Interview

Frauen und Karriere: Was sich endlich ändern muss!

Frauen und Karriere: Diversität bringt Erfolg. (Foto: Shutterstock-Rawpixel.com)

Frauen sind auch im Jahr 2019 in der Arbeitswelt noch oft benachteiligt. Antiquierte Rollenbilder und strukturelle Ungerechtigkeiten sind Alltag. Wir haben elf Frauen gefragt, was sich ändern muss.

Es gab eine Zeit, in der durfte eine Frau in Deutschland nicht ohne Erlaubnis ihres Mannes arbeiten. Ignorierte sie seinen Willen, hatte er das Recht, ihren Lohn zu behalten oder ihren Vertrag zu kündigen. Was jetzt nach Lebensrealitäten des vorletzten Jahrhunderts klingt, war noch bis in die 1950er Jahre aktuell. Heute lenken Frauen Konzerne und Staaten. Theoretisch können sie tun, was sie wollen. Praktisch hinken sie den Männern trotzdem noch in vielen Belangen hinterher. Das Statistische Bundesamt vergleicht beispielsweise regelmäßig die Einkommen der Männer mit denen der Frauen. Die Ungerechtigkeit wurde von der Behörde mit einer Zahl versehen: sechs Prozent. So hoch ist der Gehaltsunterschied zwischen Mann und Frau im gleichen Alter bei vergleichbarer Ausbildung und Erfahrung sowie gleicher Branche, Tätigkeit und Arbeitszeit. Auf ein ganzes Arbeitsleben gesehen, ist das allerhand.

Ungeachtet lässt dieser Wert jedoch, dass es noch immer auch ein Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern gibt, wenn es beispielsweise um die Arbeit in Teilzeit und in Führungspositionen geht. Frauen arbeiten vielfach weniger Stunden, Männer hingegen sitzen häufiger auf dem Chefsessel. Schuld sind über Jahrzehnte etablierte Strukturen und sauber gepflegte Vorurteile. In vielen Köpfen herrscht das Rollenbild: Die Frau kümmert sich um die Familie, der Mann besorgt das Geld. Hinzukommt der Umstand, dass viele Frauen im Niedriglohnsektor – beispielsweise in der Pflege – arbeiten, während viele Männer in gehaltsstarken technischen Branchen – beispielsweise im Ingenieurwesen – tätig sind. So steigt der Wert dann tatsächlich von sechs auf 21 Prozent an. Von echter Lohngerechtigkeit zwischen den Geschlechtern ist Deutschland – bei aller Komplexität der Debatte – in beiden Fällen noch weit entfernt.

Geld ist jedoch nur eines von vielen Beispielen. Oft geht es in der Debatte auch einfach nur um die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung. Darum, frei entscheiden zu können, was man wann tun will: Führungskraft, Elternteil oder beides sein – und nicht durch äußere Umstände in eine ungewollte Rolle gedrängt zu werden. Was es braucht, damit echte Gleichberechtigung entsteht, sind weitere Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Wir haben unter unseren t3n-Leserinnen deshalb einmal nachgefragt, woran es ihrer persönlichen Meinung nach noch immer mangelt und was geändert werden muss, damit Frauen in der Arbeitswelt wirklich gleiche Bedingungen vorfinden. Die einzelnen Beiträge dürfen gerne auch als Aufgabenliste verstanden werden – für Politiker, Unternehmer, Väter, Ehegatten und Lebenspartner, aber auch für manch eine Frau selbst, die am sogenannten Drücker ist. Elf Frauen erzählen.

Diversität als ernstgemeinter Unternehmensgrundsatz

Von Kristina Faßler

Kristina Faßler: „Wer Diversität lebt und bewusst fördert, ist erfolgreicher.“ (Foto: Claudius Pflug)

Nichts ist schwerer durchzusetzen als eine unbeliebte Regel, ein Grundsatz, der wie eine Alibinummer wirkt und dessen Sinn sich nicht erschließt. Diversität muss und darf nicht Unternehmensgrundsatz sein, weil es gut klingt. Auch nicht, weil die gefühlte öffentliche Meinung inzwischen einen feinen wie hartnäckigen Blick darauf hat. Nicht, weil die Angst vor dem Hashtag #Wievielefrauen stresst. Diversität muss gelebter Unternehmensgrundsatz sein, weil alle erleben und verstehen, dass sie der genialste Erfolgsfaktor überhaupt ist. Nichts, wirklich überhaupt nichts, bringt einfacher eine Vervielfachung der Perspektiven, breitere Erfahrungen, unterschiedliche Problemlösungsansätze sowie das Abdecken einer breiteren Zielgruppe, als Diversität in den Teams bis in die Unternehmensführung. Wer Diversität lebt und bewusst fördert, ist quasi auf einen Schlag um vieles reicher, kreativer, besser. Verrückt, wie gestrig ehemals selbstverständliche Männerrunden inzwischen anmuten und wie wenig wir sie mit Zukunft und Erfolg verbinden.

Anonymisierte Bewerbungsverfahren stoppen Diskriminierung

Von Yasmina Banaszczuk

Selbst bei gleicher Qualifikation werden Bewerbungen von Frauen schlechter eingestuft als die von Männern. Der Grund: Wir alle verinnerlichen misogyne Vorurteile, also auch Mitarbeitende von Personalabteilungen. Doch eben jene Vorurteile sorgen dafür, dass die Karriere vieler Frauen auf der Strecke bleibt. Gerade deshalb sind anonymisierte Bewerbungsverfahren so wichtig. Jegliche Hinweise auf Geschlecht, Alter oder auch soziale Herkunft werden eliminiert. In der Folge haben Untersuchungen in der Vergangenheit gezeigt, dass vor allem anonymisierte Bewerbungen signifikant die Chancengleichheit erhöhen können. Schöner Nebeneffekt: Auch rassistische oder klassistische Vorurteile werden ausgebremst. Und ohne solch intersektionale Ansätze brauchen wir gar nicht erst loslegen, da wir sonst alle mehrfach diskriminierten Frauen auf der Strecke lassen. Diversität heißt nämlich nicht, dass wir einfach die Hälfte der alten weißen Männer mit jungen weißen Frauen ersetzen. Im Jahr 2019 müssen wir mehr als binär denken!

Frauen müssen lernen, sich stärker zu unterstützen

Von Daniella Domokos

Es ist ein Irrglaube, dass nur alte weiße Männer die Schuld an der fehlenden Geschlechtergerechtigkeit tragen. Wir Frauen sind für unsere Gleichstellung genauso mitverantwortlich. Wir müssen aufhören, übereinander zu lästern und uns als Konkurrenz zu betrachten. Stattdessen sollten wir einfach mal anfangen, uns gegenseitig zu unterstützen. Kennt sich jemand in deinem Fachgebiet besser aus als du selbst? Hole sie mit ins Boot und lerne von ihr! Wirst du für einen Vortrag angefragt? Traue dich oder empfiehl eine Kollegin! Hast du dich durchgebissen und dich bis nach ganz oben durchgekämpft? Super, dann sei jetzt Vorbild! Anstatt dich darauf auszuruhen und dich stets auf deinen harten Kampf zu berufen, ist es nun deine Aufgabe, die Umstände zu ändern und den holprigen Weg für den weiblichen Nachwuchs zu pflastern. Neid und Konkurrenzkampf sind Fehl am Platz und führen zu keinem Ergebnis. Es reicht, hört auf damit! Ich halte es da viel mehr mit Iwani Mawocha, die sagte: „Be the person you needed when you were younger!” – Sei die Person, die du gebraucht hättest, als du jünger warst.

Eine Frauenquote ist im Sinne des Leistungsprinzips

Von Lea Weitekamp

Lea Weitekamp: „Eine Frauenquote sorgt für höhere Kompetenzlevel.“ (Foto: Johannes Schuba)

Wer darauf angewiesen ist, dass sich andere Leute um die eigenen Anliegen kümmern, ist in einer schwachen Position. Wirksamer ist es, selbst auf dem Stuhl zu sitzen und zu gestalten. Dieser Stuhl nennt sich Chefsessel und ist leider immer noch schwer erreichbar für viele Frauen, Alleinerziehende und Teilzeitkräfte. Option eins: hoffen, dass sich die Strukturen ändern – irgendwann könnte es ja so weit sein. Option zwei: mit einer Quote dafür sorgen, dass jeder eine Chance auf den Chefsessel hat – und dann dabei zusehen, wie der Strukturwandel seinen Lauf nimmt. Nichts anderes steht hinter der Frauenquote: Die Politik greift ein, damit sich die realen Verhältnisse schneller ändern. Herrscht in den Chefetagen erst einmal Vielfalt, profitiert auch die Unternehmenskultur und zwar so lange, bis es die Quote nicht mehr braucht. Wem diese Argumentation zu blumig ist, der folge den Forschern der London School of Economics: Sie sagen, dass Quoten sogar für wesentlich höhere Kompetenzlevel sorgen. Wenn das nicht im Sinne des Leistungsprinzips ist!

