später lesen

Unternehmen, die den Frauenanteil in ihren Führungsebenen erhöhen wollen, sollten auf flexible Arbeitszeitmodelle setzen. Das hat jetzt eine Studie der Zurich Insurance Group ergeben.

Wenn Management- und Führungsebenen eines Unternehmens diverser besetzt sind und es eine Frauenquote gibt, die zu erfüllen ist, performt das Unternehmen in vielerlei Hinsicht besser. Das ist inzwischen hinreichend belegt. Aber wie motiviert man Frauen und marginalisierte Gruppen, sich auf Jobs mit Führungsverantwortung zu bewerben?

Flexible Arbeitszeitmodelle sorgen für mehr Bewerberinnen – und Bewerber

Die Zurich Insurance Group hat in Zusammenarbeit mit der britischen Regierung eine Studie durchgeführt, um genau diese Frage zu beantworten. Demnach stieg der Anteil der Bewerbungen von Frauen auf Managementpositionen um 20 Prozent, nachdem der Versicherer alle Stellenanzeigen als flexible Arbeitszeitmodelle ausgeschrieben hatte. Neben Teilzeit wurde auch die Möglichkeit des Jobsharing sowie weitere flexible Modelle angeboten. Außerdem wurde darauf geachtet, genderneutral zu formulieren.

Insgesamt haben sich im Zuge der Maßnahmen 16 Prozent mehr Frauen beworben; als direktes Resultat wurden 33 Prozent mehr Frauen in Senior-Positionen eingestellt. Im Ganzen erhält die Zurich Insurance Group mehr als doppelt so viele Bewerbung von Männern und Frauen, seit die inklusivere Sprache und die flexiblen Arbeitszeitmodelle angepriesen werden. Die Ergebnisse zeigten klar, dass sich alle Arbeitnehmenden die Möglichkeit wünschten, ihren Workload flexibler zu verteilen, sagte Alison Martin, Chief CEO EMEA bei Zurich, gegenüber Bloomberg. Mit nur wenigen Wörtern in den Stellenanzeigen sei es gelungen, ein diverseres Umfeld zu schaffen, ordnet Zurich weiter ein.

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Gleichberechtigung kommt nur schleppend voran

Auch im Jahr 2020 ist das Thema Gleichberechtigung in deutschen Unternehmen noch nicht vom Tisch. Der Eindruck, dass sich ohne gesetzlichen Zwang zu wenig tut, ist nicht von der Hand zu weisen. „Zielgröße 0“ ist in vielen börsennotierten Konzernen weiterhin die Devise. Auch in öffentlichen Unternehmen sieht es kaum besser aus.

t3n meint:

Interessant ist an der Studie vor allem, dass auch die Zahl der Bewerbungen von Männern gestiegen ist. Teilzeit oder Jobsharing sprechen eben nicht nur Mütter an, wie gerne angenommen wird. Arbeitnehmende wünschen sich allgemein eine bessere Work-Life-Balance und die Möglichkeit, nicht ihr ganzes Leben nach der Lohnarbeit auszurichten.

Claudia Wieschollek

Meistgelesen

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 70 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Luca Caracciolo (Chefredakteur t3n) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung