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Freelancer-Kompass 2017: So steht es um Stundensatz und Auftragslage der IT-Experten

Der Freelancer-Kompass 2017 zeigt, wo IT-Fachkräfte besonders gefragt sind. (Foto: Shutterstock-GaudiLab)

Wie steht es um die IT-Freiberufler in Deutschland? Der Freelancer-Kompass 2017 hat 1.100 Solo-Selbstständige zu deren Einkommen und Auftragslage befragt.

Die Projektplattform Freelancermap.de hat auch in diesem Jahr eine Marktstudie unter 1.112 selbständigen IT-Fachkräften durchgeführt und im Rahmen von 46 Fragen wichtige Trends zur finanziellen Situation und Auftragslage, dem Berufsbild, der Demografie sowie einen Ausblick für das kommende Jahr der Freelancer ermittelt. Eine wesentliche Erkenntnis aus der 47-seitigen Studie: Der Stundensatz von Freiberuflern und Selbstständigen in der IT-Branche stieg 2017 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als fünf Euro auf durchschnittlich 87,36 Euro.

„Das Interesse an Freelancer-Beschäftigung steigt.“ – Thomas Maas, CEO von Freelancermap.

Dabei setzen vor allem große Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern auf die flexiblen IT-Experten. Mehr als die Hälfte aller Freelancer verzeichneten im letzten Jahr über 100.000 Euro Brutto-Umsatz, sieben Prozent der Befragten erwirtschafteten sogar einen Brutto-Gewinn von mehr als 125.000 Euro. Thomas Maas, CEO von Freelancermap, hält fest: „Die Marktstudie belegt, dass Freelancer, die als Berater, Projektleiter oder Projektmitarbeiter angestellt sind, für Unternehmen immer attraktiver werden.“

Deren wertvolles Know-how gestaltet sich für sie zum Wettbewerbsvorteil. Mittlerweile sei jeder fünfte Freelancer mindestens ein halbes und maximal ein ganzes Jahr fest-frei in einem Unternehmen beschäftigt. Und doch sehen sich viele Solo-Selbstständige trotz der guten Entwicklung nach wie vor mit Herausforderungen konfrontiert. Ständig neue Projekte zu akquirieren, stellt die größte Aufgabe dar. Laut der Erhebung schreiben Freelancer durchschnittlich acht Angebote, bevor es zum Auftragsabschluss kommt.

NRW und Bayern Freelancer-Spitze, Mecklenburg-Vorpommern Schlusslicht

Mit knapp der Hälfte der Befragten kommen die meisten Freiberufler aus Bayern und Nordrhein-Westfalen. Im Gegensatz dazu markiert der Großteil der neuen Bundesländer das Schlusslicht der Erhebung. Auf dem letzten Platz befindet sich Mecklenburg-Vorpommern. Weniger als 0,63 Prozent der Befragten gaben an, aus dem Bundesland im Norden zu stammen. Das Ungleichgewicht vollzieht sich jedoch nicht nur von Ost nach West, sondern kann genauso gut auch von Nord nach Süd gelesen werden.

Vor allem in Bayern und Baden-Württemberg sind viele Innovationsführer zu Hause, die in Zukunftsthemen investieren und mit ihnen wachsen. So ist beispielsweise die Automobilindustrie ein starker Treiber der Digitalisierung und gilt als einer der Schrittmacher im maschinellen Lernen. Doch auch Großkonzerne wie Siemens leisten sich freischaffende Software-Entwickler und Sicherheitsexperten, um deren Automatisierungsverfahren und Netzwerk-Systeme zu optimieren.

Weniger Frauen, weniger Geld

Dass die IT-Branche eine Männerdomäne ist, ist kein Geheimnis. Laut dem Freelancer-Kompass 2017 ist nur jeder zehnte Freelancer weiblich. Auch bei der Entlohnung zeigen sich wesentliche Unterschiede: Während Männer pro Stunde durchschnittlich 87,64 Euro verdienen, erhalten Frauen eine Vergütung von 84,62 Euro. Bei einer Arbeitszeit von 47,15 Stunden pro Woche ergibt das einen Einkommensunterschied von knapp 600 Euro im Monat, wie Freelancermap.de vorrechnet.

Stundensatz, Herkunft und Geschlechter-Vergleich im Überblick
Freelancer-Kompass 2017: Der durchschnittliche Stundesatz stieg um mehr als fünf Euro an. (Grafik: Freelancemap.de)

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5 Reaktionen
Bernd Steeb

IT Selbstständige sollten sich für die Aquise um grössere Projekte temporär zu Bietergemeinschaften zusammen schliessen. Als Freelancer kommt man da nicht weiter

Olaf Barheine

Schade, dass die Konzerne mittlerweile immer einen Vermittler dazwischen haben wollen. Damit fange ich erst gar nicht an. Dabei wäre manch ausgeschriebene Projekt durchaus reizvoll. Also, liebe Entscheider in den Konzernen: Umdenken!

Nora Welsch

Sehr aufschlussreich. Vor allem: Es wird gezeigt, welche Faktoren diesen beeinflussen. Also Alter, Branche, Rolle usw. Danke dafür!

Daniel H.

Das deckt sich auch ziemlich genau mit meinem Stundensatz, wobei der letztes Jahr noch deutlich niedriger lag ;-).

Die Entwicklung ist ebenfalls spannend zu sehen. Als ich 2010 noch festangestellt bei einer großen IT Firma gearbeitet habe, wurde für Freelancer maximal 2/3 des jetzigen Lohnes gezahlt. Den aktuellen Stundensatz dort kenne ich zwar nicht mehr, aber ich vermute mal er liegt auch deutlich höher als damals.

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