Jobsharing sollte in der Arbeitswelt überall möglich sein

Von Andrea Petzenhammer und Celia Gastaldi-Höppner

Führungsposition in Teilzeit oder im Rahmen einer Vier-Tage-Woche, während kleine Kinder oder das Ehrenamt einen privat schon ziemlich einspannen? Als wir beide vor etwa einem halben Jahr vor der Entscheidung standen, wie die in unserer Agentur erstmalig auszufüllende Stelle des Head of PR zu besetzen sei, war uns ziemlich schnell klar: Wir wollen uns der Herausforderung stellen, aber nur gemeinsam. Denn Positionen wie diese bedeuten zwar einen entscheidenden Karriereschritt, fordern in der Kommunikationsbranche aber häufig auch die private Selbstaufgabe. Wir teilen uns nun die Verantwortung für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, entwickeln die strategische Ausrichtung der Agentur mit und verantworten jeweils unsere Kundenaccounts. Für uns ist unsere Interpretation des Jobsharings exemplarisch für eine denkbare, moderne Vision von Führungspositionen, die es Frauen wie Männern erlaubt, mehr als eine Aufgabe im Leben zu haben. Und es funktioniert. Jobsharing sollte in der Arbeitswelt deshalb überall möglich sein!

Wir brauchen mehr Frauen als Rolemodels

Von Lena Haydt

Ich glaube, dass der vorhandene Bias das größte Problem ist, das uns von einer potenziellen Geschlechtergerechtigkeit abhält. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass sowohl bei Frauen als auch bei Männern nach wie vor Vorurteile bestehen, wenn Frauen bestimmte Berufe ausführen, im Management tätig sind oder ganze Firmen leiten. Ich arbeite in der Tech-Branche, die mit weniger als 20 Prozent Frauenanteil in Deutschland ein Schlusslicht darstellt. Hier höre ich immer wieder, dass es weniger Bewerbungen von Frauen gibt und deshalb in vielen Fällen dann doch wieder nur Männer eingestellt werden. Wir haben es also zum Teil selbst in der Hand, an der Situation etwas zu ändern. Ich bin davon überzeugt, dass Vorurteile nicht verschwinden werden, solange Frauen nicht auch mehr Präsenz zeigen und für mehr Sichtbarkeit kämpfen. Je mehr wir in den unterschiedlichsten Berufen und Ebenen eines Unternehmens sichtbar sind, desto höher die Chance auf Gerechtigkeit. Es braucht mehr Positivbeispiele.

Es beginnt beim Mindset-Change im Alltag

Von Marisa Leutenecker

Marisa Leutenecker: „Geschlechtergerechtigkeit entsteht zunächst in den Köpfen.“

Geschlechtergerechtigkeit entsteht nicht ausschließlich durch institutionelle Veränderungen in der Arbeitswelt – sie erfordert vor allem einen Wandel in unseren Köpfen. Gleichberechtigung auf allen Ebenen wird nur dann erzeugt, wenn wir sie als systematischen Fortschritt begreifen und enthusiastisch vorleben. Natürlich spielen Unternehmen als Teil des Systems eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Rahmenbedingungen wie Jobsharing-Modelle oder Mentoring-Programme zu schaffen. Trotzdem sind es in den meisten Fällen die Denkweisen von Eltern, Erziehern und Lehrern, die uns prägen. Antiquierte Rollenbilder in den Medien und der Werbung tun ihr übriges. Genau hier wird ein Genderverständnis entwickelt, das wir unser ganzes Leben lang auf uns und unser Umfeld übertragen wie eine Schablone – als Privatperson sowie innerhalb von Organisationen als Führungskraft oder Mitarbeiter. Aber der Vorteil von systemischen Veränderungen ist, dass jeder Einzelne etwas beitragen kann. Mein Appell: Raus aus den Schablonen veralteter Rollenbilder!

Bewusstsein für Mental-Load-Problematik schärfen

Von Nina Hobi

Liebe Väter, Hand aufs Herz: Welche Kleidergröße tragen eure Kinder? Ist noch genug Katzenfutter da? Organisiert die Kita ein Sommerfest? Wann hat die Großmutter eurer Partnerin eigentlich Geburtstag? Ihr habt keine Ahnung, oder? Ihr müsstet mal eben eure Frau fragen? Bingo, da haben wir schon ein großes Problem identifiziert. Ihr solltet euch unbedingt ein paar Minuten nehmen und diesen Comic lesen. Es geht um die unsichtbare gedankliche Arbeit, die geleistet werden muss, um einen Familienhaushalt am Laufen zu halten: den „Mental Load“. Den zu tragen, bedeutet vor allem, immer an alles zu denken. Oft sind Väter überzeugt davon, ihren gerechten Anteil beizutragen – und vergessen dabei, dass die komplette Koordination bei ihrer Partnerin liegt. Wohlgemerkt erledigen wir Mütter das zusätzlich zu unserer Erwerbsarbeit. Wenn wir wollen, dass Gleichstellung im Arbeitsleben möglichst bald Realität wird, sollten wir unseren Kindern vorleben, wie sie funktioniert – unter anderem, indem wir den „Mental Load“ besser verteilen.

Frauen in Entscheidungsprozesse einbinden

Von Fabienne Romanens

Vor Jahren wurde ich in einem teuren Rekrutierungsverfahren für die Geschäftsleitung eines inhabergeführten Unternehmens verpflichtet. Das bis zu jenem Zeitpunkt rein männliche Gremium hatte sich ausdrücklich eine Frau gewünscht, um Zugang zu neuen Perspektiven zu erhalten. Heute weiß ich: Daran war keiner meiner Ex-Kollegen wirklich interessiert. Wichtige strategische Entscheidungen, auch solche, die nur meinen Aufgabenbereich angingen, trafen meine Kollegen unter sich beim Rauchen oder beim Fußball. In den geplanten Meetings wurden meine Inputs nicht einmal mehr angehört. Durch meinen Ausschluss aus Entscheidungsprozessen war die Lose-Lose-Situation perfekt: Ich war frustriert, weil ich meine Expertise nicht einbringen konnte, und das Unternehmen verlor viel Geld, weil es mein Potenzial nicht optimal nutzte. Mein Appell an alle Manager: Definiert offizielle Gefäße und Prozesse zur Entscheidungsfindung und setzt sie eisern durch. Ansonsten verliert ihr motivierte Mitarbeiterinnen und eure Innovationsfähigkeit.

Pflichtseminare für Mitarbeiter sind absolut sinnvoll

Von Katrin-Cécile Ziegler

Katrin-Cécile Ziegler: „Eine Beauftragte für Frauen oder Diversität kann das alleine nicht stemmen.“ (Foto: KCZ)

Warum gibt es in deutschen Unternehmen eigentlich noch keine Pflichtseminare zur Geschlechtergerechtigkeit und innerbetrieblichem Demokratieverständnis? So wie es längst konventionelle Einführungsseminare in Organisationen als Standard für neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gibt. Die Fakten zu Missständen und den wirtschaftlichen Folgen fehlender Diversität sind ja wissenschaftlich belegt, aber meist nur einem kleinem Kreis bekannt. Firmen sollten Mitarbeitern diese Erkenntnisse offensiv nahebringen. Eine Beauftragte für Frauen oder Diversität kann das alleine nicht stemmen. Wir dürfen nicht mehr hoffen, dass sich verschlossene Menschen selbst aufklären und aufschließen. Fordern und fördern wir hierzu lieber aktiv eine innerbetriebliche Verpflichtung zur Weiterbildung. Und signalisieren anhand von belegbaren Fakten und Erfahrungsberichten ein eindeutiges, innerbetriebliches Commitment: Wer zu uns gehört, setzt sich für Geschlechtergerechtigkeit ein und führt das Unternehmen damit mit zum Erfolg!

Transparente Gehälter dämmen Ungerechtigkeiten ein

Von Vanessa Katharina Findling

Schöngeredet wird täglich: Frauen hätten ja jetzt schon „so viel erreicht“ und auch sonst sei  „Diversity überall DAS Thema“. Ganz ehrlich: was für ein Schwachsinn! Aus den ungleichen Gehaltsverhältnissen geht deutlich hervor, dass wir noch immer in Strukturen leben die ins vorletzte Jahrhundert gehören. Wir scheitern ja schon an den einfachsten Themen. Mir wurden als Einstiegsgehalt mit Ingenieursstudium und Berufserfahrung knappe 30.000 Euro angeboten. Vollkommen klar: das würde keinem Mann je vorgelegt. Transparente Gehaltsverhältnisse befähigen und führen dazu, dass Ungerechtigkeiten in der Bezahlung von vornherein das Wasser abgegraben wird: Bezahlung spiegelt die Wertschätzung des Beitrages aller Mitarbeiter wieder. Arbeit impliziert Selbstverwirklichung, Sinnerfüllung und Gestaltungswille. Warum sollte der weibliche weniger wert sein? Absurd für eine führende Industrienationen, die im globalen Vergleich zu den freiesten Ländern gehört!

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8 Kommentare
Hans Peters
Hans Peters

Danke, dass ihr euch so sehr für Frauen einsetzt!
Von einem Mann wird auf der Arbeit mehr erwartet und eine Frau hat Ihren gewissen Charme in jedem Argument /mit einem Mann/ – Wenn eine Frau genauso stress resistent, determiniert und risikobereit wie der Mann wäre, erreicht sie das selbe. Und was ist eigentlich damit, dass das ganze Schulsystem wie für Mädchen gemacht ist und diese in der Schule im Durchschnitt weit bessere Noten haben bei gleicher oder niedrigerem Aufwand haben?

Bitte. Jeder muss irgendwann mal lernen, für sich selber einzustehen und sich durchzusetzen (ohne dabei einen riesigen Krater zu hinterlassen!), ich habe keine Ahnung wo diese Gleichberechtigungsfrage her kommt, die die Frau in eine absolute Opferrolle steckt.

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Gabriella Christ

Schade das hier fast ausschließlich über sogenannt hochdotierte Posten gesprochen wird.
Die Geschlechterfrage ist in Dienstleistungs und Handwerksbetrieb viel dramatischer.
In der Friseurwelt gibt es folgende Zahlen vom Zentralverband der Friseure
90% Frauensnteil werden aber in den „ Führungspositionen sind es 95% Männer welche die Belange der Branche lenken.
Es wird in erster Linie behauptet „ Frauen wollen das in unserer Branche nicht oder haben nicht die nötige Qualifikation…

Ich habe zu diesem heißen Thema eine Artikel veröffentlicht… mit dem Ergebnis;
Kaum eine Reaktion darauf, obwohl ich in persönlichen Gesprächen die absolute Zustimmung von Frauen bekomme. Warum trauen sich die Damen nicht an die Öffentlichkeit?
Glaubenssätze und falsche Konditionierung sind ein häufiger Grund.
Was können wir schon ausrichten?
Karriere? Und was mach ich mit Familie?
Männer können sich besser verkaufen und durchsetzen… usw.
Wenn das so ist, frage ich mich warum ist dann dieser Beruf so unfassbar schlecht bezahlt … schlechtes Image usw.
Gründe dafür gibt es genug.
Nein, das ist nicht alleine die Schuld von Männern ( sie machen oft einen guten Job )
Ich denke nicht gegeneinander sondern miteinander an den Tisch .
Männer hört den Frauen besser zu und Frauen drückt euch mal klarer aus was ihr wirklich braucht und wollt.
Gabriella Christ

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Aufwachen
Aufwachen

Guten Tag,
als Personaldisponent kann ich folgendes sagen:
Einige Punkte die oft medial aufgegriffen werden sind schlichtweg einfach nur absoluter Schwachsinn.
Heutzutage wird für gleiche Arbeit gleiches Gehalt gezahlt. Das bei Gehaltsvergleichen alle Berufe miteinander verglichen werden ist totale Augenwischerei und dient nur dem Zweck die Realität zu verzerren.
Auch muss man bedenken, dass Frauen oftmals den Luxus haben nur halbtags arbeiten gehen zu können oder sich oftmals einen Job aussuchen, der ihnen Spaß macht. Männer schauen da schon eher auf das Gehalt.

Eine Frau, die genauso bereit ist, alles für ihren Job zu geben wird in den meisten Fällen genauso weit kommen wie ein Mann! Ich kenne wirklich viele Beispiele. Natürlich wird es auch den einen Chef geben der Frauen benachteiligt, es wird aber auch den Chef geben der Frauen bevorzugt, solche Menschen gibt es immer.

Was ich so schrecklich an der ganzen Debatte finde ist, ist diese Einseitigkeit, wie bei fast allen Debatten in Deutschland.
Teilweise sind solche Debatten so sehr von Komplexen und Unsicherheiten durchzogen, dass ich mich Frage warum sich keine Psychologen zu Wort melden um solchen Menschen die Zurechnungsfähigkeit zu entsagen. Man liebt einfach die Extremen und kennt keinen Mittelweg.

Die Privilegien der Frauen werden ignoriert, statt dessen werden die wenigen Bereiche in denen der Mann vermeitlich Vorteile hat rausgepickt. Bereiche in denen Frauen ungerecht behandelt werden, sollte man ändern.
Aber das erreicht man NIEMALS durch Quoten und Gleichmacherei, diese führen nur zu weiteren Ungerechtigkeiten usw. .

Wenn in einem Vorstand ausschließlich Frauen sitzen, aufgrund ihres Könnens, kann ich sehr gut damit leben. Aber selbst wenn nur eine Person aufgrund ihres Geschlechts, Alters, Herkunft etc. dort eingesetzt worden ist, würde ich die Kompetenz der Verantwortlichen in Frage stellen und als Investor/Anleger mein Geld sofort abziehen.

Übrigens führen Frauen oftmals ein deutlich längeres und weniger von Krankheiten geplagtes Leben. Deutlich niedrigere Selbstmordrate oder psychische Erkrankungen etc. Warum denkt ihr ist das so? Durch Genetik lässt sich der große Unterschied nicht erklären…

Ich könnte noch so viel schreiben aber langsam vergeht mir die Lust.

Bitte einfach bisschen mehr Rationalität und Objektivität. Das würde auf einen Schlag so viele Probleme allein in Deutschland lösen. (Und auch das Leben deutlich angenehmer machen)

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keinthema
keinthema

Sehr guter Kommentar,
mir geht es ähnlich mit diesem Thema, wir haben in Deutschland alles erreicht, Frauen haben die gleichen Rechte wie Männer, was zu einer stabilen und guten Bevölkerungsentwicklung geführt hat. Wir sollten dieses Thema global angehen und die Probleme hierbei liegen mehr am Festhalten an alten religiös geprägten Strukturen. In allen Weltreligionen werden Frauen massiv unterdrückt, da sollte man lieber die Religionsfreiheit hinterfragen.
Ich habe selbst ein kleines Unternehmen im naturwissenschaftlichen Bereich und hier gibt es in der heutigen Zeit keine Unterschiede. Im Gegenteil, meist sind weibliche Bewerber oft bei den Abschlüssen besser. Also wo ist eigentlich das Problem in Deutschland?????

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Bubo
Bubo

An sich einer der wenigen Artikel, die den sog. Gender Pay Gap richtig wiedergibt, Gratulation. Die 6 Prozent Unterschied sind auch mit der statistischen Unschärfe zu erklären. Wer kennt denn persönlich jemanden, der aufgrund des Geschlechts schlechter bezahlt wird? Ich jedenfalls nicht.
Und doch verfällt die Autorin leider in das klassische Klischee: Frau = Opfer. Ja, es gab in der Vergangenheit große Ungerechtigkeiten, hier liegt die Betonung auf Vergangenheit. Diese Ungerechtigkeiten sind derzeit behoben.
Jeder sucht sich seinen Beruf nach den Neigungen und Fähigkeiten aus. Diese freie Berufswahl ist ein Grundrecht. Dass die sog. „Frauenberufe“, also soziale oder pflegerische Berufe schlecht bezahlt werden, ist keine Geschlechterfrage, sondern eine Frage der Wertschätzung durch die Gesellschaft.
Und auch für Väter ist ein Kind ein Karrierehindernis. Wer im Beruf das Meeting um 15:30 Uhr verlässt, weil er sein Kind vom Kindergarten abholen muss, der bleibt auf der Karriereleiter stehen, unabhängig vom Geschlecht. Hier ist zum Glück ein Umdenken im Gange.

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Martin
Martin

Immer wieder dasselbe. Frauen kommen zu Wort und schon stürzt sich die Männerhorde auf den Artikel und relativiert oder bezichtigt gleich alles der Lüge. Kein Wunder, dass sich nichts ändert…

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Aufwachen!
Aufwachen!

Sie haben massenweise (m.m.n. gute) Argumente vorgelegt bekommen, die sie entkräften können.
Aber stattdessen diffamieren sie nur, weil es eben keine oder nur wenige Argumente gibt, da in den Kommentaren Fakten aufgezählt werden! (Gerne können sie mich eines anderen Belehren)
Dagegengehalten wird nur mit emotionalem nicht Wahrhaben wollen. Bei Bedarf scheint die Opferrolle einfach zu gut gefallen.

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